17. September 2018

AFD Berlin vs Schlecky Silberstein

Ein Abgeordneter der AFD Berlin doxxt und stalkt Schlecky Silberstein wegen eines Satire-Videos (Clip unten).

Link: http://www.schleckysilberstein.com/2018/09/ein-hauch-von-33-und-plotzlich-stehen-sie-vor-deiner-tur/

Schließlich stand der AfD-Abgeordnete Frank-Christian Hansel mit einem Kameramann vor der Haustür meines Firmen-Partners und filmte das Klingelschild ab. Der Krawatte nach zu urteilen ist Hansel ein Mensch, der erst handelt und dann nachdenkt, aber ein Abgeordneter muss wissen, dass diese Unsitte, Privatadressen ins Netz stellen, nicht nur illegal ist, sondern auch gefährlich. Das Video mit den Adressdetails wurde über den Facebook- und Youtube-Kanal der AfD-Berlin geteilt, wo viele Kommentatoren sehr erregt über den jüdischen Namen meines Partners waren. [...]

Ich verstehe jeden, der es satt ist, von Tourette-Linken niedergeschrien zu werden. Ich verstehe jeden, der in der Migration ein gigantisches Problem sieht. Ich verstehe sogar alle, die sich eine Partei wünschen, die so erzkonservativ ist, dass sie uns am liebsten zurück in die 50er-Jahre bringen will. Aber weiter zurück sollten wir nicht fallen. Wer Künstler und Journalisten bedroht und in den eigenen Kommentarspalten toleriert, dass Medienschaffende und ihre Familien dem Mob präsentiert werden, der kann keine Alternative sein. Sagt das gern auch Euren Eltern.

Und jetzt viel Spaß mit unserem Clip, solange man in Deutschland solche Clips noch produzieren darf:

Gib mir den Rest, Baby…

Does Our Cultural Obsession With Safety Spell the Downfall of Democracy?

Die NYTimes reviewt neue Bücher von Jonathan Haidt und William Egginton über die Schattenseiten der Identitätspolitik:

Link: https://www.nytimes.com/2018/08/27/books/review/splintering-william-egginton-coddling-greg-lukianoff-jonathan-haidt.html

If it feels as though we no longer know how to speak or listen in good faith to one another, it’s because we don’t. This is the kind of controversy that might have seemed overblown as recently as the start of the Obama administration. Today it arrives with frequency and fervor — a marker of the country’s rapidly shifting mores, which are the product of new generations increasingly fluent in, in thrall to and in fear of the hyperspecialized language and norms of academia. Whether you even find the above exchange intelligible reveals a great deal more than merely your political bent, touching on aspects of age, education and geography — not to mention distinctions of race and class.

Francis Fukuyama: Against Identity Politics

Auszug aus Francis Fukuyamas neuem Buch über Identitätspolitik.

Link: https://www.foreignaffairs.com/articles/americas/2018-08-14/against-identity-politics

Democratic societies are fracturing into segments based on ever-narrower identities, threatening the possibility of deliberation and collective action by society as a whole. This is a road that leads only to state breakdown and, ultimately, failure. Unless such liberal democracies can work their way back to more universal understandings of human dignity, they will doom themselves—and the world—to continuing conflict.

3. September 2018

#WirSindMehr Livestream

Livestream aus Chemnitz:

Live in Chemnitz / Innenstadt ab 17:00 Uhr:

17:00 Begrüßung & Schweigeminute
17:20 - 17:45 Trettmann
17:55 - 18:25 Feine Sahne Fischfilet
18:35 - 19:05 K.I.Z
19:15 - 19:45 Kraftklub
19:55 - 20:25 Nura / Marteria & Casper
20:40 - 21:15 Die Toten Hosen

Link zum Teilen: https://youtu.be/T5zhHhkMosQ

23. Juli 2018

Mesut Özil, Fußballgott, Respekt

Fußballgott hat keinen Bock mehr für eine Menschenmannschaft zu spielen, die ihn rassistisch beleidigt und keinen Respekt entgegenbringt. Ich kann den Gott gut verstehen, ich hatte es selbst in der Vergangenheit mit Menschengruppen zu tun, die mich gemobbt haben und mir nicht den geringsten Respekt entgegenbrachten und habe dann schlichtweg die Reißleine gezogen, da diese Menschen in dieser Gruppe toxisch agierten. Man hält sich dann am besten von diesen Menschen fern, selbst wenn es mal gute Freunde waren, und erst Recht spielt man nicht in ihrer Mannschaft.

