3. Dezember 2018

Say No To Soft Drugs 8

Neues Say No To Soft Drugs-Zine von Emsy mit Stickern voller verknoteter Garfields und Pink Panthers und einem Lisa Simpsons skating Milhouse-Print.

Gib mir den Rest, Baby…

2. Dezember 2018

The Apocalypse | ContraPoints on Climate Change

„Is it hot in here or is the world just like this now? The world is not ending, it's just getting shittier.“https://www.youtube.com/watch?v=S6GodWn4XMMNew Yorker über Natalie Wynn: The Stylish Socialist Who Is Trying to Save YouTube from Alt-Right Domination.„'You often hear, with regard to the alt-right or the Intellectual Dark Web or pro-Trump nationalists, that the way to avoid normalizing them is to avoid responding to them, or to only respond by calling them… Gib mir den Rest, Baby!

Last 4 years have been hottest on record

Durchsage der World Meteorological Organization: „The long-term warming trend has continued in 2018, with the average global temperature set to be the fourth highest on record. The 20 warmest years on record have been in the past 22 years, with the top four in the past four years.“

Aus dem Report (PDF):

The IPCC Special Report on Global Warming of 1.5°C (IPCC SR15) reported that the average global temperature for 2006-2015 was 0.87°C above a pre-industrial baseline (see Notes). For comparison, the average increase above the same baseline for the most recent decade 2009-2018 was 0.93±0.07°C, and the average for the past five years, 2014-2018 was 1.04±0.09°C. Note that both of these periods include the warming effect of the strong El Niño of 2015-2016.

Telepolis zum Bericht der UN-Metereologen:

Algerien berichtet zum Beispiel im Juli einen neuen nationalen Temperaturrekord von 51,3 Grad Celsius. Oman hatte im Juni eine der höchsten jeweils registrierten Nachttemperaturen gemeldet. 42,6 Grad Celsius wurden dort am 26. Juni 2018 in der Küstenstadt Quriyat gemessen, hieß es im Sommer auf der Platform Weather Underground. Der benachbarte Golf von Oman hatte zu dieser Zeit wenig Erfrischung zu bieten: Die Wassertemperatur betrug dort 32 Grad Celsius.

1. Dezember 2018

GAN Architecture

I'm lost in GANBreeders Retrotech/Landscape-Architecture-Space. „television: 49.41% viaduct: 50.59%“. (Prints… Gib mir den Rest, Baby!

Artprints of Mutant Cities from Generative Neural Networks

GANBreeeder hat jetzt auch Prints. Die nur eigentlich nur 256x256px großen Bilder werden mit einem Neural Enhance-Algo auf 2048x2048px skaliert (was selbst noch einmal interessant/seltsame… Gib mir den Rest, Baby!

Stefanie Tücking R.I.P.

Stefanie Tücking ist überraschend im Alter von 56 Jahren verstorben. Die Frau hat meine Pop-Sozialisation mit Formel Eins entscheidend mitgeprägt und außerdem hat die Dame einen Amiga gestaltet. Mach's gut, Steffi, und danke für die ganzen Clips.

„Das Team ist zutiefst schockiert. SWR3 verliert nicht nur eine hervorragende Radiofrau, die Kolleginnen und Kollegen trauern auch um eine warmherzige Freundin. Generationen von Menschen hat Steffi Tücking für Musik begeistert. Radio war ihre Leidenschaft, Rockmusik ihre Liebe. Sie gehörte zu den größten Radiopersönlichkeiten Deutschlands und wir sind alle fassungslos über ihren plötzlichen Tod.“ SWR3-Programmchef Thomas Jung

Hier die 1989er Amiga 500s, die Stefanie damals für 'ne limitierte Sonderauflage gestaltet hatte:

Die Sonderserie "New Art" des Amiga 500 wurde von Stefanie Tücking, einer Deutschen Radio-Moderatorin (bekannt aus der Sendung "Formel Eins"), gestaltet. Von dieser auf 10.000 Stück limitierten Sonderserie existieren zwei verschiedene Designs. Rechts zu sehen ist das Tiger bzw. Leoparden Design.

