Consciousness-Shwing: Vibrations-Theorie des Bewusstseins

Tam Hunt über ihre Resonanz-Theorie des Bewusstseins, die sie mit Jonathan Schooler an der Uni California ausarbeitete. Sie lösen das Leib-Seele-Problem auf, indem sie den metaphysischen Raum im physischen Raum einbetten und Bewusstsein als physikalische Eigenschaft definieren, die sich aus synchronisierter Vibration ergibt. Synchronisierte Hirnwellen erzeugen dann nicht nur unser menschliches Bewusstsein, sondern es macht auch „bewusste Gegenstände“ möglich – ein Molekül hat nach dieser Theorie ebenfalls ein „Bewusstsein“, nur eben ein sehr kleines, das mit ein paar Atomen rudimentär vor sich hin schwingt und syncht.

Beim Menschen sind es Millionen von Nervenzellen bestehend aus Gigantozillionen von Molekülen, die in verschiedensten Synchronisationsformen und Konstellationen das komplexeste Bewusstsein hervorbringen, das wir (bislang) kennen. Ich mag diese Theorie und interessiere mich vor allem für die Synchronisation. Denn diese Theorie kann dann auch erklären, wie sich Bewusstseine beeinflussen – indem ihre Schwingungen die Wellenformen der anderen Bewusstseine beeinflussen, genau wie sie die konzentrischen Kreise der Wellen in einem See beeinflussen, in den man 2 Steine wirft.

Weitergedacht kann diese Theorie ein kollektives Bewusstsein einer Gesellschaft beschreiben, deren Synchronisation der einzelne Akteure durch Massenmedien erfolgt, seit ein paar Jahren durch Internet und „Soziale“ Medien. Die Synchronisation der einzelnen Bewusstseine erfolgt durch emotional verursachte chemische Prozesse im Gehirn und diese werden hervorgerufen durch Narrative, Stories und Meme und durch die relativ banalen Faktoren der Erhöhung von Geschwindigkeit und Narrativ-Masse wird diese Synchronisations-Eigenschaft des gesellschaftlichen Kollektivbewusstseins erstmals sichtbar. Memetik beschreibt dann die Wirkungen und Ursachen dieser gesellschaftlichen Bewusstseins-Synchronisation.

Live Science: Could Consciousness All Come Down to the Way Things Vibrate?

Something interesting happens when different vibrating things come together: They will often start, after a little while, to vibrate together at the same frequency. They “sync up,” sometimes in ways that can seem mysterious. This is described as the phenomenon of spontaneous self-organization.

Mathematician Steven Strogatz provides various examples from physics, biology, chemistry and neuroscience to illustrate “sync” – his term for resonance – in his 2003 book “Sync: How Order Emerges from Chaos in the Universe, Nature, and Daily Life,” including:

– When fireflies of certain species come together in large gatherings, they start flashing in sync, in ways that can still seem a little mystifying.
– Lasers are produced when photons of the same power and frequency sync up.
– The moon’s rotation is exactly synced with its orbit around the Earth such that we always see the same face.

Neuroscientists have identified sync in their research, too. Large-scale neuron firing occurs in human brains at measurable frequencies, with mammalian consciousness thought to be commonly associated with various kinds of neuronal sync. […]

The central thesis of our approach is this: the particular linkages that allow for large-scale consciousness – like those humans and other mammals enjoy – result from a shared resonance among many smaller constituents. The speed of the resonant waves that are present is the limiting factor that determines the size of each conscious entity in each moment.

As a particular shared resonance expands to more and more constituents, the new conscious entity that results from this resonance and combination grows larger and more complex. So the shared resonance in a human brain that achieves gamma synchrony, for example, includes a far larger number of neurons and neuronal connections than is the case for beta or theta rhythms alone.

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