Zu Mesut Özils Diktator-Pics gibt es folgendes zu sagen:

- Erdogan ist nach unseren Maßstäben ein Tyrann, der semi-demokratisch gewählt wurde und ja, Özil hat eine Vorbildfunktion. Diese steht aber nicht höher, als seine freie Entscheidung und sein Recht auf Bilder mit einem fellow Celebrity. Ein beschissenes Promi-Pic spielt dqrüber hinaus keine Rolle, außer für Menschen, die Bild-Zeitung lesen und/oder im Diskurs zulassen.

- Das Bild steht in einer ganzen Reihe anderer Pics, das Pic vom Mai war in keinster Weise herausragend oder besonders und eine Unterstützung des Wahlkampfes ist ein Kontext, der für Aktivisten und Journos eine Rolle spielen mag, nicht aber für einen Fußballer, denn…

Was die Kritiker von Mesut Özil, Fußballgott, hier von ihm verlangen, ist Aktivismus. Nichts weiter. Sie, die meist linken Aktivisten und Journos, drängen Özil in eine Rolle, die er nicht hat, nie wollte, nie angedeutet hat und für die er nicht unterschrieben hat. Sie projizieren ihre eigenen Ziele auf einen Unschuldigen und wenn er nicht ihren Anweisungen folgt, wird er memetisch in einem Shitstorm vernichtet. Das nennt man Propaganda.

Diese Propaganda richtet sich in diesem Fall gezielt gegen ein Individuum und betreibt politische Agenda. Dass ich persönlich diese Agenda unterschreibe, tut an dieser Stelle nichts zu Sache, die Vernichtung eines Menschen ist schändlich, auch distributed und memetisch. Punkt.

Dass die Organisation hinter dem Individuum (also in diesem Fall der DFB) dann vor der Entrüstung der AktivistInnen und Journos einknickte und einen der talentiertesten Hoffnungsträger dem Fleischwolf der irrationalen Masse preisgab, bezeugt nur beschämende Verhalten der führenden Akteure innerhalb dieser Organisation (also Bierhoff und wie die alle heißen, ich kenn mich nicht mit Fußball aus, aber kann einiges über Mobbing und Respektlosigkeit erzählen, which is why ich es erzähle).

Ein Nachbar von mir hat Erdogan gewählt. Ich habe seine Entscheidung hart kritisiert und ihm ins Gesicht gesagt, dass er nicht mehr alle Latten am Zaun hat und dass Erdogans Sohn und Nutzung der präsidentialen Strukturen seines Vaters ISIS finanziert. Er hat kurz gestutzt und dann haben wir Bier auf der Straße getrunken und gefeiert.

So geht Respekt vor dem Individuum und Özils Kritiker, die geilen connected Activists und die Alman-Journos vor ihren Tastaturen haben nicht die geringste Ahnung davon.

21. Juli 2018

Daily Beast: Inside Bannons Plan to Hijack Europe for the Far-Right

Ex-Presldent und wandelnde Kettenraucherwerbung Bannon zieht nach Brüssel um eine rechte Supergroup aufzuziehen. Das einzig gute daran: Er verleiht der EU damit Relevanz, traurig aber wahr. Link: https://www.thedailybeast.com/inside-bannons-plan-to-hijack-europe-for-the-far-right

Trump’s former White House chief advisor told The Daily Beast that he is setting up a foundation in Europe called The Movement which he hopes will lead a right-wing populist revolt across the continent starting with the European Parliament elections next spring.

The non-profit will be a central source of polling, advice on messaging, data targeting, and think-tank research for a ragtag band of right-wingers who are surging all over Europe, in many cases without professional political structures or significant budgets.

Bannon’s ambition is for his organization ultimately to rival the impact of Soros’s Open Society, which has given away $32 billion to largely liberal causes since it was established in 1984.

Over the past year, Bannon has held talks with right-wing groups across the continent from Nigel Farage and members of Marine Le Pen’s Front National (recently renamed Rassemblement National) in the West, to Hungary’s Viktor Orban and the Polish populists in the East.

He envisions a right-wing “supergroup” within the European Parliament that could attract as many as a third of the lawmakers after next May’s Europe-wide elections. A united populist bloc of that size would have the ability to seriously disrupt parliamentary proceedings, potentially granting Bannon huge power within the populist movement.

[update] spOnline: Steve Bannon plant offenbar rechtspopulistische Revolte in Europa.

Hier nochmal das 2016er Transkript einer Rede von Bannon im Vatikan, in der er seine Sicht auf die Welt darlegt.