Sie wurden in Deutschland produziert und verkauft und waren teurer als die normale, beigenn Amigas und wurden dadurch nicht der Renner im Verkauf. Verpackt wurden sie in der normalen A500 Verpackung zusammen mit einer speziellen Umverpackung ("New Art") umhüllt. Sie zeigt entweder den Tiger oder das Ball-Design.

Gib mir den Rest, Baby…

Insects still dying

Spektrum der Wissenschaft mit einem ergänzenden Text über den NYTimes-Artikel zur „Insect Apocalypse“, der weitere Studien und Zahlen nennt. Vor einer Woche erst hatten sie dort eine Meldung über das fortschreitende Verschwinden der Schmetterlinge.

In Deutschland zeigte eine Auswertung von Stanislav Rada vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ in Halle, dass hier zu Lande das Schwinden von Schmetterlingen weiter voranschreitet: Selbst in Gunstgebieten gingen seit der Jahrtausendwende zehn Prozent aller Arten verloren. Eine Langzeitstudie in Schottland zwischen 1970 und 2002 registrierte einen Rückgang an Fluginsekten um zwei Drittel (ein Vergleichsstandort in England kam im gleichen Zeitraum nur auf einen marginalen Rückgang, doch waren die Ausgangszahlen in Schottland viel höher – eventuell fehlte im englischen Rothamsted schon damals ein Großteil der Insekten). […]

In Kalifornien beobachtet der Entomologe Arthur Shapiro seit 46 Jahren Schmetterlingsbestände entlang eines Transekts – und Rückgänge bei der Zahl und Vielfalt, die in Tieflagen des Bundesstaats nur kurz durch einen Aufschwung während der letzten Dürre unterbrochen wurde. Der Monarchfalter – eine Art nationaler Schmetterling in den USA – verlor in den letzten 20 Jahren 90 Prozent seines Bestands: ein Verlust von etwa 900 Millionen Tieren. Ein anderes bekanntes Insekt, die Hummelart Bombus affinis – zog sich in einem ähnlichen Zeitraum aus 87 Prozent ihres vorherigen Verbreitungsgebiets zurück, parallel dazu verschwanden weitere Hummelarten in verschiedenen Regionen Nordamerikas. Hinweise auf verbreiteten Insektenschwund gibt es zudem aus Australien. Und eine weltweite Betrachtung zeigte, dass 67 Prozent der von Wissenschaftlern überwachten Wirbellosenpopulationen um durchschnittlich 45 Prozent seit Aufzeichnungsbeginn zurückgegangen sind.

30. November 2018

Tree of Life on a Tree

David Hillis' Tree of Life:This tree is from an analysis of small subunit rRNA sequences sampled from about 3,000 species from throughout the Tree of Life. The species were chosen based on their availability, but we attempted to include most of the major groups, sampled very roughly in proportion to the number of known species in each group (although many groups remain over- or under-represented). The number of species represented is approximately the square-root of the number of… Gib mir den Rest, Baby!

A Font-Review of Untitled Sans

Love the Font Review Journal, their review of Untitled Sans and especially this paragraph about the space-glyph: „Untitled Sans has a fantastic space. Drink in the raw utility—the sparseness,… Gib mir den Rest, Baby!

Destructed Newsroom

Bilder aus dem vom Erdbeben zerstörten Newsroom in Alaska, zu Schaden kam anscheinend keiner. Ich mag meine Dystopie ja gern im Studio mit Kameras und Medien. Video und Bilder von Cassie Schirm.

Gib mir den Rest, Baby…

CRISPR-Baby-Race is a go

Technology Review: Despite CRISPR baby controversy, Harvard University will begin gene-editing sperm

research to improve the next generation of humans is happening in the US, too. In fact, it’s about to happen at Harvard University.

At the school’s Stem Cell Institute, IVF doctor and scientist Werner Neuhausser says he plans to begin using CRISPR, the gene-editing tool, to change the DNA code inside sperm cells. The objective: to show whether it is possible to create IVF babies with a greatly reduced risk of Alzheimer’s disease later in life.

