11. Dezember 2018

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Correctiv.org wegen Aufdeckung von Steuerbetrug

Vor ein paar Wochen veröffentlichte Correctiv.org zusammen mit Medien aus ganze Europa die CumEx-Recherche über den Steuerbetrug von Bankern, Anwälten und Superreichen. Nun hat die Staatsanwaltschaft Hamburg Ermittlungen aufgenommen – gegen den Chefredakteur von Correctiv.org. Unfassbar.

Aus dem offenen Brief von Correctiv.org, den ich grade mitgezeichnet habe:

vor wenigen Wochen haben wir die CumEx-Files veröffentlicht. Gemeinsam mit Medienpartnern aus ganz Europa haben wir enthüllt, wie Banker, Aktienhändler und Steuerberater unsere Staatskasse geplündert haben.

Eine unglaubliche Summe von mindestens 55 Milliarden Euro wurde in Europa gestohlen – Steuergelder, die unserer Gesellschaft zu Gute kommen sollten, ob für Kitas, Krankenhäuser oder Bildungseinrichtungen.

Wir erwarten, dass die Strafverfolgungsbehörden die Täter verfolgen und das Geld zurückholen. Der größte Teil der gestohlenen Milliarden bleibt jedoch weiter verschwunden.

Zugleich werden nun diejenigen verfolgt, die den Skandal aufgedeckt haben. Gegen Oliver Schröm, Chefredakteur von CORRECTIV, ermittelt die Staatsanwaltschaft Hamburg wegen des Verdachts auf „Anstiftung zum Verrat von Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen” nach §17 UWG (Gesetz gegen Unlauteren Wettbewerb).

Es ist das erste Mal, dass dieser Paragraph auf einen Journalisten angewendet wird. […]

Der Rechtsstaat muss sich auf die Verfolgung der Täter konzentrieren.

Steuerraub ist ein Verbrechen. Journalismus nicht.

On Writing for „Outrage Shares“

Vor ein paar Wochen feuerte das explizit identitär-linke Online-Magazin Mic nahezu seine komplette Belegschaft und bandelte einen Deal mit dem Frauenmagazin Bustle an. Mic war lange als SJW-Tabloid bekannt, eine Bildzeitung für outragehungrige Wannabe-Lefties. Ein paar Headlines aus einem alten Artikel von Outline:

“In a Single Tweet, One Man Beautifully Destroys the Hypocrisy of Anti-Muslim Bigotry.” “This Brave Woman's Horrifying Photo Has Become a Viral Rallying Cry Against Sexual Harassment.” “Young Conservative Tries to Mansplain Hijab in Viral Olympic Photo, Gets It All Wrong.” “The Problematic Disney Body Image Trend We're Not Talking About.” “The Very Problematic Reason This Woman Is Taking a Stand Against Leggings.”

Nicolas DiDomizio gehört zu den gefeuerten Redakteuren und erzählt nun in einem Artikel von den fehlenden journalistischen „Standards“ und wie das Magazin eigentlich zumindest halbwegs vertretbare, progressive Positionen für Klicks mit hyperbolischem Outrage-Müll in den Abgrund schrieben.

Medienhistorisch besonders interessant ist diese Stelle:

It was especially encouraged to craft pitches with the “outrage share” (pandering to PC culture/liberal outrage) and the “identity share” (pandering to millennials’ obsession with self-identification) in mind.

Der „Identity Share“ ist keine Erfindung von Mic, sondern war das grundlegende Geschäftsmodell eines vor 8 Jahren neuen Mediums, das heute jeder kennt: Buzzfeed. Hier in Buzzfeed-Gründer Jonah Perettis eigenen Worten:

smart capitalist would provide ways for people to get personally invested in the lives of, say, Jennifer Lawrence, by showing how relatable she is, and how she plugs into readers' identities (or at least the identities they're juggling at the given moment).

Capitalism, Peretti concluded, needs to be constantly producing identities for peoples if the system is to survive. And ten years later, he built a factory to fill that precise need.

In anderen Worten: Mic hat Buzzfeeds Identity-Sharing-Geschäftsmodell kopiert, politisch aufgeladen und die Schlagzahl exponentiell erhöht. Die Rechnung dafür bekamen sie dann letzte Woche.

Von Nieman Lab: “Outrage shares” and clickbait Mad Libs: A former Mic employee describes his frustrating (for all involved) stint there

Meanwhile, weekly pitch sessions had become a special circle of hell. I was reluctant to share good ideas with the team because I knew there was no way I’d ever be given the space to execute them properly. So instead I just spat out half-baked and outlandish pitches that were basically second-rate ClickHole posts. I considered it a small, sad victory when one of them actually got published.

The directive to spark outrage and/or foster empowerment at every turn intensified. I was required to write about slut-shaming, body-shaming, post-baby-body-shaming, food-shaming, working-mom-shaming, selfie-shaming, period-shaming, boob-shaming, breastfeeding-shaming, age-shaming, phone-shaming…all in a way that suggested I personally gave a shit! Not to discount the validity of (some of) those issues, but the standard for something to be labeled an act of “shaming” was remarkably fucking low in the Mic universe.

DiDomizio acknowledges that, by this point, he was becoming “a nightmare to work with,” lashing out “at the slightest piece of editorial feedback” and becoming “unprofessional and unfair.” (Protagonists can be complex, okay?) Management eventually gets involved, but our narrator just refocuses his revolt into bizarre editorial decisions:

I seized every chance I could to quietly revolt. I accepted an assignment to write “something about Earth Day” and turned it into a vulgar and ridiculous roundup of Earth Day sex tips that reads like a rejected Howard Stern Show bit. I randomly argued that Ariana Grande was a closet pegging enthusiast. I agreed to give the SEO director “A Complete Guide to Taylor Swift’s Ex-Boyfriends,” but instead gave him a complete exploration of what would happen if all her ex-boyfriends were cereal.

25. November 2018

NDR-Feature: Fake-Fabriken – Der Profit mit Falschmeldungen

Gutes Feature vom NDR über Fake-Fabriken – Der Profit mit Falschmeldungen von Tom Schimmeck.Die Produktion von "Fake news" floriert weltweit. Gelangweilte Teenager, Geschäftemacher und… Gib mir den Rest, Baby!

