25. Mai 2018

Frischgepresste Nerdcore-Shirts mit Liebe und Lying Cat

Ich hab' mir grade einen Spreadshirtshop zusammengeklickt, ein paar Hoodies und Shirts mit dem alten sowie dem neuen NC-Logo dazugepackt, den Pixelhunktypen unten aufbereitet, hab' noch alte Kontaktanzeigen aus 'ner 1979er Bravo anonymisiert und als Backprint angelegt mit einem 70s-Herzchen auf der Vorderseite. Dann hab ich Lying Cat aus Saga in Vektoren nachgebaut und als Lügenshirt hochgeladen. Ich wollte schon immer ein Lügenkatzenshirt haben. Jetzt total billigaberhochwertig und… Gib mir den Rest, Baby!

Happy Handtuchtag 2018!

Die Bäckerin schaute konsterniert in die Kamera, während Ford Perfect auf der anderen Seite des Paralleluniversums wissend den Daumen hochhielt und die Leute in der Kneipe nebenan gar nichts… Gib mir den Rest, Baby!

Whitney Phillips' Best Practice for Journalists covering the Meme-Wars

Whitney Phillips, Autorin der Netzkultur-Bücher The Ambivalent Internet: Mischief, Oddity, and Antagonism Online (Amazon) und This Is Why We Can't Have Nice Things (Amazon) über Netzkultur, Trolling und AltRight, hat nun ein 128-Seiten-PDF veröffentlicht voller Tipps und Hintergründe für Journalisten, die das Thema für die Öffentlichkeit aufbereiten. (via p3k)

Ich habe beide Bücher hier und Frau Phillips ist eine der wenigen, halbwegs ambivalenten Stimmen in ihrem Fachgebiet (neben Angela „Kill All Normies“ Nagle, Laurie Penny und wenigen anderen), die weder auf die simplifizierende Oberflächlichkeit und Einseitigkeit des Outrage-Mobs hereinfallen, noch Nachsicht mit wirklich Rassisten und Sexisten übt. Dieses PDF richtet sich vor allem an Medienarbeiter (also alle mit SocialMedia-Accounts), die das Thema nicht ignorieren können, Mobbing durch Netzverstärkung allerdings auch nicht multiplizieren wollen und sie schreibt darin über Nachahmungseffekte, Sichtbarkeit und Manipulation neuer Medienmechanismen.

Sie ist eine der sehr wenigen vernünftigen Stimmen in diesem neuen geilen Internet und auch wenn ich dieses PDF noch nicht gelesen habe, kann ich es bedenkenlos weiterempfehlen.

The Oxygen of Amplification: Better Practices for Reporting on Extremists, Antagonists, and Manipulators Online draws on in-depth interviews by scholar Whitney Phillips to showcase how news media was hijacked from 2016 to 2018 to amplify the messages of hate groups.

Offering extremely candid comments from mainstream journalists, the report provides a snapshot of an industry caught between the pressure to deliver page views, the impulse to cover manipulators and “trolls,” and the disgust (expressed in interviewees’ own words) of accidentally propagating extremist ideology. […]

The Oxygen of Amplification has three interlocking parts:

Part 1 (PDF) provides a historical overview of the relationship between the news media and far-right manipulators who leveraged trolling and meme culture during the 2016 US presidential election.

Part 2 (PDF) identifies the consequences of reporting on bigoted, damaging, or otherwise problematic information and the structural limitations of journalism (economic, labor, and cultural) that exacerbate these tensions.

Part 3 (PDF) is a tactical guide for newsrooms that recommends “better” practices on establishing newsworthiness; handling objectively false information; covering specific online harassment campaigns or manipulators, bigots, and abusers.

Weinstein arrested

Rose McGowan: „To see him in cuffs on the way out, whether he smiled or not… that’s a very good feeling.“

Elon Musk vs Journalism

Ich teile Elon Musks prinzipielle Medienkritik: „Problem is journos are under constant pressure to get max clicks & earn advertising dollars“.

Aber es ist mehr als beunruhigend, wenn der Boss einer der erfolgreichsten, global agierenden Unternehmen auf Kritik an seinem Unternehmen mit einer Bewertungsseite der Kritiker reagiert. Uncool, Musk. Er sollte sein Geld bei einem solchen Interesse an Medien vielleicht einfach in ein Investment in Independent Media stecken, zum Beispiel in The Intercept von seinem alten Ebay/Paypal-Bekannten Pierre Omidyar. Nur so 'ne Idee.

Link: JETZT AUCH GEGEN JOURNALISTEN: Elon Musks neue Dünnhäutigkeit