CRISPR-Kids auf Nerdcore:
Gene-edited CRISPR-Kids are here

Giant inflatable Dino eats Street

Someone use this as greenscreen:

Skating Polly - They're Cheap

Fuck Cars

Die FAZ über realistische Bepreisung von Mobilität in Zeiten des Klimawandels: „Das Auto verursacht Schäden, die von der Gesellschaft getragen werden. Müssten die Autofahrer diese Kosten selbst zahlen, käme nicht nur die Klimapolitik in Bewegung.“

Das Auto, in Deutschland ein Statussymbol und Freiheitsgarant, ist ein komplexes, gesellschaftlich tief verwurzeltes Produkt. Oberflächlich betrachtet, hat es einen erheblichen Nutzen für den Einzelnen, fügt der Gesellschaft insgesamt aber großen Schaden zu: Folgekosten von Unfällen, die nicht durch den Versicherungsschutz abgedeckt sind, Luftverschmutzung, Umwelt- und Klimaschäden, Lärm. In der Ökonomik nennt man diese Faktoren „externe Kosten“. Sie haben zur Folge, dass das Autofahren kostengünstiger ist, als es sein dürfte. Das Auto ist ein indirekt subventioniertes Produkt, das für die Gesellschaft ungesund, teuer und für die Umwelt schädlich ist.

Trans-Aktivisten verhindern Geschlechterforschung

Dr. Lisa Littman hat ein Paper über über „rapid-onset gender dysphoria“ geschrieben, nachdem in England die Zahlen von ftm(female to male)-Trans-Teenagern sprunghaft anstieg. Trans-„Aktivist*Innen“ haben sie daraufhin auf Social Media gemobbt, woraufhin die Universität eine Pressemitteilung zurückzog und PLOS One selbst das peer-reviewte (!) Paper kontrollieren will. Für mich ist der Vorgang vor allem deshalb interessant, da die Verbreitung des Phänomens anscheinend vor allem über Social Media und Youtube stattfindet.

Dr. Littman describes the condition experienced by these girls as “rapid-onset gender dysphoria" (ROGD). It develops during or soon after puberty and mainly affects girls with no previous signs of childhood gender dysphoria . According to the study, parents say that many girls do have a history of mental illness, and some are on the autism spectrum. The most controversial element of Dr. Littman’s research is her claim that ROGD spreads via social and peer contagion. While the incidence of gender dysphoria in the general population is quite low – less than 1 per cent – it’s not uncommon for two or more girls in the same friendship group – or even half of them – to begin to identify as transgender. ROGD also spreads by social media according to Dr. Littman; some parents describe their daughters binge-watching YouTube transition videos. “It is plausible that online content may encourage vulnerable individuals to believe that nonspecific symptoms and vague feelings should be interpreted as gender dysphoria stemming from a transgender condition,” Dr Littman writes in her research article. […]

Under intense pressure, the school and the scientific journal promptly responded by cutting Dr. Littman off at the knees. PLOS One, the journal that peer-reviewed and published the study, now says it will review it – a step that is virtually unheard of. Brown University withdrew the press release promoting the paper from its website. The dean of the school of public health issued an open statement citing concerns that the study’s conclusions “could be used to discredit efforts to support transgender youth and invalidate the perspectives of members of the transgender community.”

Translation: If this research is politically inconvenient then we won’t support it.

Es gibt für das Phänomen ein paar Erklärungen, eine ist eine Verbreitung der Meme über Social Media. Die Teenager scheinen oft Youtube-Videos über Transistions en masse zu schauen vor ihrer (angeblichen) Gender Dysphoria. Es könnte sich also um eine banale Mode-Erscheinung handeln. Da Social Media vor allem unter Frauen laut Studien zu einem verringerten positiven Selbstbild und Depressionen führt, könnte eine „Transition in ein männliches Geschlecht“ auch eine Stress-Vermeidungsstrategie von weiblichen Teenagern darstellen. „If I can't be as attractive as (privileged) Bibi, I'd rather live as a (privileged) boy.“ Der Trans-Aktivismus hätte hier unabsichtlich eine Jagd unter Teenagern auf Privilegien eröffnet.

Einer der wenigen Ärzte in Europa, die Transition Reversals durchführen, spricht von einem sprunghaften Anstieg, wobei wir immer noch von Zahlen im Zehner-Bereich reden. Wo er früher eine oder zwei Reversals pro Jahr durchführte, sind es jetzt 14. Die Kosten dieses Reversals dürften die tatsächlichen Zahlen über „gewünschte Reversals“ allerdings verfälschen.

