Tyler Cowen interviews Jordan Peterson

Well known Economist Tyler Cowen (Bloomberg, Marginal Revolution) interviews Jordan Peterson about everything from Communism to Marriage and Fame to the Intellectual Dark Web. You have to praise Cowen for that question alone: „Your peers in the Intellectual Dark Web — the best of them — what is it they’re wrong about?“

MP3: CWT-060-JordanPeterson-podcast-v1.mp3

Below from this Transcript is Petersons take on communism as a non-playable game compared to western society as a playable game. I think it’s an incredible smart take and he’s precicely correct. I also think that this is why social democracy always has the real advantage agains both socialism and communism on one hand and unregulated neoliberalism on the other hand, because that unregulated neoliberalism is a game that simply is too hard and fast for large parts of society to play.

Perception is an unbelievably deep mystery. So you interpose a very deep structure between you and the world, and that structure has — what would you call it? You can differentiate it into its subcomponents. And what appears to me to be at the base of that structure, conceptually, is something approximating a narrative. There’s various ways of looking at it. You can think about it as a shared game. But narrative, I think, is the best way of thinking about it.

And I never came across anybody who had a deeper understanding of narrative than Carl Jung. So his work was unbelievably influential for me, partly because it was through Jung that I started to understand the metaphysics of the idea of the sovereignty of the individual, which I think is the great Western idea, that the fundamental perceptual — what would you say? — that the most appropriate perceptual framework for a social interaction at the familial and the community level is to view each individual as unique and sovereign.

When I wrote my first book, which was Maps of Meaning, I was very curious about whether the tension between the communist viewpoint and the Western viewpoint, roughly speaking, was merely a matter of opinion, which is something you might think if you were a moral relativist, or perhaps even a postmodernist — that there’s a multitude of ways that you can set up a society and they’re each equally, arbitrarily valuable. And there’s an infinite set of methods by which a society might be generated. That’s one hypothesis.

As I got deeper and deeper into the analysis of both systems, I thought, “No, that’s just wrong.” There’s some things that the West got. What we designed in the West is a playable game, technically speaking, and what was designed by the communists was a nonplayable game. It was destined to degenerate across time because it couldn’t function in a real-world environment. It was an abstraction that couldn’t maintain itself if it was iterated.

Journalists better do their jobs and take a closer look at the guy rather than going the lazy ass route calling him a rightwinger for some cheap twitter karma.

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12 Kommentare zu “Tyler Cowen interviews Jordan Peterson”

  1. auch wenn ich oft (vor allem im letzten jahr) nicht deiner meinung bin (oder gerade deswegen), schaue ich regelmäßig gern auf nc.
    ohne jetzt auf j.p. oder diesen artikel eingehen zu wollen, will ich einfach nur sagen:
    schön, daß du wieder da bist!

  2. ehrlich gesagt beläuft sich die kommunismuskritik
    auf ein minimum bei ihm
    klar playable game, was ist kein playable game?

    peterson is definitiv konservativ und eher rechts als links
    finde in manchen diskussionen seinen ansatz ok
    aber wozu brauch ich familie und vater staat
    das ist soch alles affirmation des bestehenden
    und keine antworten auf ungleichheit und unterdrückung
    aber ja long story

    1. >klar playable game, was ist kein playable game?

      Kommunismus eben. Ergibt durchaus Sinn, durch Planwirtschaft und festgeschriebene gesellschaftliche Rollen fällt eine Menge Verhandlungsspielraum unter den Individuen weg und die Gesellschaft ist nicht mehr „spielbar“.

      >peterson is definitiv konservativ und eher rechts als links

      Ein Befürworter von Universal Health Care, universellen Menschenrechte und Migration ist für Dich also rechts, weil er modernen Feminismus harsch kritisiert und ein psychologisch geschultes Auge auf die „Emanzipation“ wirft. Aha. Ich unterstelle Dir hiermit ein unterkomplexes Weltbild.

      >das ist soch alles affirmation des bestehenden und keine antworten auf ungleichheit und unterdrückung

      Affirmation des Bestehenden ist eine konservative Haltung, die zunächst nicht per se schlecht ist. Wir können uns ruhig auch mal zurücklehnen und die gesellschaftlichen Fortschritte der letzten 50 Jahre betrachten und zu dem Schluss kommen: Ja, das ist schon cool und es ist definitiv werd, dieses Bestehende zu affirmieren und zu bewahren, gell?

      Die Antwort auf Ungleichheit und Unterdrückung ist jedenfalls nicht mehr das alte, anachronistische Gewäsch von „Revolution“ und „Überwindung des Kapitalismus“. Grade angesichts des Klimawandels, in dem eine global kooperierende Bewegung benötigt wird, brauchen wir ein flexibles Gesellschaftsmodell, in dem große Gruppen lose miteinander verhandeln können. Der Kapitalismus bietet hierfür ein brauchbares Modell, dafür muss er aber reformiert werden.