20. Juli 2018

State Sponsored Trolling gone global

Spätestens mit dem Erfolg der russischen Trolle im Weißen Haus wollen alle ein Stück vom Harraszment/Disinformations/StochasticTerrorism-Kuchen abhaben, vor allem natürlich Politiker. Das… Gib mir den Rest, Baby!
17. Juli 2018

Fakebook: Browser for Russias targeted Troll-Ads

Schönes Tool der Datenvisualisierer von Fathom, um die russischen Facebook-Anzeigen nach Keywords zu sortieren und so die Überschneidungen der anvisierten Interessen herauszuarbeiten:In late… Gib mir den Rest, Baby!
16. Juli 2018
7. Juli 2018

Französischer Verfassungsgerichtshof: Solidarität is not a Crime

Während Kapitän Claus-Peter Reisch von der Lifeline sich in Malta vor Gericht wegen angeblicher Schleusertätigkeit verantworten muss, beruft sich der französische Verfassungsgerichtshof in einem halb-ähnlich gelagerten Fall auf das Prinzip der Brüderlichkeit (Fraternité) – einem der drei Eckpfeiler der französischen Revolution, die genau so auch Einzug in Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hielt – und entkriminalisiert sogenannte „Solidaritätsdelikte“.

Anlass war der Fall von Cédric Herrou, der laut Staatsanwalt „Anreize für Migranten“ geschaffen hatte. Ganz ähnlich den Argumenten von Rechts gegen Seenotrettung durch NGOs im Mittelmeer.

Man kann sicher darüber streiten, wie ankommende Flüchtende in Europa verteilt werden und wie wir das gemeinsam stemmen können. Aber die Abschaffung von Solidaritätsdelikten unter Berufung auf eine der Kernaussagen der europäischen Demokratie, die aus der französischen Revolution hervorging, nämlich dass Solidarität unter Menschen grundsätzlich nicht strafbar ist, sollte allen Halbrechten, Rechten und ihren Mitläufern bewusst machen, dass sie hier gegen die Allgemeinen Menschenrechte und die Grundpfeiler der Demokratie argumentieren. Und dieses Argument kommt jetzt nicht nur von linksgrünversifften Gutmenschen wie mir, sondern vom Verfassungsgerichtshof in der Wiege Europas.

Mit anderen Worten: Wer gegen Seenotrettungen und Solidarität mit Migranten argumentiert, argumentiert grundsätzlich gegen die Menschenrechte. Viel Spaß damit, Seehofer.

6. Juli 2018

Polizeigesetz vs Tor-Aktivisten

Ich lese mich grade durch die Artikel zu den Hausdurchsuchungen bei den Tor-Aktivisten der Zwiebelfreunde, ein „gemeinnütziger Verein, der Technologie und Wissen im Bereich Anonymität,… Gib mir den Rest, Baby!
5. Juli 2018

318-278 gegen Uploadfilter und Leistungsschutzrecht

Julia Reda auf Twitter: „Great success: Your protests have worked! The European Parliament has sent the copyright law back to the drawing board. All MEPs will get to vote on #uploadfilters and the #linktax September 10–13. Now let's keep up the pressure to make sure we #SaveYourInternet!“ ABGELEHNT! Congratz an alle und danke Julia Reda für die ganze Arbeit!

4. Juli 2018

Toxic Leistungsschutzrecht/Uploadfilter vor der Abstimmung

Morgen mittag stimmen die Mitglieder des EU-Parlaments über die Gesetzes-Vorschläge zur Urheberrechtsreform von Axel Voss ab, ein Uploadfilter/LSR-HighNoon um genau 12 Uhr mittags.

Anscheinend kippt die Stimmung grade in Richtung einer Ablehnung dieser Vorschläge. Laut ORF lehnen anscheinend alle österreichischen EU-Abgeordneten aus allen Fraktionen geschlossen ab und gerüchteweise werden wohl auch konservative Abgeordnete aus Schweden, Tschechien und Polen gegen die Vorschläge stimmen.

Das bedeutet allerdings noch keine grundsätzliche Ablehnung der Reform, es bedeutet lediglich Nachbesserung und Neuvorlage und neue Abstimmungen. Die Kuh ist also noch lange nicht vom Eis und es droht weiterhin eine Zensur-Infrastruktur auf Copyright-Basis, deren Auswirkungen man vor ein paar Wochen bereits als Vorgeschmack bei der Zensur der FeministInnen von Pinkstinks erleben durfte.

