In-Store Urban Farming im Supermarkt

Vor hundert Jahren bloggte ich über das Berliner Urban Farming-Projekt in den Prinzessinengärten von Berlin. Aus diesem Projekt heraus wurde ein StartUp gegründet, das Urban Farming für die Nahrungsmittelversorgung der Stadt hochskaliert und direkt in den Supermarkt bringt, wo nun Gemüse und Obst direkt vor Ort in vertikalen Farmen und in „Gemüse-Brutkästen“ angebaut wird. Diese Kästen wurden in einem ausgebauten Wohnwagen im Prinzessinnengarten entwickelt.

Die Technologie minimalisiert gleichzeitig Distributionswege und damit den Ausstoß von Treibhausgasen. Die Kästen haben natürlich Cloud-Schnickschnack, werden zentral gesteuert und stehen bereits in jeder Menge Supermärkten in Berlin, der größten Urban Farm der Welt. Die Technik scheint mir ausgereift und skalierbar, bitte mehr davon.

FAZ: Vertical Farming – Warum die Kräuter nun im Supermarkt wachsen

Tech and Nature: Das deutsche Startup Infarm baut Gemüse direkt im Supermarkt an

„Farming as a Service“ nennt Infarm dieses Prinzip und stellt die Schränke gegen eine Gebühr in Supermarkt-Filialen oder Restaurants. Und das Geschäft läuft: Laut Michaeli betreut das Startup derzeit rund 200.000 Pflanzen pro Monat in Dänemark, Frankreich, Deutschland, Luxemburg, Großbritannien, den USA und der Schweiz – Edeka, Metro oder Amazon Fresh setzen beispielsweise auf Infarm.

„Wir haben erkannt, dass der größte Mangel unseres aktuellen Lebensmittelsystems darin besteht, dass es zu weit von den Menschen entfernt ist, die es zu ernähren versucht“, erzählt sie. Die moderne Agrarproduktion verursache nicht nur viel CO2, „sie sorgt auch dafür, dass Pflanzen, wenn sie im Supermarkt ankommen, 45% ihrer lebenswichtigen Nährstoffe verloren haben“.

Also experimentierten die drei Gründer mit Urban Farming und stellten dazu einen umgebauten Retro-Wohnwagen aus den 50er-Jahren in die Berliner Prinzessinnengärten. „Dieser Wohnwagen wurde zu einem Hub für unsere ersten Experimente, wo Besucher Kräuter und Keimpflanzen ernten konnten“.

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