      Und jetzt wirds richtig lustig: Eine dieser Reformen wäre eine faire, angemessene Besteuerung von Reichen und Unternehmen, die man auch gerne mal richtig hart in die Mangel nehmen könnte. Ich schätze mal, wir zwei können uns darauf einigen. Das aber wäre ein Rückschritt in alte Zeiten. Reaktionär sogar im Angesicht des Neoliberalismus. Die Antwort auf Ungleichheit und Unterdrückung ist also Reaktion und Rückwärtsgewandheit und das steht nicht im Konflikt zu den Aussagen von Peterson, aber sehr wohl im Konflikt mit den Aussagen vieler Linker, die halt nach wie vor Pauschalismen von sich geben und von „Revolution“ schwafeln, aber keinen blassen Schimmer haben, was sie damit eigentlich wirklich meinen.

      „Long Story“, genau, und die Linke liest immer noch Marx. Get over it.

      1. Den letzten Teil deines Comments verstehe ich nicht, Rene. Inwiefern wäre denn die Besteuerung von Reichen und Unternehmen ein Rückschritt in alte Zeiten?

        1. Die Steuersenkungen wurden nach der Denkrichtung der Chicago School, vor allem vertreten durch Milton Friedman in den 70er und 80er Jahren durchgeführt, Neoliberalismus eben. Eine Besteuerung nach vorher gängigen Tarifen und wirtschaftlichem Denken wäre ein Rückschritt in alte Zeiten, in eine Prä-Thatcher/Reagan-Ära sozusagen.

          1. Wäre das so schlimm ?
            Wenn man den alten Legenden glaubt dann sind GB und USA vor Thatcher und Reagen sozialdemokratische Musterländer gewesen in denen alle bestens lief…
            Und dann haben die Menschen ganz spontan und ohne jeden Grund die Neoliberalen gewählt und alles wurde schlechter…

            Auch in Deutschland gab es ja vor den neoliberalen Harzt IV Reformen keine Armut, keine Arbeitslosigkeit ect… und die staatlichen Dienstleister wie Bundespost sind für ihre Kundenfreundlichkeit berühmt gewesen.

            Die Frage ist allerdings ob der Staat mit den Steuersätze und Steuerrecht der guten alten Zeit wirklich mehr Einnahmen generiert.
            Das gleiche gilt für die “faire Besteuerung” der Reichen und Unternehmen.
            Wer sein Haus pflegt und renoviert und damit den Wert erhält oder sogar steigert muß natürlich mehr Steuern zahlen als jemand der es verkommen lässt. Weil fair und so…
            Und weil jeder Ausnahmefall fair besteuert werden soll gibt es dann Ausnahmeregelungen die teuer geprüft werden müssen so das am Ende doch nicht so viele Einnahmen zusammen kommen.

          2. Nein nein, das wäre gar nicht schlimm, auch wenn ich den Sarkasmus in Deinem Kommentar sehr wohl rauslese 😉 Vielleicht können wir uns einigen, dass eine „faire Besteuerung“ der Reichen und der Unternehmen damit beginnt, dass sie überhaupt Steuern zahlen und nicht durch originelle Verrenkungen keinerlei Beitrag zum Gesellschaftsvertrag leisten, weshalb Dein darauf folgendes Gleichnis mit dem gepflegten/verkommenen Haus in meinen Augen ziemlich weit hinkt.

            Und sich gegen eine hohe Besteuerung hoher Vermögen mit den Kosten von Ausnahmefallregelungen auszusprechen ist ja wohl ein Witz, mein Lieber.

          3. Ich bin mir ziemlich sicher das Unternehmen Steuern zahlen. Auf den Rechnungen die ich erhalte wenn ich etwas kaufe ist Umsatzsteuer aufgeführt, und für die Grundstücke auf denen sich die Firmen befinden wird auch Grundsteuer fällig.
            Bei AGs kann man zudem in den Quartals- und Jahresabschlüssen nachlesen wieviel Steuern sie gezahlt haben.
            Ich frage mich auch wie es sein kann das 50% des Aufkommens der Einkommenssteuer von nur 10% der Steuerpflichtigen geleistet wird wenn die Reichen keine Steuer zahlen ?

            Und warum sind die Kosten von Ausnehmeregelungen ein Witz ? Genau solche Ausnahmeregelungen werden gezielt genutzt die Steuerlast zu drücken. Bestes Beispiel: die Filmfonds die als “Stupid German Money” in Hollywood berühmt geworden sind.