In dem knapp dreiminütigen Musikvideo wettern Hamburger Schülerinnen gegen die Heidi-Klum-Sendung "Germany's Next Topmodel", die auf ProSieben läuft. Mit Textzeilen wie "Ich bin mehr als mein Aussehen, ich kann mehr anbieten, als diese Deppen mich zeigen lassen" kritisieren sie den Schönheitswahn, der jungen Frauen mit der "Horrorshow" vermittelt werde.

Wer sich den Clip am Tag nach der RTL-Sendung zwischen 1.47 Uhr und 8.32 Uhr auf YouTube anschauen wollte, wurde enttäuscht. Das Video wurde von Google Mitte Februar vorübergehend gesperrt. Das Problem: Der Google-Filter Content ID hatte das Video als urheberrechtlich geschütztes Bildmaterial des Senders RTL eingeordnet. Ein Fehler im System, von dem auch RTL selbst erst später erfährt.

Auf saveyourinternet.eu finden sich zahlreiche Wege, um Beschwerde bei den EU-Politikern einzulegen.

Derweil schickt Axel Voss Antwortmails auf genau diese zahlreichen Beschwerden, in denen er seine Vorschläge zu verteidigen sucht. Wikimedia nimmt das Teil und dreht es durch den Fleischwolf: DE policy/EU-Urheberrechtsreform Richtigstellungen Voss – Wikimedia Deutschland antwortet auf Axel Voss.

Gib mir den Rest, Baby…

3. Juli 2018
2. Juli 2018

Keyboard-Seehofer spielt Radioheads Creep

Seehofer macht einen auf Keyboard-Cat, eine der unterhaltsameren Memes zum nicht-unterhaltsamen Machtpoker in Berlin. Frau Blitzkrieg und die Creep-Lyrics gewinnen mit einigem Abstand. (Mein… Gib mir den Rest, Baby!

Seehofer hat gewonnen 😶

Seehofer hat sich „in allen Punkten“ durchgesetzt und mit Österreich eine mitteleuropäische (rechte) Lösung für „illegale Migration“ gefunden mit Transitzentren an der deutsch-österreichischen Grenze „für Asylbewerber, die bereits in einem anderen EU-Land registriert sind, von wo sie „direkt in die zuständigen Länder zurückgewiesen werden“.

1. Ist ja auch so'n deutscher Trump-Moment, so ein bisschen jedenfalls.

2. Ich bin gespannt, was Italien und Griechenland zu der Einigung sagen.

3. Übernehmen wir da den Job von Österreich und verdienen über die Rückführungen beider Länder? Welche Unternehmen sind da unter Vertrag?

4. Mit Fluchtursachen hat diese Lösung offensichtlich nichts zu tun, gleichzeitig werden Seenotrettungen kriminalisiert, dabei gebieten sie die Menschenrechte.

5. Ich lese gerne Zeitgeist an Zeitschriftentiteln ab und die Zunahme an Militärtiteln, Real Crime und Mags wie „Kommando International Special Operations Magazine“ bereiten mir mehr Sorge, als alle Seehofers der Welt.
Ich grusel mich selten, aber grade beim Einkaufen durchaus sehr, denn Seehofer ist der Verkäufer einer Stimmung, die nicht erst seit gestern kippt und grade am Zeitschriftenmarkt und da grade im Trash, am Schlechten, am pop-esoterischen, übersteigerten und im rechten Fall gefährlichen Rotz – kann die superinformierte Internet-Bubble ablesen, wo es hingeht.

Die Verkäuferin so auf Nachfrage, ob die Scheiße sich verkauft und seit wann das so ist: „Verkauft sich wie blöde, seit circa 'nem einem Jahr“. I see a bad moon rising.

6. Tja. Keyboard-Seehofer spielt My Way, oder so. 😔

Plastic Ban Violence

In Australien gehen die Kunden von Supermärkten auf die Arbeiter los, weil dort Plastiktüten verboten wurden. We are truly, deeply fucked.

In Western Australia, a shopper put his hands around the throat of an employee at Woolworths, which had stopped giving out free plastic bags days before the ban came into force. It was one of dozens of cases of shop staff being abused as Australia moves to reduce the amount of non-decomposing synthetic materials going into rivers and seas.

In a survey of supermarket workers this week, out of 132 who responded, 57 (43 per cent) said they had suffered abuse because of the plastic bag ban. "I work at Woolies and have already been abused countless times; it's not our fault," staff member Lauren McGowan told News.com.au.

