Jordan Peterson: The fatal flaw in leftist American politics

What is political extremism? Professor of psychology Jordan Peterson points out that America knows what right-wing radicalism looks like: The doctrine of racial superiority is where conservatives have drawn the line. "What’s interesting is that on the conservative side of the spectrum we’ve figured out how to box-in the radicals and say, 'No, you’re outside the domain of acceptable opinion,'" says Peterson. But where's that line for the Left? There is no universal marker of what extreme liberalism looks like, which is devastating to the ideology itself but also to political discourse as a whole. Fortunately, Peterson is happy to suggest such a marker: "The doctrine of equality of outcome. It seems to me that that’s where people who are thoughtful on the Left should draw the line, and say no. Equality of opportunity? [That's] not only fair enough, but laudable. But equality of outcome…? It’s like: 'No, you’ve crossed the line. We’re not going there with you.'" Peterson argues that it's the ethical responsibility of left-leaning people to identify liberal extremism and distinguish themselves from it the same way conservatives distance themselves from the doctrine of racial superiority. Failing to recognize such extremism may be liberalism's fatal flaw.

4 thoughts on "Jordan Peterson: The fatal flaw in leftist American politics"

  1. Einfach unverbesserlich links sagt:

    Ein kurzer Moment der Freude ("Er lebt! Er lebt!") und dann so ein knallharter Absturz: Scheiße, er lebt und supportet unreflektiert Peterson. Ausgerechnet Peterson. Peterson ist der neue Prophet der Marktgläubigen, die dem Prinzip folgen, dass sich Leistung wieder lohnen müsse. Was Leistung ist und was der (gerechte) Lohn, definieren sie selbst, bzw der "Markt". Petersons Position ('Hurra, Leistungsprinzip') trifft Peterson dann über Abgrenzung - gegen links wie rechts. Anders als Rechte sei er als Konservativer eben nicht rassistisch. Leistung zähle eben mehr als die Hautfarbe. Das mache ihn dann zum Konservativen und zum besseren Menschen (als Rechte, Linke und sowieso: Leistungsverweigernde), Dann folgen Behauptungen über linke Politik, die ich so nicht nachvollziehen kann, aber da keine Belege angeführt werden, auch nicht prüfbar sind. Ich wüßte jetzt nicht einmal, wo diese Doktrin 'Equality of Outcome" für linke Politik maßgeblich ist und sinnstiftend wirkt, um eine solche Aussage treffen zu können. Wichtiger scheint aber auch nicht die Stimmigkeit oder auch nur Prüfbarkeit der Behauptungen sondern die Aussage, dass Ausgrenzung folgen muss, da eine solche Position "extremistisch" sei. Hm. Dass Stigma "Extremismus" wirkt im Diskurs der "Mitte" famos. Kritik an der Extremismus-Doktrin gibt es aber nun auch schon lang und breit. Weder bei dir noch bei Peterson kommt davon was an.

    An diesem Schwachsinn da oben wird soviel vorausgesetzt, dass man fast schon religiösen Eifer braucht, um so viele Behauptungen nicht zu hinterfragen. Aber dir wurde ja nun schon oft nahe gelegt, auch Peterson mal kritisch zu hinterfragen und es passiert nichts dergeichen. Schade. Was am Ende bleibt: Dann wähl halt FDP und warte darauf, dass deine Leistung endlich "gerecht" entlohnt wird. Es wird nicht passieren. Nach meiner Einschätzung ist die Idee von Gerechtigkeit, auch in Form gerechter Entlohnung, im Kapitalismus nicht umsetzbar. Die Nützlichkeit von Menschen nach deren wirtschaftlicher Verwertbarkeit zu bestimmen, halte ich für die - oft freiwillige- Unterwerfung unter antisoziale und neoliberale Menschenverachtung. Damit haben natürlich Rechte weniger Probleme als Linke. Darum ist auch Peterson eben nicht politisch neutral, sondern ein Vordenkers des Neoliberalismus und rollt damit rechter Politik den roten Teppich aus. Sein Verhältnis zu linker Politik haben wir vorher ja schon geklärt: Aus den Finger gesaugte Zuschreibungen, die in der Verdammung linker Politik enden.

