The Prodigy-Sänger Keith Flint R.I.P.

4. März 2019 15:20 | #Musik #Prodigy #RIP #Techno

Keith Flint ist im Alter von nur 49 Jahren gestorben. Der Sänger von The Prodigy wurde tot in seiner Wohnung in Essex aufgefunden. Laut Liam Howlett nahm sich Flint das Leben.

“It is with deepest shock and sadness that we can confirm the death of our brother and best friend Keith Flint,” said the surviving Prodigy members Liam Howlett and Maxim Reality in a statement. “A true pioneer, innovator and legend. He will be forever missed. We thank you for respecting the privacy of all concerned at this time.”

In an Instagram post, Howlett added: “The news is true. I can’t believe I’m saying this but our brother Keith took his own life over the weekend. “I’m shell shocked, fuckin angry, confused and heart broken.”

The Guardian, NME, The Prodigy Instagram, Twitter

Ich habe The Prodigy zum ersten mal 1993 live gesehen, auf der Mayday in Dortmund. Das war noch vor ihrem Mainstream-Durchbruch mit Music for the Jilted Generation und ihrem ersten Hit Voodoo People, kurz nachdem sie ihr erstes Album Experience veröffentlicht hatten und mit Charly und Out Of Space erste Radioplays erhielten, aber dennoch weiter als Happy Hardcore-Underground-Act damals bereits eine völlig wahnsinnige Show ablieferten.

Dann kam motherfucking Firestarter und alles war anders.

Ab da war Flint der Frontmann und auf die Rolle des Wahnsinnigen abonniert und seine Frisur hatte er auch nie wieder geändert.

Ich habe The Prodigy dann jahrelang nicht mehr gesehen. Sie mögen auf einem der vielen Raves aufgetreten sein, die ich über die Jahre besuchte, aber sie juckten mich nicht mehr besonders. Dann im Jahr 1998 noch einmal Rock am Ring, eine Band kurz nach dem Zenit. Satt und aufgebläht, Flinty im Pelzmantel. Keine Moves mehr.

Ich habe dann ab 2010 ein paar ihrer Singles aus ihren Remake-Bemühungen gehört und fand sie okay. Die Energie, dieser einmalige Ausbruch der rohen, sonischen Gewalt gepaart mit Bounce und Breaks, funktionierte nur zu einem einzigen Zeitpunkt in den frühen Neunzigern und danach nie wieder. Flint verkörpert diese Zeit wie kein zweiter, grade für diese Spielart englischer Breaks, der Bastard aus Jungle und den Vorläufern der Big Beats.

Mit Flint stirbt eine stilbildende Ikone der 90er. Mach’s gut, Keith, und danke für die Kopfnüsse.

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