Andererseits könnte sich hier auch ein echtes Phänomen manifestieren, da Transsexualität heute gesellschaftlich zumindest in Metropolen halbwegs akzeptiert ist. Dass es nun vor allem junge Mädchen sind, die von „rapid-onset gender dysphoria“ berichten, könnte hier ein Hinweis auf „toxische Männlichkeit“ unter Jungs sein, denn Transsexualität ist vor allem unter feministischen Aktivist*_*Innen akzeptiert. Jungs hätten hier also schlichtweg Nachholbedarf, vor allem im Teenager-Alter.

In beiden Fällen handeln Trans-Aktivisten unverantwortlich und schädlich – im Hinblick auf Selbstmordraten sogar lebensbedrohlich – für Kids und ihre eigene Peer-Group, auch und vor allem weil „some are on the autism spectrum“, die sind in Social Media nochmal mehr immersiert – von der Verhinderung von wissenschaftlicher Forschung ganz zu schweigen. Und da ziehe ich halt eine tiefe, rote Linie: Wenn Aktionismus und Aktivismus für eine angeblich „gerechte Welt“ das Leben von Kindern bedroht, bin ich raus. Das Phänomen muss untersucht werden. Punkt.

28. November 2018

Hello Kitty-Pommes-Toys, Ramen-Plüschsuppe & Fuchswendekissen

Kid Robot haben sich mit Sanrio zusammengeschmissen und eine neue Kollektion mit Hello Kitty-Zeugs am Start inklusive Eiskrem-Schlüsselanhänger, Hello Kitty-Pommes-Toys, Aggretsuko-Fuchs- und einem Faules-Ei-Wendekissen.Außerdem neue Simpsons-Figuren, einen neuen Hypno-Toad in Metallic, einem Hamburgerbett und Kaupizza für Hunde und Japanische-Nudelsuppe-Kuscheldings. Letzteres ist mein absoluter Favorite von allen, denn ich Ramen könnt' ich mich reinlegen und dank Kidrobot kann… Gib mir den Rest, Baby!

AI-generated Celebrity Doppelgängers

Nettes AI-Spielzeug von Mauro Martino und Luca Stornaiuolo, die ein Generative Neural Network (GAN) auf drölfmillionen Celebrity-Fotos trainierten und das nun hochgeladene Portraitfotos durch… Gib mir den Rest, Baby!

Klimalinks: Floating Solar, Shifting Climate Zones und Kim Stanley Robinsons „Dystopia Now“

? Kim Stanley Robinson wants Dystopia Now to get this apathetic shit over with and start real work. I'm not sure about that given the consequences of dying elements in the food chain and necessary… Gib mir den Rest, Baby!

Bram Stokers Original-Books used to source Dracula discovered

In der Stadtbibliothek London haben sie 26 alte Bücher gefunden, die von Bram Stoker selbst bei den Recherchen zu Dracula verwendet wurden, inklusive Textmarkierungen und handschriftlichen… Gib mir den Rest, Baby!

1985er Stasi-Styleguide über „Erscheinungsformen negativ-dekadenter Jugendlicher in der DDR“

Die Stasi hat ein Dossier über meine negativ-dekadenten Erscheinungsformen angelegt. Der „Styleguide“ war laut Alexander Reed Teil einer Ausstellung im Museum in der Runden Ecke in Leipzig und der Grufti ist anscheinend cEvin Key von Skinny Puppy. (via Archiv der Jugendkulturen)

Gib mir den Rest, Baby…

NYTimes: The Insect Apocalypse Is Here

Langer Artikel des New York Times-Magazins zum Rückgang der Insektenpopulationen mit jeder Menge Hintergründe zu den Studien aus Krefeld und Puerte Rico: The Insect Apocalypse Is Here – What does it mean for the rest of life on Earth?

Der Artikel zeichnet die dramatischen Folgen des Insektensterbens mit Folgen für den kompletten Nahrungskreislauf und Rückgängen von Vogelarten um bis zu fucking 97%, zeigt aber auch Lichtblicke – beispielsweise versprechen alleine die Reproduktionsraten von tausenden befruchteten Eiern pro Tier eine relativ schnelle Erholung der Insektenpopulationen. Man könnte deshalb möglicherweise auch die Bestände der Insektenpopulation als Gradmesser für den lokalen „Gesundheitszustand“ des Ökosystem nutzen, nur so als Idee. Allerdings fehlen dazu Daten aus der Vergangenheit als Vergleich: Die Erfassung von Insektenpopulationen hat bis heute keine Priorität und die Wissenschaftler sind oft auf die Mitarbeit von Hobby-Entomologen angewiesen.

