Alejandro Jodorowskys „Der Wüstenplanet“-Portfolio wird versteigert für 46.000 Dollar

11. März 2019 1:58 | #Bücher #Literatur #Sammlung

Das Auktionshaus Heritage verkauft grade seltene Erstausgaben aus der Otto Penzler Collection of Mystery Fiction und ich hätte gerne alle, besonders aber das hier:

Unter anderem kann man dort eins von nur 20 produzierten Portfolios ersteigern, mit denen Alejandro Jodorowsky damals Finanziers für seine nie gedrehte Verfilmung von Dune – Der Wüstenplanet überzeugen wollte. Diese 20 Bücher sind einige der ganz wenigen erhaltenen Artefakte zu dieser Film-Legende und Heritage konnte bis auf eine Ausnahme kein weiteres erhaltenes Exemplar (online) finden. Das Buch kostet deshalb auch nur 46.000 Dollar.

The story of Alejandro Jodorowsky’s attempt to bring Dune to the screen is now legendary. Jodorowsky (b. 1929) is a Chilean filmmaker known for his avant-garde style. In 1974, Jodorowsky was hired by a French film consortium to adapt and direct Frank Herbert’s classic science fiction novel, Dune (1965) for the big screen. Jodorowsky threw himself into the project, hiring artists Moebius (Jean Giraud), Chris Foss, and H. R. Giger to design costumes, sets, spaceships, and props; he also hired Dan O’Bannon (this was several years before O’Bannon wrote the screenplay for Ridley Scott’s Alien (1979)) to provide special effects.

He had also approached Orson Welles to play the villain Baron Vladimir Harkonnen, and tried to get his friend Salvador Dalí to play the mad Emperor Shaddam IV (Dalí’s money demands were much too high, and Dalí’s madness was a bit too much, so he was dropped from the project). Jodorowsky had also planned to cast his son, Brontis (nine years old at the time) to portray the young Paul Atreides. He had also planned to have Pink Floyd and the French prog-rock band Magma to write the music.

Unfortunately, the film was only budgeted at $9.5 million, and Jodorowsky spent $2 million of it on pre-production, which included a fourteen-hour script (Herbert referred to the script as a “phonebook” – possibly referring to this storyboard book.) When no studio or investor could be found to complete the financing, the project collapsed. This thick storyboard book is one of the few surviving artifacts of that doomed but fascinating production.

Außerdem stehen zur Versteiferung drei Erstausgabe von Lord of the Rings, die erste illustrierte Ausgabe von Mary Shelleys Frankenstein aus dem Jahr 1831 und H. G. Wells. The Island of Doctor Moreau, jede Menge Crime-Klassiker von The Thin Man bis The Postman always rings twice, die Original-Serial-Ausgabe von Sir Arthur Conan Doyles Sherlock Holmes-Büchern, die ursprünglich als Fortsetzungsgeschichten in Pulp Magazinen veröffentlicht wurden, die Erstausgaben von Asimovs Foundation-Trilogie, Huxleys Brave New World, George Orwells 1984 und Animal Farm, die Erstausgabe von Fänger im Roggen, als Salinger noch als aufstrebender Happy-Author im Buchumschlag von seinen Kurzgeschichten im New Yorker erzählte, nur um sich nach der Veröffentlichung des Buches weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen, die Erstausgaben von Wizard of Oz, von Alice in Wonderland inklusive Widmung des Autors Lewis Carrol und, selbstverständlich für eine Auktion seltener Bücher, Maurice Sendaks selbstbemalte Kuh voller Monster aus Where the wild Things are.

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1 Kommentare zu “Alejandro Jodorowskys „Der Wüstenplanet“-Portfolio wird versteigert für 46.000 Dollar”

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  1. In Sachen Dune. Bei ARTE läüft noch bis 16.03. -> https://www.arte.tv/de/videos/078721-000-A/jodorowsky-s-dune/

    Geil fand ich die Idee, Salvador Dali für Dune zu engagieren. Der so in etwa: “Ich mach nur mit, wenn ich ne Giraffe bekomme. Nee, nen Hubschrauber. Nee, ich will der bestbezahlte Schauspieler sein.” Die anderen: “Okay, Du bekommst 100.000 Dollar pro Minute”.

    Hier noch das Zeug worums geht: https://oldspice.com/en

    Have Fun