Wo sind die Reaktionen auf die Hannibal-Recherche der TAZ?

DLF über die fehlende mediale Resonanz nach den Hannibal-Recherchen der TAZ über Nazi-Netzwerke in der Bundeswehr:

MP3: ondemand-mp3.dradio.de/file/dr…

Eine Woche nach der taz-Recherche ist diese große Debatte aber ausgeblieben, weder in den überregionalen Zeitungen- noch auf der großen Bühne der Polit-Talkshows, wurde über Kontrollmöglichkeiten in der Bundeswehr, in den Polizeien oder Verfassungsschutzämtern diskutiert. […]

Rechter Terror ist grundsätzlich, oder rechte Untergrundgeschichte sind grundsätzlich Themen, die immer wieder auch medial zögern lassen und auch die Öffentlichkeit zögern lassen. Ich glaube, da ist eher die Ursache zu suchen.“

Schon als im vergangenen Jahr die Terrorzellen um Franco A. und die „Nordkreuz“-Gruppe ausgehoben wurden, sei eine grundsätzliche Debatte über die Folgen für Polizei und Geheimdienste ausgeblieben, sagt Roepke.

20. November 2018

Studie: Lügenpresse-Ottos fallen öfter auf FakeNews herein

Dunning-Kruger-Effekt: „die systematische fehlerhafte Neigung relativ inkompetenter Menschen […], das eigene Können zu überschätzen und die Kompetenz anderer zu unterschätzen“.

Nieman Lab: If you hate the media, you’re more likely to be fooled by a fake headline.

The study surveyed 4,854 people […] and asked them what was the first word that came to mind when they saw the word “news.” About 62 percent responded with something negative — “fake,” “lies,” “untrustworthy,” and “BS” […] The remaining 38 percent responded with something positive or neutral (like “factual”). That divide — a positive or negative reaction to “news” — mapped onto a number of other elements the researchers surveyed. […]

people were given three at least somewhat plausible headlines and ledes that might appear in their local newspaper. Two were real; one was fake. Those with positive attitudes fared better in figuring out which was which. […]

Another question asked which of these best described them:
— “I do not need help finding the information I need online.”
— “I could occasionally use some help in finding the information I need online.”
— “I frequently need help finding the information I need online.”

Those with negative reactions to the word “news” were less likely to say they ever needed help (34 percent) than those with positive or neutral reactions (42 percent).

27. Oktober 2018

Gut hörbarer Rechtsradikalismus bei AFD-Veranstaltung mit ARD und ZDF

Übermedien über eine AFD-Parteiveranstaltung in Dresden zum Thema „Medien und Meinung“, eine Podiumsdiskussion mit Kai Gniffke, Tagesschau-Chefredakteur, ZDF-heute-Chefredakteur Peter Frey, 2 AfD-Funktionären „mit journalistischer Berufsvergangenheit“ sowie 2 Moderatoren: AFD IM GESPRÄCH MIT ARD UND ZDF – Was haben sie gelacht.

Als Gniffke erzählt, Reporter seien bei Pegida-Demos angegriffen, geschlagen, bespuckt worden – Gelächter im Saal. Und als Frey sagt, ein ZDF-Reporter sei in einer Live-Schalte geschubst worden, quittieren das Teile des Publikums mit einem langen „Ohhhhh“, das kein Mitleid ist, sondern Spott.

Es ist ein symbolischer Moment. Trotz aller plakativen Bereitschaft zum Dialog zeigt er, wie tief die Verachtung für Journalisten hier sitzt. Journalisten werden angegriffen? Tja, nun.

Für mich wäre das Gespräch ja an dieser Stelle beendet gewesen. Das Publikum und damit die Veranstaltung signalisiert hier eine klar menschenverachtende Grundhaltung. Hier wird nicht über ein Gerangel auf dem Spielplatz geredet, sondern über einen tätlichen Angriff während der professionellen Ausübung des Berufs mit politischem Hintergrund. Ich hätte auf der Bühne einen der AFD-Herren gefragt, ob er denn nichts zu seinen Leuten sagen wolle und ob das seiner politischen Grundhaltung entspräche, was alle Thesen der rechtsextremen AFD belegen würde.

Daraufhin hätte er sich entscheiden müssen, zwischen der „offiziellen Parteilinie der AFD“, also einem, meines Erachtens scheinheiligen Bekenntnis zur Demokratie, womit er sich in diesem Moment gegen seine Leute wenden und etwas sagen müsste wie „Ja, komm, wir sind auch alle hier im Saal gegen jede Form von Gewalt, das geht so nicht“ oder so. Was ihm entweder Buh-Rufe oder Schweigen von seinen Leuten eingebracht hätte, möglicherweise versetzt mit ein paar vereinzelten Klatschern von den Rest-Demokraten der AFD. Oder aber er hätte sich für die „eigentliche Parteilinie“ der Basis entschieden – und die ist antidemokratisch, Gewalt ist ihnen scheißegal, wie man (nicht nur) an dieser Stelle eben deutlich vernehmbar hören konnte. Bei dieser Entscheidung hätte ich gerne das Gesicht der AFD-Funktionäre gesehen. Naja.

Gib mir den Rest, Baby…

25. Oktober 2018
23. Oktober 2018

Saudi Prince/Postillon: „Das bisschen Totschlag“

Postillon 17. 10: „Folter und Enthauptung waren doch bis jetzt auch kein Problem: Saudis ratlos, was sie beim Khashoggi-Mord falsch gemacht haben“.