Gib mir den Rest, Baby…

The Paradox of Viral Outrage

Neues Paper über das „Paradox of Viral Outrage“ über ein eigentlich altbekanntes Phänomen, das dank Masse, Geschwindigkeit und Sichtbarkeit im digitalen Raum eine neue Qualität gewinnt: Die Empörung über Vergehen gegen die gesellschaftliche Moral wird nur solange als „gerecht“ wahrgenommen, solange sie nicht „viral“ geht, also eine bestimmte Menge nicht überschreitet. Das funktioniert genauso offline wie online – 2 Leute, die sich im Zug über einen Rauche im Nichtraucherabteil aufregen sind gerecht, 10 sind Bullies sind ein Mob, selbst wenn der Raucher raucht –, nur ist im digitalen Raum dank Sichtbarkeit und Masse die Überschreitung dieser Grenze praktisch immer gegeben, was heisst, dass viele Menschen die Empörung über moralische Vergehen online praktisch immer als Bullying wahrnehmen.

„Bestrafung“ durch Virale Empörung verringert so die wahrgenommene „Anstößigkeit“ des Vergehens, während sie gleichzeitig die Sympathie mit dem Arschloch und die Antipathie mit den eigentlich „gerechten“ Empörten erhöht. Die Studie steht damit explizit im Widerspruch zu Offline-Mechanismen, in denen wir normalerweise Sympathie mit denen empfinden, die rassistische/sexitische/whatever Arschlöcher zurechtweisen.

Dieser netzpsychologische Mechanismus verhindert damit praktisch eine massenhafte, gerechte Empörung über Missstände und stellt ein Problem für jede Bewegung dar, die gleichzeitig viral sein muss, um sichtbar zu werden sowie nicht-viral bleiben muss, um als gerecht zu gelten. Eins von vielen Dilemmas unserer neuen, geilen Welt.

Paper: The Paradox of Viral Outrage (Takuya Sawaoka, Benoît Monin) (paywalled, SciHub is your friend)

ABSTRACT
Moral outrage has traditionally served a valuable social function, expressing group values and inhibiting deviant behavior, but the exponential dynamics of Internet postings make this expression of legitimate individual outrage appear excessive and unjust. The same individual outrage that would be praised in isolation is more likely to be viewed as bullying when echoed online by a multitude of similar responses, as it then seems to contribute to disproportionate group condemnation. Participants (N = 3,377) saw racist, sexist, or unpatriotic posts with accompanying expressions of outrage and formed impressions of a single commenter. The same commenter was viewed more negatively when accompanied by a greater number of commenters (i.e., when outrage was viral vs. nonviral), and this was because viral outrage elicited greater sympathy toward the initial offender. We examined this effect and its underlying processes across six studies. […]

We documented this effect and cast light on the underlying processes in six studies. First, we demonstrated that the same expression of outrage against a racist (Studies 1, 4b, and 5), unpatriotic (Study 2), or sexist (Studies 3 and 4a) online post is seen as appropriate in isolation but less praiseworthy in the context of many others echoing this condemnation. Second, we showed that this mistrust of viral outrage results from observers feeling increasingly sympathetic for the original offender as the outrage grows. We did so by measuring sympathy as a mediator (Studies 2–5) and by manipulating it directly (Studies 4a and 4b). Third, we ruled out multiple alternative mechanisms for these effects (Studies 2 and 3). Fourth, we demonstrated that individuals expressing outrage were not affected in their perception of the legitimacy of their own outrage by the number of others accompanying them (Study 5), suggesting a potential disconnect with the judgments of potential observers. […]

It is worth noting here that these findings are the opposite of what would be predicted by theories of social proof or third-party punishment. Theories of social proof (Cialdini, 1993) would suggest that 10 (vs. 2) outraged individuals accrue more legitimacy and thus more favorable impressions, but our findings indicate that evaluations of aggregate punishment may diverge fundamentally from perceptions of other aggregated behaviors (e.g., recycling, paying taxes, or not littering; Cialdini, Reno, & Kallgren, 1990). The crucial difference is that in contrast to punishment, these other behaviors would not elicit feelings of sympathy and are unlikely to be perceived negatively as the behaviors become more widespread. Even studies of third-party punishment have typically found positive reputational consequences of those who punish wrongdoers, but to our knowledge, these studies have focused on evaluations of single punishers (e.g., Barclay, 2006), similar to our nonviral-outrage condition. Some researchers have noted that people may not always develop positive perceptions of those who punish (Raihani & Bshary, 2015), consistent with the present findings, and our work highlights how the accumulation of punishment or outrage leads to less favorable impressions of individuals who may have been praised in isolation.