Dänemark installiert Ghetto-Gesetze

Dänemark hat Gesetze für „Ghetto-Kinder“ verabschiedet, die unter anderem Kindergarten-Zwang für Kinder ab 1 Jahr und härtere Strafen für Leute vorsehen, die in diesen Gebieten wohnen --> NYTimes: In Denmark, Harsh New Laws for Immigrant ‘Ghettos’

Starting at the age of 1, “ghetto children” must be separated from their families for at least 25 hours a week, not including nap time, for mandatory instruction in “Danish values,” including the traditions of Christmas and Easter, and Danish language. Noncompliance could result in a stoppage of welfare payments. Other Danish citizens are free to choose whether to enroll children in preschool up to the age of six. […]

One measure under consideration would allow courts to double the punishment for certain crimes if they are committed in one of the 25 neighborhoods classified as ghettos, based on residents’ income, employment status, education levels, number of criminal convictions and “non-Western background.” Another would impose a four-year prison sentence on immigrant parents who force their children to make extended visits to their country of origin — described here as “re-education trips” —in that way damaging their “schooling, language and well-being.” Another would allow local authorities to increase their monitoring and surveillance of “ghetto” families. […]

Yildiz Akdogan, a Social Democrat whose parliamentary constituency includes Tingbjerg, which is classified as a ghetto, said Danes had become so desensitized to harsh rhetoric about immigrants that they no longer register the negative connotation of the word “ghetto” and its echoes of Nazi Germany’s separation of Jews.

Ich denke zwar, dass Assimilation der einzige Weg ist, um mit Migration in Zukunft umzugehen (eine bittere Pille für naive Lefties, ich weiß das – ich empfehle noch einmal dieses kurze Interview mit Jonathan Haidt zum Thema), und mit einer „wertevermittelnden“ Kindergartenpflicht für Migranten kann ich grade noch so leben, denn es ist immer noch „nur“ eine konservative Maßnahme.

Aber eine Ungleichbehandlung vor dem Gesetz verstößt meines Erachtens ganz klar gegen jegliche Werte, die eine solche Maßnahme eigentlich vermitteln soll. Von der Wortwahl „Ghetto-Kinder“ mal ganz abgesehen.

30. Juni 2018
29. Juni 2018
27. Juni 2018

Bürgerversammlung als Alternative zu Parlamentspolitik

Brett Hennig (The End of Politicians: Time for a Real Democracy) über die Bürgerversammlung, ein Gremium von zufällig ausgelosten Bürgerinnen und Bürgern, als Alternative zur derzeitigen Parlamentspolitik. Die Idee gewinnt an Fahrt, seit ich vor einem Jahr zum ersten mal von ihr hörte und sie hört sich für mich ziemlich schlüssig an, vor allem da sie ideologieübergreifend funktioniert und Lagerdenken entgegenwirkt. Mindestens nachdenkenswert.

If you think democracy is broken, here's an idea: let's replace politicians with randomly selected people. Author and activist Brett Hennig presents a compelling case for sortition democracy, or random selection of government officials -- a system with roots in ancient Athens that taps into the wisdom of the crowd and entrusts ordinary people with making balanced decisions for the greater good of everyone. Sound crazy? Learn more about how it could work to create a world free of partisan politics.

Hier noch eine aktuelle Petition für eine deutsche Bürgerversammlung auf change.org.

23. Juni 2018

The non-relative Fuckedness of Climate Refugees

Seit ungefähr zwei Jahren frage ich regelmäßig angesichts steigender Flüchtlingszahlen nach Climate Refugees und während Seehofer in diesem Sommer berliner Machtspielchen betreibt, die… Gib mir den Rest, Baby!
20. Juni 2018

Upload-Filter beschlossen – Memes und Lustige Internetbilder bald tot

Der Rechtssausschuss der EU hat heute morgen mit 10:15 Stimmen ein neues Leistunsschutzrecht und Upload-Filter beschlossen. Damit sind dann Memes und die meisten lustigen Internetbilder und viele Funny GIFs demnächst tot, wenn der Vorschlag in zwei Wochen oder so vom EU-Parlament angenommen wird und der dann im Herbst in Gesetzesform verabschiedet wird. Dann ist Ende Gelände und die Netzkultur von circa 2000-2018 stirbt den Corporate Greed-thru-Copyright-Tod. Lösungen wären eine europäische Fair-Use-Klausel, die liegt aber in weiter Ferne.

