Neue Qualle mit magischem Arschloch

8. März 2019 17:52 | #Anatomie #Tiere #Wissenschaft

Sidney Lamm vom Labor für Meeresbiologie in Massachusetts hat eine neue Rippenquallen-Art mit magischem Arschloch identifiziert, die anscheinend eine Zwischenstufe der Evolution des Anus darstellt und neue Erkenntnisse über die Entwicklung des Verdauungstrakts liefern kann.

Das Tier hat ein Arschloch, das sich nur formt, wenn es scheißen muss. Wenn es nicht scheißen muss, bildet sich das Arschloch komplett zurück und bildet sich bei jedem Scheißvorgang neu. Das Arschloch verschwindet so komplett, selbst unter dem Mikroskop ist kein Darmausgang zu erkennen. Ein komplett verschwindendes Arschloch. Ich finde das höchst bemerkenswert.

Im Bild links: Die Rippenqualle vor dem Scheißen ohne Arschloch, im Bild rechts: Die Qualle kurz nach dem Scheißen mit Arschloch. Es ist wirklich sehr erstaunlich.

New Scientist: Animal with an anus that comes and goes could reveal how ours evolved
Paper: Defecation by the ctenophore Mnemiopsis leidyi occurs with an ultradian rhythm through a single transient anal pore

It has been known since 1850 that comb jellies – which superficially resemble jellyfish, but belong to a separate group called ctenophores – have a through-gut, with a separate mouth and anus. Some even have more than one anus.

But when Tamm studied the warty comb jelly (Mnemiopsis leidyi), he could not find its anus. Only when the animals are actually defecating does a tiny opening appear – and it disappears again straight afterwards. “It is not visible when the animal is not pooping,” says Tamm. “There’s no trace under the microscope. It’s invisible to me.”

His observations show there is no permanent connection between the gut and the rear of the body. Instead, as waste accumulates, part of the gut starts to balloon out until it touches the outer layer, or epidermis. The gut then fuses with the epidermis, forming an anal opening. Once excretion is complete, the process is reversed and the anus vanishes.

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