Videos

Why a 21st Century Enlightenment Needs Walls | Jonathan Haidt | RSA Replay

Perfect Son - It's For Life

Courtney Barnett - Full Performance (Live on KEXP)

Lightfoils - Summer Nights

PALE SEAS - ANIMAL TONGUE

Shambolics - My Time Is Now

Longwave - Stay With Me

Agent Side Grinder – Stripdown

BYSTS - Killer On The Road (Official Video)

The World of UPA – This is the story of the rebels who made animation grow up. (Part 1 of 3)

Red Blade (Reddo bureido) theatrical trailer - Takahiro Ishihara-directed schoolgirl ninja movie

Rust Creek - Official Trailer

The Whistler: Origins (​El​ ​Silbón: orígenes​) - Gisberg Bermúdez Molero horror

27. November 2018

Plastic Man Space

For todays adventures in GANbreeder-Country I went for some graffiti-like synthetic images and landed in a space crowded with weird Superheroes. I also think the thing can't decide between Plastic Man, Thor and Iron Man and maybe it even plays in a band. Whatever it is, I'd definitely read some issues.GANbreeder-Spaces auf Nerdcore: GANBreeder: Exploring-Tool für synthetische Bildwelten Kuchenarktistationsegelbootsupermarktschinken Snowdoggywithcandytweetie Ghettoblaster… Gib mir den Rest, Baby!

Rainbow Swamps

Natural oils from decaying plants turn swamps into shiny rainbow pools from time to time. Jessica Hines has a whole photo-series of these. (via BoingBoing)Jeff Ripple, a former Florida swamp… Gib mir den Rest, Baby!

Mad Max Pavian Pixies

Neue Prints und Poster von Krzysztof Domaradzki aka Studio Kxx aus Polen. Das florale Pfauen-Muster ist Wahnsinn, The Thing würde ich mir genau so an die Wand hängen und die Poster für Pearl Jam… Gib mir den Rest, Baby!

The End of Trust and Douglas Rushkoffs Psychology of Memes

I've been reading McSweeneys The Ende Of Trust (Free Download), their non-comedic, non-fictional bookazine about, well, the end of trust in technology and society. McSweeneys is a Satire-Website and… Gib mir den Rest, Baby!

Spider Eye Pattern-Shirt

Thomas Shahan drew Spider Eye Arrangements for one of his arachnid T-Shirts. While I do prefer the minimalist textbook approach of this illu, I'll take any spider eye patterns wherever I get… Gib mir den Rest, Baby!

Amazons Feelgood-Xmas x Marvel Soundtrack = Miniature Black Mirror

Omar Najam replaced Amazons Feelgood-Xmas-Trallala-Commercial with Marvels Captain America-Soundtrack and created a Miniature-Black Mirror in the process.

It's a funny little remix, but the best thing is Najams motivation: „Honestly I did this cause of the shot with the happy cheerful warehouse workers. That one did not sit well with me“.

/pol/ infiltriert deutsche „Graswurzel-Rechte“ über „Gelbwesten-Protest“

Ich möchte dem Thema ungern Raum geben, denn es ist meiner Meinung nach eine Mischung aus gefährlichem faschistoiden Denken und Trolling, aber: Die in Deutschland derzeit geplanten „Gelbwesten-Proteste“, die sich derzeit in kleinen Gruppierungen zeigen, basieren vor allem auf zwei Youtube-Videos und ein Blog, die sich konkret auf die „QAnon“-Verschwörungstheorie auf 4chan beziehen. (QAnon ist so etwas wie eine Meta-Verschwörungstheorie, die sich aus Pizzagate entwickelte und laut der angebliche Insider aus dem Weißen Haus interne Informationen auf 4chan posten, was letztenendes alles sein kann, von Soros bis Kinderhandel).

