30. Juli 2018

Ugly �ortfilm is online and still really really totally ugly❌

Der potthässliche CGI-Puppenfilm Ugly von von Redbear Easterman und Nikita Diakur aus Mainz, der vor drei Jahren (unter anderem mit der Hilfe von ein paar NC-Lesern) per Crowdfunding finanziert wurde, ist mittlerweile auch online zu sehen und sieht immer noch fantastisch kacke aus. Die Animationen entstanden mit nachgebauten Marionetten-Mechaniken, die man mit Hilfe von Physik-Dynamiken im Animationsprogramm simulierte.Snip von Vimeos Blog:‘Ugly’ is animated in a manner… Gib mir den Rest, Baby!

Studie: Businesskasper sind von Gehirnparasiten befallen

Neues von meinem Lieblingsgehirnparasiten Toxoplasma gondii, der eine Erklärung dafür liefert, warum es soviele rücksichtslose Arschlöcher auf der Welt gibt: Der Lebenszyklus des Parasiten… Gib mir den Rest, Baby!

Achselhöhlenanzeigenplätze in Japan

Die Werbeagentur Wakino verkauft Anzeigenplätze auf den Achselhöhlen japanischer Damen (und Herren vermutlich auch, aber das mit der „sexistischen Kackscheiße“ ist bei… Gib mir den Rest, Baby!

General Relativity Actionmovie

Seit 25 Jahren beobachten Wissenschaftler der ESO im Sehr Großen Teleskop (Very Large Telescope – heisst so, hab ich mir nicht ausgedacht) in Chile ein paar Sterne im Zentrum unserer Galaxis,… Gib mir den Rest, Baby!

3Dgedruckte Pizzaabstandhalterstühle für Pizzaabstandhaltertische

Boston Pizza hat sich kleine Ministühle zu den Pizzaabstandhaltern für ihre Lieferpizzen angeschafft: „Boston Pizza (a Canadian chain, actually) and John St. oblige with the Pizza Patio Set,… Gib mir den Rest, Baby!

Disenchantment – 4 neue Trailer

Gleich vier neue Character-Trailer zu Disenchantment, Matt Groenings neuer Serie nach den Simpsons und Futurama. Die Teaser zeigen schonmal dasselbe großartige Comedy-Timing und ich bin jetzt… Gib mir den Rest, Baby!

Älteste Bibliothek Deutschlands entdeckt

In Köln haben sie bei Bauarbeiten das Fundament der ältesten Bibliothek Deutschlands freigelegt. Die Überreste des römischen Pergamentrollen-Verleihs sollen weitgehend erhalten bleiben und in einer Dauerausstellung zu sehen sein.

spOnline: Ausgrabungen in Köln – Älteste Bibliothek Deutschlands entdeckt
Kölner Stadtanzeiger: Archäologen entdecken in Köln älteste Bibliothek Deutschlands

[Die Bibliothek] wurde zwischen 150 und 200 nach Christus an der südwestlichen Ecke des Forums errichtet. Marcus Trier, Direktor des Römisch-Germanischen Museums und Leiter der Kölner Bodendenkmalpflege, sagt: „Nach unserem Wissen ist dies hier die erste römische Bibliothek, die sich nachweisen lässt.“ Ziemlich gewiss habe es in Trier eine Bibliothek gegeben, vielleicht auch in Augsburg, Mainz oder Xanten. Aber physisch greifbar ist eine solche römische Bildungs-Einrichtung vorerst nur in der Hauptstadt der Provinz Niedergermanien, in der Colonia Claudia Ara Agrippinensium, in Köln.

Selbstgehäkelte Kuscheldecken als Klimawandel-Datenvisualisierung

Ed Hawkins macht einfache, lokalisierte Datenvisualisierungen der Erderwärmung durch Klimawandel und die wiederum inspirierten Ellie Highwood und Katie Stumpf zu einer gehäkelten Version der schleichenden Umweltkatastrophe. Würde ich direkt selbermachen, wenn ich häkeln könnte, oder kaufen, wenn's nicht so scheiß warm wäre. (via Jason Kottke)

Gib mir den Rest, Baby…

Moos-Skateboard

Großartiger Eintrag in Frog Designs Skateboard-Designwettbewerb von Jung Soo Park: ein Moosdeck.

Skate:Moss was designed for frog's 2nd annual NYCxDESIGN event, DECKxDESIGN. The prompt was to design a skateboard. No rules. All the entries were sold to public through a silent auction, and 100% of the proceeds went directly to ArtStart, a non-profit that brings the creative arts to underserved and homeless youth.