Netzpolitik: Schlag gegen die Netzfreiheit: EU-Abgeordnete treffen Vorentscheid für Uploadfilter und Leistungsschutzrecht

Als prominentes Opfer würden künftig wohl etwa Millionen von Memes aus dem Internet gefiltert werden, auch wenn sie als wichtiger Bestandteil der Netzkultur gelten. In ihrer bekanntesten Form handelt es sich bei Memes um Sprüche auf Bildern, die sich über soziale Netzwerke viral verbreiten. Da die Bilder jedoch oft urheberrechtlich geschütztem Material entnommen sind, warnt eine Kampagne nun davor, dass die Urheberrechtsreform ein Stück Netzkultur vernichten könnte. Denn während Memes in den USA durch die Fair-Use-Doktrin von der Meinungsfreiheit gedeckt sind, fehlt in der Europäischen Union leider immer noch ein vergleichbares Recht auf Remix.

Hier nochmal SaveYourInternet.eu und hier eine Petition auf Change.org.

[update 12:57] Interessantes Detail von Julia Reda: „Einzig mit den Stimmen der rechtsradikalen Front National konnte @AxelVossMdEP heute eine Mehrheit für seinen Vorschlag zum EU-#Leistungsschutzrecht zusammenstellen.“

19. Juni 2018

Postcard from Trump Hotel Texas

Goldene Postkarte aus dem neuesten Trump Hotel in Texas von yours truly, basierend auf 'nem Tweet von US-Senator Tim Kaine.More serious: Kirio Birks nimmt auf Quillette, ein betont… Gib mir den Rest, Baby!

Petition gegen Upload-Filter: Stop the Censorship Machinery-Petition!

Ich bin kein großer Freund von Petitionen (mehr), aber die Stop the Censorship Machinery-Petition von SaveTheInternet.info habe ich grade gezeichnet and you should, too. Julia Reda hat noch ein paar weitere Vorschläge, wie man Politikern ein bisschen Druck machen kann, um Upload-Filter zu verhindern.

Cory Doctorow auf Motherboard über die von der EU anvisierte Linksteuer:

The cost of complying with the link tax will make starting a competitor to one of those platforms effectively impossible. For one thing, the EU is planning on leaving the details of the link tax up to each of its 28 member states, with no limits on how restrictive these rules can be. Under Article 11, members could create link taxes that required a license for quoting even very short snippets from an article. Even if some states create more sensible rules, it won't matter, because the only way to stay out of trouble is to comply with all 28 versions of the rule, so the most restrictive rule will be the one to which everyone defaults.

Warum Upload-Filter schlecht für das Netz als Raum der Ideen sind, habe ich hier ausführlich formuliert:

Begreift man das Netz als diesen Raum der Ideen (wie ich), indem sich die menschliche Ideenwelt spontan manifestiert (mit allen Vor- und Nachteilen), äußert sie sich oft in Formen, die in der physischen Welt durch das Urheberrecht geschützt sind – sehr wahrscheinlich sogar sehr viel häufiger, als durch wirklich originäre Gedanken und Bilder, denn: Unsere Gedankenwelt ist spätestens seit dem Siegeszug der visuellen Massenmedien seit den 70er Jahren durch eine allumfassende Durchdringung von geschützten Ideen geprägt. Wenn ich an die Heroes Journey von Campbell denke, stelle ich mir Marvels Iron Man™ vor. Grüble ich über mein verstopftes Klo und den Klempner, denke ich an Super Mario und fantasiere ich über Märchen, habe ich Disneys Cinderella im Kopf.

Dies ist ein automatischer Prozess und bleibt in der physischen Welt in 99% aller Fälle folgenfrei, selbst wenn ich das Ergebnis meiner Gedankengänge veröffentliche (in dem ich eine Zeichnung anfertige und meinen Buddies zeige oder ähnliches).

Ein Upload-Filter würde genau diesen Fluss des kulturellen, zwischenmenschlichen Austauschs vernichten. Eine fatale Entwicklung, nicht nur für User.

Es kann nicht im Interesse der Kulturindustrie liegen, die ideelle, nonphysische Gedanken-Infrastruktur im Netz zu zerstören. Auf den Geist und die Gedankenwelt haben sie (noch) keinen Zugriff, dort können sie (noch) keinen Schaden anrichten, denn ich werde immer die Freiheit haben, mir Iron Man bei der Heroes Journey und Cinderella im SuperMario-Kart vorzustellen.

Im Web aber werden wir dazu nicht mehr in der Lage sein und damit stirbt das Internet als Ideenwelt und verkümmert zu einer reinen Druckmaschine auf Speed.