Dabei ist mir nicht klar, ob sich die deutschen Ableger rein ästhetisch auf einen „rechten Internet-Underground“ beziehen und damit den Anschein einer „Internet-Underground-Mythologie“ umgeben wollen, oder ob hier tatsächlich deutschsprachige Trolle aus dem 4chan/8chan-Umfeld zugange sind, die gezielt „besorgte Bürger“ anvisieren und weiter radikalisieren, so dass selbst Pegida als angebliche „Täuschung der Elite“ dargestellt wird.

Aus der Frankfurter Rundschau: „'Pegida ist nur eine Täuschung der Elite, alles gekauft, die führen die Menschen nur an der Nase damit herum … Was hat sich denn getan mit Pegida? Nichts, nur lauter dumme Schafe, die einem Hirten immer montags im Kreis folgen, lächerlich', heißt es an einer Stelle, womit die 'Gelbwesten' quasi als 'Pegida' in erfolgreich angepriesen werden.“

Soweit ich weiß, plant man auf /pol/ bereits lange eine Übernahme und Befeuerung reaktionärer Entwicklungen im globalen Maßstab und die geplanten und bereits laufenden „Gelbwesten-Proteste“ in Deutschland sind meines Erachtens eine Inszenierung mit dem Ziel dieser Übernahme und einer weiteren Radikalisierung in Folge.

Das gefährliche ist, dass diese Radikalisierung als Graswurzelbewegung inszeniert wird und nach der Initialzündung tatsächlich von Unten nach Oben funktioniert, im Gegensatz zu einer Radikalisierung über die Protestwahl einer protofaschistischen Partei wie der AFD oder dem Anschluss an Gedankengut offen vernetzter Organisationen wie der Identitären Bewegung. Beides „Top-Down-Radikalisierungen“, in denen sich das Individuum den Memen eines externen Personenkreises „anschließt“. Die Radikalisierung funktioniert in diesem Falle aus dem Individuum selbst heraus, durch ein Bombardement hyperbolischer Falschinformationen und rechter Narrative/Memes, bei der das Individuum den „Anschluss an externe Kreise“ nicht bemerkt, sondern „selbst denkt“, wie man bei Rechten oft in den Profilen nachlesen kann. Im Anschluss an diese Initialzündung ist diese Fake-Graswurzelbewegung dann ein Selbstläufer, der seinen Fake-Status verliert und zu einer „echten Bewegung“ wird. Die angeblich so lustige Liste der „Forderungen“ dieser „Gelbwesten“, die so ziemlich alles beinhaltet von Abschaffung von Zinsen und GEZ bis zur Anklage der aktuellen Bundesregierung, ist ein Hinweis darauf.

Ich schätze, es handelt sich bei diesen „Gelbwesten“ um eine gezielte Infiltration der deutschen Rechten auf individuellem „Besorgte Bürger“-Level durch /pol/. Be aware.

Der im oben verlinkten FR-Artikel bereits zitierte Frank Stollberg darüber:

Inzwischen versuchen diese Kräfte, mit vielen Telegram/WhatsApp Gruppen (in einigen bin ich drin) zu mobilisieren. Dabei wird offen zu Straftaten aufgerufen. Gemeinsamer Kontext in allen dieser Gruppen ist weiterhin eine vermeintliche Gruppe „Qlobal-Change“ . Auf dem YouTube Kanal wird wurden bereits 2 Videos geteilt, welche in fast allen Gruppen als Basis geteilt werden und eine Mischung aus NLP [ed.: Neuro-Linguistic Programming], Antisemitismus und Verschwörungstheorien ist (Bild 1). Interessant dabei, dass es hier scheinbar Querverbindung zu „QAnon“ gibt. Eine Gruppe von Verschwörungstheoretikern, welche im Rahmen des Trump Wahlkampfes extrem aktiv war und versucht hat, mit allerlei Verschwörungstheorien und antisemitischen Thesen Stimmung gegen die Demokraten zu machen und damit Trump zu fördern (1). Das riecht sehr stark nach externen Kräften, die hier versuchen, das Thema zu kapern und für einen Angriff auf den Rechtsstaat zu nutzen. Nicht weiter überraschend, dass die AfD das Video auch bereits verteilt hat (2). Ansonsten findet man in den Telegram Gruppen die üblichen rechtsextremen Äußerungen und Bildchen, die wir bereits aus den AfD-, PEGIDA- und sonstigen rechtsextremen und neofaschistischen Gruppen kennen.