Gib mir den Rest, Baby…

Permanent Filter-Clashes

Bernhard Pörksen von der NZZ über die neue digitale Allsichtbarkeit aller Akteure, die im Zusammenspiel mit Filterblasen zur konstanten Reibung und Entzündung des Diskursraums führt: Die Theorie der Filterblasen ist nicht länger haltbar – Wir leiden bereits unter dem Filter-Clash.

Das Zeitalter der Vernetzung ist das Zeitalter des permanenten Filter-Clash, des Aufeinanderprallens von Parallelöffentlichkeiten und Selbstbestätigungsmilieus. Dies zeigt sich, wenn auf Twitter, dem Nachrichtenkanal für jedermann, in einem einzigen Gesprächsfaden die unterschiedlichsten Positionen sichtbar werden. Und das wird im Falle von Extremereignissen erlebbar, die auf der Weltbühne des Netzes zum grossen Drama explodieren. […]

Wie sollte man damit umgehen? Manche wollen in einer solchen Situation der allmählichen Überhitzung von Kommunikation die Idylle wieder zurück, den geistigen Frieden des Nichtsehens, der doch unter vernetzten Bedingungen kaum noch zu haben ist. Ich selbst meine, dass es schon ein erster Schritt in Richtung einer neuen Aufklärung sein könnte, das Theoriebesteck sorgfältiger auszuwählen, mit dem man die erlebbare Polarisierung ganzer Gesellschaften analysiert. Debattiert man über die Macht von Algorithmen, letztlich über die Dominanz der Maschine über den Menschen, negiert seine Autonomie und damit die Fähigkeit zum verantwortlichen Handeln?

Oder erkennt man an, dass hinter alldem der Mensch steckt, mit seinen Interessen, seinen grossen und kleinen Ideologien, seinen Vorurteilen und seinen selbstgeschaffenen Filterblasen, die in einer vernetzten Welt auf immer andere Filterblasen prallen?

Ich behaupte, dass eine neue Meme-Theorie in Verbindung mit einer spezialisierten Netz-Psychologie dieses humanistische theoretische Werkzeug schaffen kann, in dem sie menschliches Verhalten in den digitalen Räumen nach narrativen und psychologischen Grundsätzen beurteilt und erklärt.

Digitale Medienkompetenz als neuer Pfeiler klassischer Bildung

Der britischen Parlamentsausschusses fordert in einem neuen Bericht (PDF) zu Fake News und den gesellschaftlichen Auswirkungen von Social Media neben mehr Verantwortung der Plattformen und juristischen Frameworks auch die Einführung von digitaler Medienkompetenz als vierten Pfeiler der Schulbildung in den klassischen Kulturtechniken (neben Lesen, Schreiben und Mathematik). Letzteres sehe ich ähnlich, bei neuen juristischen Frameworks für „Fakes auf Plattformen“ bleibe ich skeptisch und sehe eine große Gefahr der Einschränkung von Freiheitsrechten aller Art. (via Ingrid Brodnig)

Hier die Stelle im Bericht über Digitale Medienkompetenz, deren letzter Absatz ziemlich genau wiedergibt, was durch das Netz auf dem Spiel steht: Wahrheit, die öffentliche Wahrnehmung der Realität, Macht und praktisch jeder einzelne Aspekt der Gesellschaft. Infrage gestellt wird das alles durch banale psychologische Mechanismen wie Confirmation Bias in Filterblasen und die mittlerweile verfestigte Netz-Konstante „Shitstorm“ ist lediglich das Symptom dieser immer weiter voranschreitenden Tribalisierung durch diese Mechanismen, verstärkt durch Vernetzung und Social Media.

234. The point of social media is to interact with other people, and to share ideas. Dr Caroline Tagg, from the Open University, carried out research that showed that people use Facebook to maintain social relationships, and to many people Facebook was not seen as a news media site, but “a place where they carry out quite complex maintenance and management of their social relationships”.

235. Within those social relationships, people tend to connect and want to spend time with others who share their same views and interests, which is when the spread of misinformation can happen so quickly. Professor Lewandowsky, from the University of Bristol, told us about an Australian study on climate change:

Only 8% of people were found to completely negate the idea that the climate is changing but those 8% thought that their opinion was shared by half the population and that was because they were all in this echo chamber and talked to each other and felt their opinions confirmed. I think that is a novel problem that is inherent to the technology. That people think, whatever they think, everybody else thinks the same way.

236. This dependency and reliance on social media comes with worrying consequences, as Tristan Harris told us:

There are many different issues emerging out of the attention economy. The externalities range from public health, addiction, culture, children’s well-being, mental well-being, loneliness, sovereignty of identity and things like that to election democracy, truth, discernment of truth and a shared reality, anti-trust and power. There are multiple issues. There are even more, because when you control the minds of people, you control society. How people make sense of the world and how they make choices are what ID is, and that can affect every aspect of society.