Business Insider 22.10.: „Saudi Arabia's crown prince, the man suspected of ordering the killing of Jamal Khashoggi, could not understand why the Saudi journalist's disappearance was such a big deal, The Wall Street Journal reported.“ (via @web_martin)

How To create a „Millennials have Trump-PTSD“-Narrative

1. Take a study and „report“ it's findings („Students report high stress levels from the election which are on par with symptoms of PTSD“), but leave out facts that stand in the way of your narrative („The election doesn't qualify as Trauma“ and „PTSD consists of more symptoms than stress-level“), as the Daily Mail did, but don't bluntly write „Millennials have Trump-PTSD“ in your Headline, because that would be stupid and at least you wanna look like a real journalistic outlet, don't you? Hide that framing in the URL (25-millennials-say-PTSD-2016-election-study-says.html)

2. Put your Frame on Twitter where no one gives a fuck about reality and all is about the most emotional, most outrageous, most clickable words you can choose and simply state which is not true: „25% of millennials say they have PTSD from the 2016 election, study says“. The only true thing in that sentence is the „25%“.

3. ????? (aka Retweet by popular Twitter-Accounts from political partisans and a lot of outrage and told-you-so's by people not willing to read more than 1 source but always willing to point fingers because they are lazy af.)

4. PROFIT!!!

22. Oktober 2018
16. Oktober 2018

Kursbuch Realitycheck_Medien: Die Synchronisationsleistung der Massenmedien

Neulich gekauft: Kursbuch Realitycheck_Medien. Die Texte darin sind ohnehin toll, aber diese Ausgabe kaufte ich mir speziell wegen Armin Nassehis „Wir werden es gewusst haben“ und noch spezieller wegen seiner Ausführungen zu „Synchronisationsleistung der Massenmedien“ darin.

Die gesellschaftliche Leistung der Massenmedien besteht weniger darin, Orientierung, Klarheit und Konsens zu vermitteln, sondern einen Ort zu bieten, an dem so etwas wie politische Überzeugungen repräsentiert werden können (und dadurch erst entstehen) und Märkte sich selbst beobachten können (durch Publikation von Kursen, Preisen, unrealistischen Geschichten über Produkte und Dienstleistungen, vulgo Werbung usw). Ohne medial verbreitete Literatur- und Musikkritik, medizinische und erzieherische Aufklärung wäre jener informierte Bürger nicht entstanden, dessen Inklusion in die Gesellschaft vor allem dadurch erfolgte, dass er mitreden kann – und all das noch entsprechend differenziert für ökonomische Klassen, Bildungs- und kulturelle Milieus. Die besondere Leistung der klassischen Massenmedien ist also eine Synchronisationsleistung.

Gib mir den Rest, Baby…

15. Oktober 2018

NYT on Reputation Systems: „The Fix for Fake News Isn't Code. It's Human.“

„Social media has weird testimonial norms.“

Regina Rini in the NYT about Reputation Systems (already implemented at FB for internal purposes) to fight Fake News. I'm with her on that, it's a simple, necessary development to hold people accountable for their publishing habbits.

Link: The Fix for Fake News Isn't Code. It's Human.

Here’s a system that might help, and it is based on something that Facebook already does to prevent the spread of fake news. Currently, Facebook asks independent fact-checking organizations from across the political spectrum to identify false and misleading information. Whenever users try to post something that has been identified as fake news, they are confronted by a pop-up that explains the problems with the news and asks them to confirm if they’d like to continue. None of these users are prevented from posting stories whose facts are in dispute, but they are required to know that what they are sharing may be false or misleading.

Facebook has been openly using this system since December 2016. Less openly, they have also been keeping tabs on how often its users attempt to flag stories as fake news, and, using this feature, they have been calculating the epistemic reliability of their users. The Washington Post reported in August that Facebook secretly calculates scores that represent how often users’ flags align with the analysis of independent fact-checkers. Facebook only uses this data internally, to identify abuse of the flagging system, and does not release it to users. I can’t find out my own reputation score, or the scores of any of my friends. […]

Instead of using this data to calculate a secret score, Facebook should display a simple reliability marker on every post and comment. Imagine a little colored dot next to the user’s name, similar to the blue verification badges Facebook and Twitter give to trusted accounts: a green dot could indicate that the user hasn’t chosen to share much disputed news, a yellow dot could indicate that they do it sometimes, and a red dot could indicate that they do it often. These reliability markers would allow anyone to see at a glance how reliable their friends are.

12. Oktober 2018

LinksRechts: Marina Weißband über Freiheit, eine Problemskizze linker Diskurse, zwei Bücher über Zensur

Michael Seemann rekonstruiert eins der Feindbilder der AFD und setzt es in Kontext, Gauland schreibt minus Kontext ab und rückt die Diagnose einer „globalen Klasse“ durch die Weglassung ihres Kontextes in die Nähe einer Hitler-Rede. Womit sich Gaulands faschistoides Weltbild inklusive schwammigen Feinbild wieder einmal bestätigt.

Marina Weißband ist bei den Grünen eingetreten. Aus einem TAZ-Interview: „Jeder, der Freiheit sagt, muss dazu sagen: Wessen Freiheit ist gemeint, Freiheit wovon und wofür? Freiheit braucht Begrenzung. Sonst überrollt die Freiheit des einen die des anderen. Ein radikal marktliberales System würde Menschen ebenso an ihrer freien Entfaltung hindern wie ein autoritäres System.“ Ich mag die Weißband.

Aufstehen-Mitinitiator Ludger Volmer: Versuch einer Problemskizze – Linke Diskurse sollten in Sachen Migration eine differenzierte Analyse des Phänomens und der Handlungsbedingungen versuchen

In der Frage der Zuwanderung gibt es – solange man auf innen- und rechtspolitischem Terrain bleibt – nur reaktionäre, konservative oder liberale Antworten, aber keine dezidiert linken. Dann und nur dann, wenn das Problem mit Blick auf globale ökonomische, ökologische, ethno-religiöse und genderpolitische Probleme umdefiniert wird, entsteht Raum für linke Konzepte.

Ein Teil der Linken unterstützt linksliberale Strategien oder will sie noch weiter ausbauen Richtung offener Grenzen. Die Solidarisierungsrichtung geht nach außen, hin zu den Opfern von historischem Kolonialismus, aktuellem Neoliberalismus und seinen fatalen Regionalpolitiken. Ein anderer Teil solidarisiert sich eher nach innen mit den sozialen Gruppen, die objektiv oder nach eigenem Empfinden die Hauptlast der Migration zu tragen haben. Beide Sichtweisen haben ihre Widersprüche, die nicht leicht aufzulösen sind.

