93% aller Farbkleckse sind gültiger Perl-Code

5. April 2019 12:32 | #Fun #Programmierung

Ich habe selbst keine wirkliche Ahnung von Perl-Code, weiß aber dass ich mit meinen rudimentären C64-Assembler-Kenntnissen oft genug vor Programmzeilen saß und mir nur „Heilige Scheiße was soll das“ dachte. Die Programmiersprache Perl gilt aufgrund seiner ihrer exzessiven Nutzung von sogenannten Sigils (die Zeichen $@%&* zur Deklaration von Variablen) und seiner Fähigkeit, Zeichenketten ohne Gänsefüsschen zu deklarieren, als Programmiersprache, die besonders hässlichen Code erzeugt. So ist zum Beispiel

@P=split//,".URRUU\c8R";@d=split//,"\nrekcah xinU / lreP rehtona tsuJ";sub p{@p{"r$p","u$p"}=(P,P);pipe"r$p","u$p";++$p;($q*=2)+=$f=!fork;map{$P=$P[$f^ord($p{$_})&6];$p{$_}=/ ^$P/ix?$P:close$_}keys%p}p;p;p;p;p;map{$p{$_}=~/^[P.]/&&close$_}%p;wait until$?;map{/^r/&&<$_>}%p;$_=$d[$q];sleep rand(2)if/\S/;print

valider Code.

Im Februar frage nun Jake Archibald, ob es überhaupt möglich sei, Farbe an eine Wand zu schmieren, ohne validen Perl-Code zu erzeugen und diese Frage wurde nun von Colin McMillen und Tim Toady in einem neuen Paper untersucht. Ihre Antwort: 93% aller Farbkleckse, die durch eine Texterkennung in Schrift konvertiert werden, erzeugen validen Perl-Code. Es ist also möglich, Farbe an eine Wand zu schmieren, ohne valide Perl-Programme zu schreiben, es ist aber sehr unwahrscheinlich. 100% aller Batik-Shirts würden dem zustimmen.

Hier alle untersuchten Farbkleckse inklusive validem Perl-Code.

While we successfully found valid Perl programs in 93 of 100 input images, all of these programs are uninteresting; they don’t actually seem to do anything when executed. However, some of them do evaluate to a value, which is then discarded without being displayed.

We therefore passed each valid program into Perl’s eval() function and printed out the result of evaluating it. Many of these are simple integer literals. Figure 2 shows an input image which is read by OCR as the string “35”, which evaluates to the number 35 when parsed by Perl. […]

In all, the dataset contains 20 images which can be parsed as numeric literals. An interesting thing about these images is that they’re not particularly Perl-specific; for example, the program shown in Figure −3 also evaluates as the number −3 in Python (and presumably several other programming languages.) […]

The remainder of the valid Perl programs are mostly valid due to a Perl language feature that is not commonly present in most programming languages. Namely, Perl has a feature called “unquoted strings”, in which a sequence of alphanumeric characters by itself is parsed as though it were a quoted string.

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2 Kommentare zu “93% aller Farbkleckse sind gültiger Perl-Code”

  1. Warum verbreitest du am 5. noch diesen Aprilscherz?
    Hat 5 Sekunden gedauert um zu sehen das es am 1. April veröffentlicht wurde.

    1. Die Sigbovik ist eine valide Fun-Konferenz in Pittsburgh und diese Fun-Studie war ein Vortrag dort. Sie ist selbst kein Aprilscherz, sondern einfach nur ein Scherz. Zieh mal den Stock raus.

Kommentare sind geschlossen.


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