Eine Lange Nacht über Ingmar Bergman: Im Labyrinth der Seelen

Ingmar Bergman war nicht nur der radikale Filmautor, der mit "Das Schweigen" einen der größten Skandale der Kinogeschichte auslöste. Er wurde auch zum unerbittlichen Chronisten der Beziehungs- und Gefühlskatastrophen bürgerlicher Menschen. Ein Antrieb: die Zurückweisung und Kälte seiner Eltern.

Ingmar Bergman war ein Erneuerer des Theaters, der die Arbeit mit den Schauspielern auf ein anderes Niveau brachte. Nach Differenzen mit der schwedischen Steuerbehörde verbrachte er so eine Zeit in München. Hier war er bei Kritik und Theaterpublikum keineswegs unumstritten, weder als Regisseur noch als politischer Mensch.

Dabei war Bergman ein Autor von Rang, der seine eigenen Erinnerungen als Buch wie als Film poetisch gestaltete.

Er hat sich selbst und seine Emotionen im richtigen Leben stets verborgen, um beides allerdings umso mehr in seine Filme einfließen zu lassen. Zeit seines Lebens konnte er die Zurückweisung und Kälte seiner Eltern nicht verwinden. Für seine eigenen Kinder wurde er dabei selbst zum großen Abwesenden. Am Ende des Lebens zog er sich vereinsamt auf eine Insel zurück.

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