Polizei! Zensur! - „Zwei Bücher analysieren das hohe Gut der Meinungsfreiheit. Ist sie wirklich bedroht?“ Da der Autor zum Schluß der Forderung nach einer neuen Debatte „jenseits sturer Polemiken und effekthascherischer Extrempositionen“ zustimmt, dürfte die Antwort auf die Frage im Teaser-Text wohl „Ein bisschen“ lauten.

7. Oktober 2018

Twitter as toxic High Frequency Trading for News

Schöne Metapher von Rafael Behr im Prospect Magazin in einem Text darüber, wie Twitter die Politik vergiftete (Original-Artikel hinter Paywal). Er vergleicht den Effekt, den Twitter auf die politische Berichterstattung hatte, mit dem des High Frequency Trading an der Börse, und ich möchte anfügen: mit dem Unterschied, dass wo HFT mit Aktienkursen und Bewertungen arbeitet, der 24/7-Twitter-Newscycle-Hurricane nun vor allem über Emotionen und psychologische Eigenschaften des Hiveminds geleitet wird. Social Media als Radikalisierungsmaschine der Massen.

Prospectmagazine: How Twitter poisoned Politics

Twitter has had an effect on political news akin to the impact high-frequency trading had on financial markets. Just as algorithms there can subordinate judgment to trend, intensifying the move in the market in whichever direction it already happens to be heading, so with Twitter we can see volatile intra-day trade in an individual’s political stock. The system can then be gamed by organised campaigners who tweet and retweet in a quasi-robotic frenzy, and it can be manipulated by actual robots—bogus accounts that typically amplify partisan opinions, on behalf of the Russian security services or anyone else who might wish to cause trouble. One study estimated such “bots” might constitute 9-15 per cent of all Twitter accounts. It can be hard to distinguish between a mechanical troll working to a wrecking algorithm and a human maniac sitting in pyjamas firing off outrage through the night.

Part of journalists’ professional vanity is the belief that we can observe a herd while detaching ourselves from its movements. We suppose we can be on Twitter without belonging to Twitter. We see its flaws while flattering ourselves that it doesn’t prejudice our work. This is untrue. We cannot un-see the things to which we are exposed, nor insulate ourselves from peer pressures and taboos. It is no easier to look at Twitter without being influenced by it than it is possible to jump into a river without getting wet. It doesn’t matter that you claim to be swimming against the flow. You are still in the water. […]

In place of the old top-down message discipline, Twitter brings bottom-up policing—a kind of ideological vigilantism as swarms of loyal adherents to one position or another impose whatever the crowd has settled on as orthodoxy. That raises the prospect of parties too divided to present voters with coherent, unified programmes and leaders so beholden to doctrinaire followers that there is no scope for the kind of compromises and consensus-building that are necessary for stable government. […]

Otherwise mild-mannered and reasonable people turn deliriously combative on Twitter. Cycles of aggression flare up over nothing. I don’t think it is an exaggeration to say that Twitter can inflict mental injury on people working in politics.

And the rage appears endemic to the platform, regardless of the issue. It is unsurprising that disciples of radical ideologies—both far-left and far-right—express themselves ferociously. But it is extraordinary to see how many self-styled centrists have adopted extremist manners. The #FBPE (“follow-back, pro-European Union”) hashtag can turn formerly sober and unassuming europhiles into virtual stone-throwing yobs. A mob with moderate slogans is still a mob.

Twitter, it seems, can radicalise anyone. That is deleterious on an individual level, but profoundly corrupting of the collective political process. The website is a vast polarising machine—a centrifuge that separates politics into the most extreme iterations of any given position. When the ideal conception of politics might be rival teams, advancing competing policy prescriptions based on some common set of facts, Twitter turns us into quasi-religious cults, looking at the world in terms of righteous believers and despicable blasphemers.

3. Oktober 2018
2. Oktober 2018

Social-Network of 3 Tech-Telepaths is Bullshit

Ich blogge hier seit ein paar Jahren über die Entwicklung technologisch bedingter Telepathie, also Telepathie durch Übertragung von EEG-Werten. Die Technologie, so faszinierend sie klingt, steckt… Gib mir den Rest, Baby!
29. September 2018
17. September 2018

The New Reading Environment

n+1 über neue Verhältnisse zwischen Online-Schreiber und Leser, Kommentaren und Social Media und wie die Gesellschaft heute vor allem aus Meinungsstückschreibern (aka Bloggern) besteht.

Link: nplusonemag.com/issue-32/the-i…

The intimacy between online writers and readers determines how we read and write. As late as the 1990s, despite the lurid fan pages and dank chat rooms of the early internet, there was presumed to be a gulf between these two constituencies. Even with Fox News ascendant and internet news ever more dominant, mass media institutions remained monolithic enough to manufacture consent. The first decade of the 21st century was a transitional one in terms of reader-writer relations, its habits now as foreign as those of Edward R. Murrow’s America. Gone are the happy days when we dialed up to submit a comment to Salon.com, only to be abused by Glenn Greenwald or destroyed — respectfully — by the academics at Crooked Timber. Back then, we could not have imagined feeling nostalgic for the blogosphere, a term we mocked for years until we found it charming and utopian. Blogs felt like gatherings of the like-minded, or at least the not completely random. Even those who stridently disagreed shared some basic premises and context — why else would they be spending time in the comments section of a blog that looked like 1996? Today’s internet, by contrast, is arbitrary and charmless. On social media, criticism once confined to the comments now comes as free-range abuse directed at other readers. Readers can address all parties instantaneously — writers, editors, publishers, and the world. And so writers who publish online peer into the fishbowl of readerly reception. Drop in some flakes and watch the fish swarm. [...]

Twitter has helped turn the internet into an engine for producing op-eds, for turning writers into op-ed writers, and for turning readers into people on the hunt for an op-ed. The system will not be satisfied until it has made op-ed writers of us all.

