Outrage-Junkies get their hit

Interessante Formulierungen über Outrage Addiction von einem Opfer eines autoritärfeministischen Mobs, die es wagte, eine Youtube-Serie über die Selbstjustiz-Exzesse von #MeToo zu starten. Interessantes Detail: Die Hetze ging von einer einzigen Person aus, die ihre Peers und lokale Presse aktivierte, die den Outrage-Clickbait dankbar aufnahm. Der Internet-Mob visierte schließlich das Restaurant ihres Mannes an, das nun vor der Pleite steht.

Hieran zeigt sich sehr schön, wie die Aktionen von einzelnen Personen kaskadenhafte Auswirkungen haben können, die die ganze lokale Community wie nationale Gesellschaft erfassen können, aufgrund des emotionalen Ausbruchs einer einzigen Person in einer neuartigen Mediengesellschaft, die auf solche emotionalen Ausbrüche bislang vor allem mit passioniertem Schutz von vermeintlichen Opfern reagiert und wo noch jegliche Mechanismen zu Überprüfung von Sachverhalten fehlen und möglicherweise auch unmöglich zu installieren sind, denn die Kommunikation und die Empörungswellen verbreiten sich schlichtweg zu schnell, eben weil die Sachverhalte meistens emotional aufgeladen sind. Genau deshalb tendiere ich derzeit dazu, jeglichen Online-Aktivismus abzulehnen, aber eine Lösung ist das selbstverständlich nicht.

This is the current pitch of outrage culture, where voicing an opinion someone says she sees as a threat qualifies you for instant annihilation, no questions asked. Why ask questions, when it’s more expedient, maybe more kickass, to turn anything you might disagree with into an emergency?

A sense of emergency is what people on all sides have developed an addiction to. Show us the next person to hate and we are so there; we take an animalistic pleasure in destroying the kid in the MAGA hat, in fashioning a decades-old interview with John Wayne into a knife with which to posthumously eviscerate the actor. And then we look for the next target.

Because we need that next hit, we need it right now. Being in a constant state of emergency — a condition in which people notoriously make terrible decisions — is like having a fire raging inside the body, one that needs to be fed. It needs new fuel, and so we seek new enemies.

Meanwhile some of us are watching from the sidelines, trying to stay out of the way, hoping not to be next. (Good luck with that.)

Maybe the fractiousness in which we are currently living, people sectioning themselves into smaller and smaller tribes, is a side effect of the addiction. It needs an unlimited supply of people to hate, and the smaller the in-group, the larger the potential enemy pool. That this creates rancor and instability for everyone is a price addicts are willing to pay; indeed, it may taste like victory.

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