Katie Bouman, the Algo-Queen of Black Holes (UPDATE)

[update] Während Katie Bouman tatsächlich einen Algorithmus zur Berechnung von Black Hole-Pics entwickelte, war es nicht ihr Algorithmus, der im finalen Ergebnis benutzt wurde. Mal wieder eine emotional gesteuerte Fehlleistung des linken Medienschwarms.

Dr. Bouman, who will soon become an assistant professor at the California Institute of Technology, indeed played a significant role in the imaging process, which involved researchers breaking up into teams to map the data and compare and test the images they created.

While she led the development of an algorithm to take a picture of a black hole, an effort that was the subject of a TED Talk she gave in 2016, her colleagues said that technique was not ultimately used to create this particular image.

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Gestern wurde das erste Bild eines Schwarzen Lochs veröffentlicht und maßgeblich beteiligt an dieser wissenschaftlichen Sensation war Katie Bouman, deren Team den Algorithmus entwickelte, der die hundertdrölfmillionen einzelnen Datenpunkte der 8 Teleskope zu einem Bild zusammenrechnete einen Algorithmus entwickelte, der zwar nicht dieses Bild berechnete, aber seinen Teil zum Entwicklungsprozess beitrug.

Ich liebe den Shot von ihr vor den 64 Festplatten voller Daten, die später von ihrem Algorithmus zusammengefügt wurden. Und den Shot von ihr während der ersten Berechnung des Pics ebenfalls. Ich stelle mir jetzt vor, wie sie mit dem ollen Stephen Hawking und einem gut gekühlten Pils in der Kneipe am MIT in Boston auf ihre schwarzen Löcher anstoßen. Bravo!

Hier ein alter Artikel des MIT über ihre „method to image black holes“, unten ihr Vortrag bei der TED-Konferenz.

Researchers from MIT’s Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory, the Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics, and the MIT Haystack Observatory have developed a new algorithm that could help astronomers produce the first image of a black hole.

The algorithm would stitch together data collected from radio telescopes scattered around the globe, under the auspices of an international collaboration called the Event Horizon Telescope. The project seeks, essentially, to turn the entire planet into a large radio telescope dish.

“Radio wavelengths come with a lot of advantages,” says Katie Bouman, an MIT graduate student in electrical engineering and computer science, who led the development of the new algorithm. “Just like how radio frequencies will go through walls, they pierce through galactic dust. We would never be able to see into the center of our galaxy in visible wavelengths because there’s too much stuff in between.”

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3 Kommentare zu “Katie Bouman, the Algo-Queen of Black Holes (UPDATE)”

  1. 8 Teleskope?
    64 Festplatten?
    Und das alles um ein Foto meiner Hosentasche zusammenzurechnen?

    Bin gespannt was se als nächstes ausheckt 😉

  2. Interessanter Talk. Ich verstehe habe nicht so ganz, (oder auch nicht wirklich halb) was sie da berechnet haben.
    Es scheint, als hätten sie in millionen rauschenden Bildern wiederholenede Strukturen gesucht bis sie etwas hatten das so aussieht wie ein schwarzes Loch, right? Dann wäre das Bild ja doch (“nur”) eine Synthese? right? Ich dachte sie hätten das Motiv schon direkt so aufgenommen und in unser sichtbares Spektrum verschoben.

    1. Ich stelle mir das eher so vor, dass einzelne Radiowellenpunkte, so ähnlich wie einzelne Pixel in einem Megapixelbild, von einem räumlich begrenzten Raum geschossen wurden. Diese werden dann später punkt für punkt, so ähnlich wie in einer Collage, zusammen gefügt.

      Vielleicht liege ich d ber auch falsch.

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