31. Juli 2018

Arbeitsplätze in Redaktionen von US-Tageszeitungen fallen um 45%

Aktuelle Zahlen zum schleichenden Tod der Tageszeitungen: Newsroom employment dropped nearly a quarter in less than 10 years, with greatest decline at newspapers. Der Verlust an Arbeitsplätzen in Redaktionen von Tageszeitungen alleine beträgt 45% in den USA, bei uns dürfte es ähnlich aussehen.

From 2008 to 2017, newsroom employment in the U.S. dropped by 23%. In 2008, about 114,000 newsroom employees – reporters, editors, photographers and videographers – worked in five industries that produce news: newspaper, radio, broadcast television, cable and “other information services” (the best match for digital-native news publishers). By 2017, that number declined to about 88,000, a loss of about 27,000 jobs.

This decline in overall newsroom employment was driven primarily by one sector: newspapers.

„Gedrucktes ist tot“ (Dr. Egon Spengler).

15. Juli 2018
10. Juli 2018
2. Juli 2018
27. Juni 2018
20. Juni 2018

NYMag: Vice Media Was Built on a Bluff

Interessantes Detail für alle (ehemaligen) Mitglieder des Vice Content Networks aus 'nem langen Artikel über den Aufstieg und Fall von Vice Media, deren halber Traffic mittlerweile von einer einzigen Spam-Clickbait-Site kommt. (NC war ebenfalls lange Teil des Vice Media Networks.)

NYMag: A Company Built on a Bluff

Vice [partnered with companies] to count their traffic as its own in exchange for selling ads on their behalf. Vice no longer works with OMGFacts or Distractify, but more than half of Vice Media’s traffic on Comscore today comes from a similar arrangement with ranker.com, a site that publishes lists like “The Best Websites to Waste Your Time On,” on which ranker.com was ranked No. 2.

Dieser Traffic und die Zahlen daraus nutzt die Vice Werbeagentur für ihre Anzeigenverkäufe und damit subventionieren sie ihre tatsächlich guten Sites wie Motherboard oder Noisey, die dafür allerdings von gnadenlos unterbezahlten Twentysomethings zusammengebaut werden, während sich das Management die Taschen vollmacht.

2. Juni 2018

Historic Newspaper becomes PR-Advertising-Crap

Der London Evening Standard wird ab Juni ungekennzeichnete Werbung als redaktionellen Inhalt verkaufen und hat dazu einen Deal über (grade mal) 3 Millionen Pfund mit sechs Firmen abgeschlossen,… Gib mir den Rest, Baby!
31. Mai 2018
25. Mai 2018

Whitney Phillips' Best Practice for Journalists covering the Meme-Wars

Whitney Phillips, Autorin der Netzkultur-Bücher The Ambivalent Internet: Mischief, Oddity, and Antagonism Online (Amazon) und This Is Why We Can't Have Nice Things (Amazon) über Netzkultur, Trolling und AltRight, hat nun ein 128-Seiten-PDF veröffentlicht voller Tipps und Hintergründe für Journalisten, die das Thema für die Öffentlichkeit aufbereiten. (via p3k)

Ich habe beide Bücher hier und Frau Phillips ist eine der wenigen, halbwegs ambivalenten Stimmen in ihrem Fachgebiet (neben Angela „Kill All Normies“ Nagle, Laurie Penny und wenigen anderen), die weder auf die simplifizierende Oberflächlichkeit und Einseitigkeit des Outrage-Mobs hereinfallen, noch Nachsicht mit wirklich Rassisten und Sexisten übt. Dieses PDF richtet sich vor allem an Medienarbeiter (also alle mit SocialMedia-Accounts), die das Thema nicht ignorieren können, Mobbing durch Netzverstärkung allerdings auch nicht multiplizieren wollen und sie schreibt darin über Nachahmungseffekte, Sichtbarkeit und Manipulation neuer Medienmechanismen.

Sie ist eine der sehr wenigen vernünftigen Stimmen in diesem neuen geilen Internet und auch wenn ich dieses PDF noch nicht gelesen habe, kann ich es bedenkenlos weiterempfehlen.

The Oxygen of Amplification: Better Practices for Reporting on Extremists, Antagonists, and Manipulators Online draws on in-depth interviews by scholar Whitney Phillips to showcase how news media was hijacked from 2016 to 2018 to amplify the messages of hate groups.

Offering extremely candid comments from mainstream journalists, the report provides a snapshot of an industry caught between the pressure to deliver page views, the impulse to cover manipulators and “trolls,” and the disgust (expressed in interviewees’ own words) of accidentally propagating extremist ideology. […]

The Oxygen of Amplification has three interlocking parts:

Part 1 (PDF) provides a historical overview of the relationship between the news media and far-right manipulators who leveraged trolling and meme culture during the 2016 US presidential election.

Part 2 (PDF) identifies the consequences of reporting on bigoted, damaging, or otherwise problematic information and the structural limitations of journalism (economic, labor, and cultural) that exacerbate these tensions.

Part 3 (PDF) is a tactical guide for newsrooms that recommends “better” practices on establishing newsworthiness; handling objectively false information; covering specific online harassment campaigns or manipulators, bigots, and abusers.

Elon Musk vs Journalism

Ich teile Elon Musks prinzipielle Medienkritik: „Problem is journos are under constant pressure to get max clicks & earn advertising dollars“.

Aber es ist mehr als beunruhigend, wenn der Boss einer der erfolgreichsten, global agierenden Unternehmen auf Kritik an seinem Unternehmen mit einer Bewertungsseite der Kritiker reagiert. Uncool, Musk. Er sollte sein Geld bei einem solchen Interesse an Medien vielleicht einfach in ein Investment in Independent Media stecken, zum Beispiel in The Intercept von seinem alten Ebay/Paypal-Bekannten Pierre Omidyar. Nur so 'ne Idee.

Link: JETZT AUCH GEGEN JOURNALISTEN: Elon Musks neue Dünnhäutigkeit

24. Mai 2018
23. April 2018
16. April 2018
11. April 2018
24. März 2018

Titanic zerlegt Drecksblatt #miomiogate

Die Titanic hat dem Drecksblatt mit den vier Buchstaben im Zuge von deren Anti-SPD-Kampagne einen dicken Fake untergejubelt, wozu sie nur einen angeblichen Mail-Wechsel zwischen Jusos-Chef Kevin… Gib mir den Rest, Baby!