    Aber: Rechte werden sich aber gegen diesen Beitrag und Peterson selbstredend nicht wehren, weil es ihnen ziemlich egal ist, ob Peterson sie formal als rassistisch verdammt oder nicht. So lange er nur ihre Prinzipien der Ungleichwertigkeit vertritt, ist er "nützlich". Von der Idee der Überlegenheit der Leistungsträger zur Überlegenheit einer Hautfarbe ist es ohnehin nur ein klitzekleiner Schritt. Und in einer Gesellschaft in der rassistisch diskriminiert wird, ist es auch fast unmöglich, dass Nichtweiße zu "Leistungsträgern" werden.

  2. Anonymous sagt:

    Ich finde den Gedanken mehr als interessant.
    Wie erkennt man die extreme Linke? Der militante Arm ist leicht zu erkennen. Der intellektuelle?
    Was man auch immer von Peterson halten möchte, die Frage ist berechtigt.

    • Einfach unverbesserlich links sagt:

      Natürlich ist die Frage berechtigt, was links heute bedeutet. Linke stellen sich solche Fragen regelmäßig. Intern. Was ist links? Was ist linksradikal? Diese Debatten finden statt. Aber Petersons Antwort funktioniert (jedenfalls in D) nicht. Wo und ob sie überhaupt funktioniert, dazu kann ich nichts sagen und dazu sagt auch er (meines Wissens) nichts. Vielleicht redet der über linke Politik in Kanada? Kann sein. Dann würde ich da mal nachfragen, was Linke in Kanada so dazu sagen. Peterson entwirft aber ein universelles Bild von linker Politik, das so - ganz sicher- auf die gegenwärtige Situation in D nicht zutrifft. Auch Belege werden weder gewünscht noch erwartet. Wenn man aber Peterson exklusiv lauscht und jedes Wort für bare Münze nimmt ohne es zu hinterfragen und - ganz wichtig!- nicht (wirklich niemals!) mit Linken selbst redet, kommt halt so ein Unsinn bei rum. Da fackelt ein Strohmann nach dem anderen ab. Tatsächlich ist aber Peterson nur (noch) ein Vorturner des Neoliberalismus, der eben das Leistungsprinzip propagiert und alles links und rechts bewußt und unnachgiebig wegbeißt. Kann man machen, wenn man dieses Leistungsprinzip geil findet, aber dann ist man eben auch nur neoliberal. Mich nervt es jedenfalls kolossal und es erreicht meine Schmerzgrenze, wenn immer wieder irgendjemand (auch noch vernichtende) Zuschreibungen über linke Politik raushaut und offensichtlich (!) und zugebenermaßen weder Teil der Strukturen noch Debatten ist.

  3. Koolkill sagt:

    Aus welchem Paralleluniversum hat Peterson die Beobachtung "The doctrine of equality of outcome. It seems to me that that’s where people who are thoughtful on the Left should draw the line, and say no. Equality of opportunity? [That's] not only fair enough, but laudable. But equality of outcome…?"

    Der Knackpunkt ist die Übersetzung und die scheint sich Peterson bei Wikipedia zusammengeklaubt zu haben. Da wird aus „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen.“ (Marx) zu "To each according to his contribution" und verweist auf die Kritik des Gothaer Programms. Die richtige Übersetzung "From each according to his ability, to each according to his need".

    Mal abgesehen davon, dass in der UDSSR (1936) und DDR (1960) das Leistungs-Prinzip Staatsdoktrin war. " ‚Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seiner Leistung‘ verwirklicht wird, daß die Bürger, die die größten Leistungen für die Gesellschaft vollbringen die höchste Achtung genießen und geehrt werden“. - Und guess what, höchste Achtung für größte Leistung wurde dann auch so vergütet.

    Hinzukommt, dass was Peterson hier der Linken zuschreibt, eigentlich ein (Verteilungs-)Gerechtigkeitsproblem ist, das bei Aristoteles in seiner Nikomanschen Ethik schon diskutiert wird und die Frage gestellt wird wie man Nichtvergleichbares miteinander vergleichen kann (s. Inkommensurabilität).

    Das witzige an dem Phänomen Peterson ist, dass die Arbeiten Foucaults den Boden für solche Lebensphilosophie-Spinner bereitet haben. https://www.thur.de/philo/lh/foucault1.htm
    Mal ganz abgesehen vom postmodernen "Ende der großen Erzählungen", die dann solche Vögel wie Peterson et al. nutzen, um ihre subjektiven Wahrheiten als Erzählungen verkaufen zu können.

    Da möchte man einfach singen: "All in all, you´re just another Prick in the Wall"... ¯\_(ツ)_/¯

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