Gegen die Macht der Internetgiganten

Sahra Wagenknecht, Fabio de Masi und Thomas Wagner über den Aufbau von öffentlich getragenen Plattformen und einer alternativen digitalen Infrastruktur als Gegengewicht zu internet-inhärenten Monopolisierungstendenzen (vgl soziale Gravitation, Winner takes it all usw).

Die Beschränkung des Zugangs zum Markt für öffentliche Institutionen ergab in nicht-digitalen Zeiten durchaus Sinn, der neoliberale Grundgedanke aber ist heute angesichts faktisch global agierendender Data-Trader (wie Facebook) in einer eben realiter *nicht* global regulierten Welt nicht weiter haltbar.

Der Aufbau internationaler, öffentlich getragener Plattformen wäre ein erster Schritt in eben diese tatsächlich globalisierte Welt. Let's do it.

Link: http://www.fr.de/politik/meinung/gastbeitraege/gastbeitrag-gegen-die-macht-der-internetgiganten-a-1523452

18. Juni 2018

Die relative Geficktheit durch Klimawandel

In seinem Buch Carbon Ideologies breitet William T. Vollmann ein genauso detailiertes wie fatalistisches Bild einer Welt aus, deren Kampf gegen den Klimawandel bereits verloren ist. Bleibt die… Gib mir den Rest, Baby!
16. Juni 2018
5. Juni 2018

Satanische Kreuzpflicht in Bayern

Seit ein paar Tagen besteht in Bayern die Kreuzpflicht für Behörden und Ämter, die alut Söder damit „nicht ein Zeichen einer Religion, sondern […] die geschichtlich-kulturelle… Gib mir den Rest, Baby!
29. Mai 2018

EU vs Plastic Planet

Neues vom Plastic Planet: Die EU hat einen Gesetzesvorschlag zur Reduktion von Plastikabfall verabschiedet, der sich vor allem gegen einmal verwendbare Wegwerfprodukte wendet, reguliert werden sollen unter anderem Wattestäbchen, Plastikbesteck, Trinkhalme, Rührstäbchen und Einwegflaschen, Chipstüten, Kippen, Luftballons und Einkaufstüten --> NZZ: Die EU-Kommission will Plasticgeschirr verbieten. Wobei sich durchaus Kritik an den Vorschlägen der EU laut macht, denn die Schritte seien „too little too late“ und ein Verbot von „nur“ Plastikgeschirr greife schlichtweg zu kurz, primäres Ziel müsse eine generelle Vermeidung von Plastikverpackungen sein.

Währenddessen widmet National Geographic dem Thema nicht nur eine Ausgabe ihres Print-Magazins, sondern gleich eine ganze „multiyear ‘Planet or Plastic?’ campaign to encourage consumers to reduce single-use plastics“. Wer schonmal in den USA gearbeitet hat (ich verbrachte ein paar Wochen im Napster-Office in Hollywood damals und habe den dortigen Alltag ein kleines bisschen mitbekommen), der weiß, dass dort Wegwerfgeschirr absoluter Standard ist. Als im Gegenzug amerikanische Kollegen in Frankfurt vorbeikamen, waren sie jedesmal ziemlich erstaunt über das Porzellan-Geschirr und die echten Messer und Gabel – für die ein echter Knaller und nahezu nicht zu fassen. Die Mülltonne des Büros in Los Angeles lief jeden einzelnen Tag über vor Plastik, deshalb ist die Kampagne des National Geographic dort mehr als angebracht.

Ein paar der Artikel sind auch online verfügbar: Gib mir den Rest, Baby…

28. Mai 2018

Wie Uploadfilter das Netz als Ideenwelt bedrohen

Julia Reeda hat einen langen Text zur grade durch den Rat der EU beschlossenen Vorschläge ihrer Urheberrechtsrichtlinie, die anscheinend entgegen dem Rat praktisch aller Experten durchgesetzt werden soll, weitere Infos bei heise.de.

Man kann die Gesetzesvorschläge der EU meines Erachtens aus zwei Perspektiven betrachten:

1.) Das Internet als reine Publishing-Infrastruktur, eine rein technische, multiplikatorische Weiterentwicklung der Druckmaschine. Unter diesem Gesichtspunkt kann man den Vorschlag ablehnen oder befürworten, in beiden Fällen muss man aber zugestehen, dass die prinzipielle Durchsetzung von Urheberrechten im Netz ein valides Interesse ist. Das ist quasi die stark verkürzte netztheoretische Position der Rechteinhaber und Verlage.