Disinformation Chaos Game

Nettes, simples und schnelles FakeNews-Klick-Game mit dem Ziel, der Master of Disinformation zu werden. Ich hab's bis jetzt in zwei Durchläufen nur zu 8678 Followern und „Mission… Gib mir den Rest, Baby!
16. Februar 2018

Deniz Yücel ist frei ✌️ #denizfree

--> Welt.de: Deniz Yücel ist frei: „Der seit mehr als einem Jahr in der Türkei festgehaltene WELT-Korrespondent Deniz Yücel ist frei. Das teilte sein Anwalt mit.“[update 11:34] Die… Gib mir den Rest, Baby!
28. Januar 2018

Buh-Rufe in Davos und die wunderlandschen Rabbitholes der Tagesschau

Gestern wurde Trump während einer Pressekonferenz auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos ausgebuht, die Tagesschau berichtete darüber inklusive (manipuliertem) Videomitschnitt und seitdem läuft… Gib mir den Rest, Baby!
17. Januar 2018

The Awl R.I.P.

Stupidedia meinte am 15. Januar so, sie würden aufhören. Dürfte 1a Trolling sein, immerhin ist das deren Job und der Joke war gut, aber The Awl hört auf und das ist wahrscheinlich kein Trolling… Gib mir den Rest, Baby!
25. November 2017

Dornröschen geht's super, aber Medien sind Internet

Ich wälze grade rund hunderttausend Worte, die ich mir im letzten halben Jahr notiert habe und es nimmt Formen an, sorry, dass das so lange dauert. Aber bevor ich mich Buchmessen und den verlogenen… Gib mir den Rest, Baby!
12. November 2017

Outrage in Paradise!

Das Wort zum Sonntag spricht heute Jonathan Pie: „Outrage! More News! Outrage! Breaking News! Outrage! Outrage!… Gib mir den Rest, Baby!

FakeNews-Labels reduce FakeNews by 80%

Buzzfeed wurde eine Mail von Facebook zugespielt, laut der ihr FakeNews-Labeling das Aufkommen von gefälschten Nachrichten um 80% reduziert. (via Ingrid Brodnig)A news story that's been labeled… Gib mir den Rest, Baby!
9. Oktober 2017

NC-Podcast: Ein Gespräch über Gamergate und die Rechte (2/2)

Hier der zweite Podcast über Gamergate und die Rechte, diesmal rede ich mit Yannic Hertel (Culturevania, Videospielgeschichten) über seinen Text über GamerGate und die AfD. (Vergangene Woche… Gib mir den Rest, Baby!
24. August 2017

Studies of Alt-Right-Subcultures

Seit gestern geht ein Quartz-Artikel von Tim Squirrell rum, in dem er grob seine Untersuchungen der Sprache der Alt-Right vorstellt. Der Artikel ist ganz amüsant, aber für ernsthafte Infos… Gib mir den Rest, Baby!
10. Juli 2017

Memetische Verantwortlichkeiten des Journalismus am Beispiel von CNN und G20

Letzte Woche trugen sich zwei relativ vielbeachtete Ereignisse zu, an denen sehr deutlich wird, wie die memetischen Bedingungen des Netzes in den Journalismus hineinwirken und ihm neue… Gib mir den Rest, Baby!
2. Mai 2017

4chan doesn't know what a Semiotics is mmmkay ?

4chan behauptet seit ein paar Tagen, das OK-Sign sei rein und ausschließlich auf seine „Okay“-Bedeutung fixiert und Symbole könnten keine Bedeutungsverschiebung und/oder Erweiterung erfahren.… Gib mir den Rest, Baby!
23. April 2017

Field Guide to Fake News

„A Field Guide to Fake News explores the use of digital methods to trace the production, circulation and reception of fake news online.“Inhalt der ersten drei Kapitel:CHAPTER 1 15… Gib mir den Rest, Baby!
20. April 2017

Understanding Fake News (from an Indie-Media-Perspective)

Gutes Video von Tim Pool (Youtube, Twitter, Patreon, Ex-Vice, Ex-Fusion), ein Erklärungsversuch von Fake News und hyperpartisan Websites aus Perspektive eines Indie-Medienmachers. Das meiste… Gib mir den Rest, Baby!
8. März 2017

Wie Online-Werbung der Verleger das Fake-News-Phänomen ermöglichte und zu Trumps Sieg beitrug

Der Verband der Zeitungsverleger NRW veröffentlichte gestern eine Stellungnahme zu einem Antrag der Piraten-Fraktion. Unter dem Titel „AdBlocker und Medienvielfalt im Internet“ vertreten die… Gib mir den Rest, Baby!
10. Februar 2017

Copy-Editing Donald Trump-Speeches

Eine Stunde lang Trump-Reden redigieren mit Andrew Boynton vom Lektorat des New Yorkers. The Elements of Style für den Typen mit dem goldenen Vorhang – hat etwas sehr meditatives. (via… Gib mir den Rest, Baby!
2. Februar 2017

RechtsLinks 2.2.2017: Milo Fuckopoulos bleibt draußen, /r/AltRight is gone und Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners

Berkley News: Milo Yiannopoulos event canceled after violence erupts: „Amid an apparently organized violent attack and destruction of property at UC Berkeley’s Martin Luther King Jr. Student… Gib mir den Rest, Baby!
28. Januar 2017

This headline is the best headline until a better headline beats this very cool headline in the future, supposedly tomorrow, I guess, but this one is really cool for today.

