Mikroplastik in sechs der tiefsten Tiefseegräben der Welt gefunden und in *allen* untersuchten Tieren am Grund des Mariannengrabens

28. Februar 2019 10:14 | #Meer #Plastik #Umwelt

Seit Jahren gibt es Funde von Plastik an den tiefsten Stellen des Meeres. Man hat Mikroplastik in Tieren in der Tiefsee gefunden und Plastiktüten in 11.000 Metern Tiefe am Grund des Mariannengrabens.

Bereits vor zwei Jahren konnte der britische Ozeanologe Alan Jamieson nachweisen, dass die 30 tiefsten Meeresgräben und die Tiere darin so schadstoffbelastet sind, wie sonst nur in der Nähe von Industriegebieten. Nun hat Alan Jamieson eine neue Studie vorgelegt und sie ist noch einmal beunruhigender: Sie finden Mikroplastik mittlerweile in allen untersuchten Tiefseegräben, im am wenigsten verschmutzten Wasser hatte die Hälfte aller Tiere Mikroplastik verschluckt und am Mariannengraben waren alle untersuchten Tiere plastikverseucht.

The Atlantic: A Troubling Discovery in the Deepest Ocean Trenches

Paper: Microplastics and synthetic particles ingested by deep-sea amphipods in six of the deepest marine ecosystems on Earth

“The worst example I saw was a purple fiber, a few millimeters long, tied in a figure-of-eight in an animal no longer than a centimeter,” Jamieson says. “Imagine if you swallowed a meter of polypropylene rope.”

If trenches from places as distant as Japan, Peru, and New Zealand can be contaminated, it’s likely that humanity’s plastic fingers have stretched into every part of the ocean, including habitats we have barely begun to understand. No marine ecosystem is untouched. “It builds upon a growing body of evidence suggesting that the deep sea, by far the largest habitat on the planet, may very well be the largest reservoir of plastic waste on the planet,” says Anela Choy from the University of California at San Diego.

“It’s not a good result,” Jamieson adds. “I don’t like doing this type of work.”

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