Insgesamt deutet sich hier an, dass mit externer Einflussnahme versucht wird, rechte, rechtsextreme Kreise zu bündeln, unter dem vermeintlich bürgerlichen Dach der "Gelbwesten" zu bündeln und somit auch Menschen anzusprechen, die mit allgemeiner Unzufriedenheit zu erreichen sind. Die Videos werden in kurzer Zeit professionell erstellt, was für eine gute Organisation und Geld spricht.

Gib mir den Rest, Baby…

26. November 2018

Architecture of Closed Worlds and the Power of Shit

Regine rezensiert auf We Make Money Not Art ein superinteressantes Buch über die Architektur geschlossener Systeme und meint damit vor allem, abgeschlossene, experimentelle, sich selbst erhaltende Ökosysteme, die zur Erforschung von Isolation und dem Überleben in Space geschaffen wurden, also Biosphere 2, dem Climatron (dem ersten vollständig klimatisierten Gewächshaus der Welt) oder dem Mars 500-Projekt in Russland. Auf der Website zum Projekt gibt es eine schicke Übersicht über die… Gib mir den Rest, Baby!

Nerdcore x Filmrauschpalast: Total Climax Suspiria-Vorverkauf

Nerdcore und der Filmrauschpalast in Berlin Moabit laden ein zu einem Filmabend mit Erinnerungslücken auf dem Mars, exzessivsten Horrortechnoparties auf Psychedelica und blutigem… Gib mir den Rest, Baby!

Freiwilliger Rücktritt für adbusted Innenpolitiker

Seit einer Woche hängen auf Werbetafeln Plakate des Innenministeriums, die sich an Asylsuchende und Flüchtlinge wenden und sie eine Rückkehr bewegen sollen. Tatsächlich richten sich die… Gib mir den Rest, Baby!

Behind the Scenes of „Escape from New York“

Heute gelernt: Die 3D-Vektor-Animationen aus John Carpenters Escape From New York (Die Klapperschlange) waren keine frühen Effekte aus dem Rechner, sondern ein schwarzes, nachgebautes Modell,… Gib mir den Rest, Baby!

The Shivering Truth – Trailer

„The grudge match between Order and Chaos is finally settled in a slapfight -- and whoever is victorious will get a sexy new atomic makeover!“

Kate Beckinsales Face covered in liquified Foreskin

Und ich dachte, mit der Blut-Schönheitskur von Frau Kardashian vor fünf Jahren hätten wir den Höhepunkt der Beauty-Dekadenz für die One Percent erreicht, aber es geht noch bizarrer: Für 650$ kann man sich ein „Penis Facial“ machen lassen, bei dem ein Serum aus EGF(Epidermal Growth Factor)-Moleküle unter die Haut gespritzt wird, das aus geklonten Stammzellen von Vorhautzellen von Neugeborenen gewonnen wird.

Im Bild rechts sieht man Kate Beckinsale nach Vorhautbehandlung mit deutlich sichtbarem Wahnsinnsergebnis und noch zehnmal schöner als die Beckinsale ohne vorhautbehandelter Superhaut. Laut Cate Blanchett riecht die Kur nach Sperma. Vorhautbukkake als Hautkrem in Hollywood. 2018 ey.

Earlier this week, Kate Beckinsale became the latest celebrity to praise the unusual beauty treatment.

“After a long flight I do like to lie down and be covered in a mask of liquified cloned foreskins-frankly who doesn’t?” she wrote on Instagram alongside a photo that showed how radiant her skin looked following the treatment.

“Thank you @georgialouisesk for an amazing facial,” Beckinsale, 45, added before joking, “I especially liked you reassuring me it would be ‘light on penis’ as it was my first time x.”

As for how it got its NSFW nickname? “I am always very mindful to explain radical serums and potions that I carry in my back bar, so I always explain that EGF is derived from newborn baby foreskin, from which cells were taken and then cloned in a laboratory,” Louise remarked of the FDA-approved treatment.