Electrocuted CERN weasel joins McFlurry hedgehog at dead animal exhibit.The famous CERN weasel (right) is the latest addition to Rotterdam Natural History museum's Dead Animal Tales exhibition.… Gib mir den Rest, Baby!
19. Januar 2017

RechtsLinks 19.1.2017: Die völkische Umkopfung der AfD, Big Data im Wahlkampf und eine Fake-News-Studie

Sascha Lobo auf spOnline: Björn Höcke in Dresden – Schauen Sie diese Rede!: „Ein Gedankenexperiment: Wenn sich einhundert Menschen versammeln, und ein paar sind darunter, die murmeln Nazi-Zeug… Gib mir den Rest, Baby!
30. November 2016

Eli „Filterbubbles“ Parisers Design Solutions for Fake News

Eli Pariser, der vor fünf Jahren den Begriff der „Filterbubble“ erfand, hat ein kollaboratives Google-Doc mit Design Solutions for Fake News angelegt, das seit einer Woche hart vollgeschrieben… Gib mir den Rest, Baby!
28. Oktober 2016

Share Lab: mapping and quantifying political Information Warfare

Spannende Website aus Serbien, deren Macher den Online-Wahlkampf im vergangenen Jahr getrackt haben und nun in langen, ausführlichen Essays die Daten auswerten. Das ShareLab sieht mir recht… Gib mir den Rest, Baby!
6. September 2016

21st Century News Cycle

Die hervorragende Webcomic-Seite The Nib ist wieder da und die haben grade diesen hervorragenden Comic über Eure Socialmedia-Angewohnheiten veröffentlicht. Großartig und spot… Gib mir den Rest, Baby!
26. August 2016

Leistungsschutzrecht vs Text-Zusammenfassung per Machine Learning

Oettinger so Leistungsschutzrecht auf EU-Ebene nao! Google so lol: Text summarization with TensorFlow.Die Ergebnisse von Googles Maschinen-Snippets sind nett, aber noch nicht gut genug für… Gib mir den Rest, Baby!
19. August 2016

Gawker.com R.I.P.

Nach dem Univision in einer Auktion die Gawker-Blogs (u.a. Gizmodo, io9, Kotaku) gekauft hatte, macht das Flagschiff (Gawker selbst) nächste Woche dicht. Man kann von dem Laden halten was man will,… Gib mir den Rest, Baby!
17. August 2016

Univision kauft Gawker

Der auf spanische Inhalte spezialisierte US-Sender Univision hat Gawker für $135 Millionen gekauft. Die betreiben mit ihren Univision Communications unter anderem auch die Fusion Media Group, die… Gib mir den Rest, Baby!
8. August 2016

John Oliver über Zeitungssterben und Clickbait

John Oliver in seinem So-Deep-Segment über Journalismus, Zeitungssterben und… Gib mir den Rest, Baby!
5. August 2016

Facebooks Newsfeed lernt Clickbait-Headlines

Facebooks Feldzug gegen Clickbaiters geht in die nächste Runde. Vor knapp zwei Jahren führten sie einen Mechanismus ein, der die verbrachte Zeit auf den angeklickten Links maß und kürzere… Gib mir den Rest, Baby!
6. Juli 2016

Revenge-Terror-Shaming in this Brave New World

So macht man das im Jahr 2016: Weil ein Typ aus Mexiko jemanden um ein paar tausend Dollar prellte, landet der Bauernfänger seit ein paar Monaten als Todesopfer in der Berichterstattung über… Gib mir den Rest, Baby!
29. Juni 2016

Michael Jackson stand auf Kunstbildbände

Thomas hat sich das PDF angesehen, laut dem Michael Jackson angeblich jede Menge Torture-Porn und Bilder von missbrauchten Kindern hatte, so wie es von vielen Clickbaitern kolportiert wurde. Stellt… Gib mir den Rest, Baby!
27. Juni 2016

DasGeileNeueInternets Brexit Distortion Field

Ein paar Bits aus dem Reality Distortion Field im Kontext des Brexit-Referendums:1. Die Petition für ein zweites Referendum wurde ursprünglich von einem Far-Right-Activist als Fallback für eine… Gib mir den Rest, Baby!
26. Mai 2016

Der heimatliche Buzzfeed Deutschland-Maelstrom des Immergleichen

Meedia hat sich 215 Stussfeed-Postings angesehen. Ergebnis: „[Ein] Service für Leute […], die sich gern an ihre Heimat, ihren Dialekt, ihre Kindheit und vergangene Zeiten erinnern.“ Und… Gib mir den Rest, Baby!

Gawker for sale?

Ups.Gawker Media has hired an investment banker to explore strategic options including a potential sale, according to a person familiar with the matter, as the digital media company fights a… Gib mir den Rest, Baby!
14. Mai 2016

Conversational Essay about Bot-Existence distributed as a Bot-Conversation

Kyle Chayka wrote a piece about that Bot-Hype and then it actually got very interesting: „It injects a cold dose of reality into the current enthusiasm around bots (and chat platforms), what… Gib mir den Rest, Baby!
3. Mai 2016

Adblock goes Flattr

Interesting move: AdBlock Plus teams up with Flattr to help readers pay publishers and the model makes sense. [Insert snarky comment about AdblockPlus' lazy Freeriding-Strategy here.]AdBlock Plus… Gib mir den Rest, Baby!
1. Mai 2016

Obamas final White House Correspondents' Dinner 2016

I'll miss this guy.https://www.youtube.com/watch?v=hA5ezR0Kh80Hier noch das Opening von Larry Wilmore, der wohl die anwesende Elite ein bisschen vor den Kopf… Gib mir den Rest, Baby!
13. April 2016

The Dark Side of Guardian Comments

Der Guardian hat eine Studie zu seinen Comments in Auftrag gegeben. Das wenig überraschende Ergebnis: „As part of a series on the rising global phenomenon of online harassment, the Guardian… Gib mir den Rest, Baby!
30. März 2016

Identity, performed

One of the better takes on the whole SJW/Clickbait/Outrage-Memetics-Issues: How hot takes drowned out journalism and ruined our Facebook feeds.As blogging platforms like LiveJournal and Blogger… Gib mir den Rest, Baby!
24. März 2016

Anamorphic Dead Media Skull made from Newspapers

„Print is dead.“ (Dr. Egon Spengler)https://www.youtube.com/watch?v=wycGcPQlKvkNoah „Skulladay“ Scalin macht schon eine ganze Weile anamorphe Totenköpfe aus verstorbenen Medien. Vor… Gib mir den Rest, Baby!
23. März 2016

Gawker-Denton reads „sexy Hulk Hogan fanfic“ on Pornhub

Jemand hat Aufnahmen aus der Verhandlung Gawker./.HulkHogan auf Pornhub geladen (NSFW obviously), die Headline dort ist reinstes Gold: „MAN READS SEXY HULK HOGAN FANFIC WHILE GETTING SPANKED“.… Gib mir den Rest, Baby!
18. März 2016

LOL!

