Top 20 Climate-Assholes

Der Guardian hat die 20 Firmen ermittelt, die weltweit für nicht weniger als 35% aller Treibhausgas-Emissionen verantwortlich sind. Die Recherche ähnelt ihrer Datenanalyse von vor zwei Jahren, als sie 100 Firmen ermittelten, die für insgesamt 71% aller Emissionen verantwortlich waren. Das hier sind sozusagen die 1% der Klimaverpester. Gazprom ist auf dem dritten Platz dieser 20 Firmen. Ihr wisst schon: Gerhard Schröder-Gazprom. Tja.

Guardian: Revealed: the 20 firms behind a third of all carbon emissions, What do we know about the top 20 global polluters?, Kommentar von Richard Heede: It’s time to rein in the fossil fuel giants before their greed chokes the planet, Ausreden-Sammlung der Öl-Industrie: Climate emergency: what the oil, coal and gas giants say

Those identified range from investor-owned firms – household names such as Chevron, Exxon, BP and Shell – to state-owned companies including Saudi Aramco and Gazprom.

Chevron topped the list of the eight investor-owned corporations, followed closely by Exxon, BP and Shell. Together these four global businesses are behind more than 10% of the world’s carbon emissions since 1965.

Twelve of the top 20 companies are state-owned and together their extractions are responsible for 20% of total emissions in the same period. The leading state-owned polluter is Saudi Aramco, which has produced 4.38% of the global total on its own.

Michael Mann, one of the world’s leading climate scientists, said the findings shone a light on the role of fossil fuel companies and called on politicians at the forthcoming climate talks in Chile in December to take urgent measures to rein in their activities.

“The great tragedy of the climate crisis is that seven and a half billion people must pay the price – in the form of a degraded planet – so that a couple of dozen polluting interests can continue to make record profits. It is a great moral failing of our political system that we have allowed this to happen.”

The global polluters list uses company-reported annual production of oil, natural gas, and coal and then calculates how much of the carbon and methane in the produced fuels is emitted to the atmosphere throughout the supply chain, from extraction to end use.

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3 Kommentare zu “Top 20 Climate-Assholes”

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  1. Schaut nach links, schaut nach rechts … und in den Spiegel. DAS sind die Climate-Assholes (da nehme ich mich nicht aus). Denn machen wir uns nichts vor, diese Firmen existieren nicht als Selbstzweck. Diese Firmen sorgen dafür, dass wir unser Konsumverhalten wie gewünscht ausleben können. Ein Top20-Pranger wie hier ist einfach zu kurz gedachter Populismus. Folgen wir dem Kaninchenbau, kommen wir bei uns selbst an. Und wie unterträglich diese Eigenschuld zu sein scheint, zeigt u.a. das lächerliche Klimaschutzpaket unserer Regierung. Wie ein trotziges Kind will man nicht einsehen, dass es durchaus schmerzen kann (und muss), den Gürtel enger zu schnallen. Insofern meine fellow-assholes, fordern wir unsere “Buße” ein.

    1. „Fellow-Assholes“ mag ich sehr gerne 😉 Und ja klar, wir sind alle Teil des Problems denn wir sind alle Teil des Konsumerismus, der die Technosphäre aufbläht. Man ist automatisch ein Heuchler, wenn man sich innerhalb dieses Systems für Klimaschutz engagiert, das ist jetzt keine große Erkenntnis. Aber diese Firmen betreiben aktive Klimaverleugnung, bezahlen Wissenschaftler für gefälschte Zahlen, wissen seit den 80ern über den Klimawandel Bescheid und betreiben bis heute Lobbyismus in der Politik, um noch und noch mehr fossile Brennstoffe auszubeuten. Das ist dann doch ein kleiner Unterschied zu meinem plastikverpackten Orangensaft ausm Supermarkt, finde ich.

      1. Ja, die kapialistischen Firmen tun, was sie tun müssen um Rendite zu erzielen und Stakeholder zu befriedigen – das liegt in ihrer Natur. Ein paar Lobbyisten und ein paar gesponsorte Wissenschaftler … was ist das schon im big picture? Wenn morgen die politischen Entscheider in den Ministerien sagen würden “is nich mehr”, dann “is nich mehr”. Aber weil “die Leute das nicht wollen” kommt es nicht so. Weil sie das nicht “abholt und mitnimmt”, wenn sie hart für ihre Kreuzfahrt malocht und sich den SUV erschuftet haben. Das Leben funktioniert aber halt weder nach Karma, noch unbedingt nach gefühlter Gerechtigkeit. Daher wäre es das Primat der Politik diesen harten aber nötigen Cut zu machen, den Realitätsschock zu bringen. Aber das wird nicht geschehen, weil die kritische (Wähler-)Masse (noch) nicht groß genug ist, um das politische Überleben nach notwendigen Eingriffen zu gewährleisten.