        2. Unternehmen kann man nicht besteuern denn Unternehmen zahlen keine Steuern. Genauso wie Häuser, Autos, Grundstücke keine Steuern zahlen. Menschen zahlen steuern, sonst niemand. Unternehmens-Steuern sind nicht ehrlich.

        3. Ja klar kommunismus ist natürlich nicht die einzige möglichkeit,
          aber wahrscheinlich die beste um kapitalismus zu “reformieren”.
          klar am ende wird es nicht DIE revolution geben , denn das wär schlimm,
          aber ehrlich gesagt sehe ich keine großen Veränderungen ins Gute.
          Reformen agieren doch auch nur auf dem Niveau des machbaren
          angefeuert von utopischen Gedanken.
          und keine Ahnung ich wollte kein Fass aufmachen
          bin bestimmt kein Stinolinker
          mit Patches und Molotow
          oder sonstewas
          aber DInge passieren und man hat eine Meinung dazu.
          Besser könnte es immer sein.
          Roboterkommunismus oder Aliens

      2. »(…) die gesellschaftlichen Fortschritte der letzten 50 Jahre betrachten und zu dem Schluss kommen: Ja, das ist schon cool und es ist definitiv werd, dieses Bestehende zu affirmieren und zu bewahren, gell?«

        Haha, Nein.

        Die »die gesellschaftlichen Fortschritte« der letzten 50 Jahre waren absolut katastrophal. Was fortschrittlich sein soll, unseren Frauen zu erlauben, ihre Kinder zu töten erschliesst sich mir nicht. Und nicht nur das: wir haben sie so konditioniert, dass sie das für ein Menschenrecht halten und regelrecht hysterisch werden, sobald jemand dies kritisiert.

        Auch die Unart alle Menschen gleich zu behandeln und – egal, wo sie sich befinden – mit gleichen Rechten auszustatten ist – gelinde gesagt – komplett absurd. Die Menschen sind nicht alle gleich! Ich kann zum Beispiel in Kambodscha kein Land kaufen. Dazu habe ich kein Recht. Und warum ist das so? Weil ich kein Kambodschaner bin. Und mit »Kambodschaner« ist dort eine ethnische Kategorie, ganz, wie es sich gehört. Die spielen da keine dämlichen Pass-Spielchen.

        Also: Ein Fortschritt? Ja, ein Fortschritt ins Nichts.
        Na vielen Dank.

        1. Ich glaube, dies ist mit Abstand Dein intellektuell dümmster Kommentar.

          1.) Dein Argument gegen die Abtreibung ist ein religiöses. Du möchtest Abtreibung prinzipiell verbieten, dafür benötigt es den Glauben an die menschliche Seele, die ab Befruchtung des Eis durch die Samenzelle im Zellteilungsprozess mitwächst. Ohne diese Seele ist das erstmal nur ein Zellhaufen, bis ab circa Monat drei sowas wie ein Bewusstsein mitwächst. Deshalb entscheidet der Gesetzgeber, dass der Zellhaufen bis Monat drei zum Körper der Frau gehört und erst danach ein unterscheidbares Leben entsteht. Da der Körper der Frau immer noch ihrer ist, kann sie selbst entscheiden, was sie mit ihrem Zellhaufen im Bauch tut. Oder eben nicht, laut M, denn der Zellhaufen ist beseeltes Fleisch von Gottes Gnaden und ab Befruchtung zu schützen und jede Abtreibung wäre dann in der Tat logisch ein Mord. Ich bestreite das, aber man kann so argumentieren, wenn man religiös ist oder so tut oder den Mechanismus als Antilinksbullshit nutzen will. Deshalb ist Dein Kommentar aber noch nicht dumm, Dein Kommentar ist dumm, weil:

          2.) Die Gleichbehandlung aller Menschen beruht auf der Gleichheit aller Seelen vor Gott, hat Kant vor paarhundert Jahren bereits logisch hergeleitet und das Prinzip fand auf dieser Basis den Weg in die Menschenrechte und in die Verfassung der Bundesrepublik. Wenn nun also jegliche Abtreibung illegal sein soll, aus oben dargelegten religiösen Gründen, da eine Seele existiert (andere Argumente sind nicht schlüssig, außer natürlich die Full Nazi Mode-Argumentation, jeder Fötus ist ein potenzieller Krieger und so weiter), musst Du auch für die Gleichheit aller Menschen und die Menschenrechte anerkennen. Das eine geht nicht ohne das andere und deshalb ist dieser Kommentar echt nicht durchdacht und echt ziemlich dumm.

          Aber ich mag Dich trotzdem aus irgendwelchen Gründen, die mir selber nicht so ganz klar sind. Bussi! <3

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