Habs bei mehreren Quellen gesehen, dürfte stimmen: HAHA! Hulk Hogan awarded $115 Million in Gawker Case.Hulk Hogan sued Gawker after they released sex tapes that included himself and Bubba The… Gib mir den Rest, Baby!
17. März 2016

Apple News for the masses

Nach Facebooks Instant Articles öffnet nun auch Apple News seine Plattform für Indie-Publisher, lässt sich wohl auch hier recht einfach per RSS füttern. Für Instant Articles arbeitet man bereits… Gib mir den Rest, Baby!
1. März 2016

A Guy walks into a News-Cycle

McSweeneys ❤️! (Und ganz fiese Pointe, mal wieder.)- Look @ This Guy Walking Into a Bar #Whatthehell #Lol […] - A Guy Walks Into a Bar, What Happened Next Will Surprise You […] - This… Gib mir den Rest, Baby!
17. Februar 2016

Facebook Instant Articles for the masses

Didn’t see that coming (so fast): „Anyone can publish Facebook Instant Articles, starting April 12th.“ Hier die technische Dokumentation, ich gehe davon aus, dass zum Launch mindestens… Gib mir den Rest, Baby!
12. Februar 2016

UK-Newspaper Independent stops Print-Editions

The End of Print, Part 26757: „The Independent and Independent on Sunday newspapers are to cease print editions in March, leaving only an online edition, the owner has said. […] At its peak sales… Gib mir den Rest, Baby!
18. Dezember 2015

Superlevel goes Patreon

Fabu und seine Bande von Superlevel finanzieren ihren Indiegame-Journalismus ab sofort mit einer Patreon-Kampagne.Ich werde mir das recht genau anschauen, denn mit dem Gedanken spiele ich auch… Gib mir den Rest, Baby!
28. November 2015

The Future of Online-Template-Journalism spotted in the Wild

Yahoo hat versehentlich ein Review-Template zur neuen Rihanna-Platte online gestellt. Industrielle Template-Rezensionen für Hyperspeed-Clickbait, oder auch: „a masterpiece of post-modern… Gib mir den Rest, Baby!
25. November 2015

DasGeileNeueInternet™-Links 💔 25.11.15

Der ehemalige Mitarbeiter einer eher Independent-Videothek über den Niedergang seiner Branche durch Algorithmus-„Kuratoren“ wie Netflix, die Parallelen zur Medienbranche kann jeder selbst… Gib mir den Rest, Baby!
17. November 2015

DasGeileNeueInternet™-Links 💔 17.11.15

DasGeileNeueInternet™ geht's so großartig, es hat sich jetzt sogar seine eigene Porno-Parodie verdient. Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Kakophonierung der Welt. Darauf einen großen… Gib mir den Rest, Baby!
13. November 2015

DasGeileNeueInternet™-Links 💔 13.11.15

Online-Media is a mess! Hooray! Hier die Links zu Adblock-Kriegen und verzweifelten Journalisten am Freitag den 13., diesmal extra businessblutig:Im Adblock-Krieg kam's neulich zu… Gib mir den Rest, Baby!

Constant Dullaarts Possibility of a fake Facebook-Army

Schöne Online-Performance in Kombination mit einer Ausstellung (glaub ich, die Aktion beginnt erst) in der Frankfurter Schirn von Constant Dullaart, eine Fake-Armee aus Fake-Facebook-Profilen… Gib mir den Rest, Baby!
12. November 2015

The Great New Internet-Links 💔 12.11.15

Ein paar der Artikel, die ich gestern und heute morgen über das geile neue Internet gelesen habe, in das wir seit einer Weile alle reingesaugt werden. 💔 Ich werde das wohl täglich machen… Gib mir den Rest, Baby!
6. November 2015

NYT VR

Die New York Times hat heute ihre Virtual Reality-App für Android und iOS online gestellt. Ich habe mir das Ding grade mal angeschaut (ohne Brille, oder Cardboard-VR-Dingens, die deutsche Make der… Gib mir den Rest, Baby!

The Death of the Link ?

Dirk von Gehlen in der Süddeutschen über den Tod des alten Internets - und wem er nützt: „Der Link, die Webseite, der Artikel - alle bald tot? Facebook, Apple und Twitter bauen an einem neuen… Gib mir den Rest, Baby!
4. November 2015

Grantlangst: Fear of a World Without Meaningful Content

Charles.buzz über den Tod von Grantland, einer Sportwebsite, die sogar ich als Sporthasser gelesen habe (weil sie ein paar wirklich grandiose Texte über Filme am Start hatten). Der hat nun… Gib mir den Rest, Baby!
14. Oktober 2015

Neural Network Clickbait

Lars Eidnes hat ein Neural Network auf Clickbait trainiert, das jetzt bereits – zumindest bei den Headlines – nicht von menschgemachtem Netzschrott zu unterscheiden ist: Click-O-Tron.Modern… Gib mir den Rest, Baby!
12. Oktober 2015

Bento.de ist hip! ? [update]

Die logische Antwort auf den dämlichen, seine eigenen Leser nicht ernstnehmenden, „jungen Journalismus“ von bentozettwhatevs: Ein Satire-Account auf Twitter. Da geht aber sicher noch… Gib mir den Rest, Baby!
25. September 2015

Umberto Eco: Nullnummer

Heute morgen vorbestellt: Umberto Ecos neuer Roman Nullnummer, eine Story über Fakes und Medien und offensichtlich die Abrechnung eines alten Sacks mit dem Internet: Zwei Journalisten versuchen in… Gib mir den Rest, Baby!