2.) Das Internet als Lebensraum und Ort, in dem sich menschlicher Geist entfaltet. In diesem Fall scheitert das Urheberrecht bereits an der nicht schützbaren immateriallen Form der Idee, denn geistiges Eigentum ist in der Welt der Ideen ein Oxymoron. Ich kann mir Garfield vorstellen so oft und gerne ich möchte, wie er mit Prinzessin Peach im Bett liegt und dabei Mario Kart fährt: Niemand kann und wird und darf mich daran hindern.

Gib mir den Rest, Baby…

Opferkultur: Das große Mimimi

Kluger Kommentar von Anselm Neft über den links wie rechts gepflegten Opfermythos und die psychologischen Dynamiken der ideologischen Konflikte, die sich daraus ergeben: „Immer mehr Menschen sehen sich selbst als Opfer oder identifizieren sich mit welchen. Der Grund ist rechts wie links der gleiche: Man scheitert an den eigenen Ansprüchen.“

Wenn wir verstehen, dass wir alle Opfer und Täter sind, müssen wir die Welt nicht mehr in Opfer und Täter einteilen und mit dem Finger entweder auf uns oder andere zeigen.

Link: https://www.zeit.de/kultur/2018-05/opferkultur-debatte-sexismus-freiheit-gesellschaft/komplettansicht

26. Mai 2018

Sibylle Berg: Politik von rechts – Hallo Mehrheit!

Sibylle Berg über die nicht vorhandene Wehrhaftigkeit gegen Rechts. Ich stimme ihr in jedem Wort zu und ich vermute, dass sich der liberale Teil der Linken demnächst unter einem neuen Dach konsolidieren wird. Abwarten.

Link: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/kampf-gegen-rechts-wir-brauchen-eine-revolution-kolumne-a-1209368.html

Gib mir den Rest, Baby…

24. Mai 2018

Mark Zuckerberg beim Europaparlament: Desaster für Facebook

Guter Text von Lobo zur Zuckerbergs EU-Anhörung: „Die wichtigste Frage der Anhörung kam von Weber: "Können Sie mich überzeugen, Facebook nicht zu zerschlagen?" Ich kann nicht erkennen, dass Zuckerberg das gelungen ist, und bätschi, das wird teuer. […] Ein EU-Exempel kommt auf uns zu, es wird teuer für Facebook und trotzdem wird es dabei nur Verlierer geben. […] Er hat den PR-Teil gewonnen, glaubt er. Stimmt. Vielleicht denkt Zuckerberg, es sei jetzt vorbei. Ist es nicht.“

Link: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/mark-zuckerberg-beim-europaparlament-desaster-fuer-facebook-a-1209061.html

Mir stellt sich die Frage, bei einer tatsächlichen oder zumindest teilweisen Zerschlagung von Facebook, was das für andere, duchaus infrastrukturell agierende Quasi-Monopole wie Amazon bedeutet. Wenn dies ein Beispiel setzt, könnte es das Ende der internet-inhärenten Neigung zur Monopolbildung bedeuten. Im Prinzip eine gute Entwicklung, der Verlierer ist am Ende aber doch wieder der User, denn die Plattform-Monopole (egal ob Twitter, Amazon, Facebook oder sonstwer) bilden sich beinahe automatisch durch *soziale* Gravitation durch die Anwender selbst. Man einigt sich eben, gemeinsam auf Facebook abzuhängen und dann tun es alle. Dann wird das Monopol zerschlagen, man einigt sich auf den nächsten Kandidaten und es entsteht ein Kreislauf. Eine Loose-Loose-Situation für jeden, außer den Regulatoren.

US-Bundesgericht: Trumps Twitter-Blocks verstoßen gegen die amerikanische Verfassung

Bundesrichter sind eine Stufe unter dem obersten Gerichtshof der USA und ich schätze, dass dieser Fall auch noch dort landen wird. Wenn das *dann* nochmal so entschieden wird, ist zumindest für die USA entschieden, dass SocialMedia-Blocks für politische Repräsentanten illegal sind und *das* dürfte Diskussionen auslösen, denn natürlich repräsentieren gewählte Politiker einer Demokratie auch den größten Psychotroll auf Twitter, den die dann nicht blocken dürfen. Popcorn ahead.

A federal judge ruled on Wednesday that Donald Trump's use of the Twitter block button violated the First Amendment. The ruling has implications for any government official—federal, state, or local—who uses Twitter or other social media platforms to communicate with the public.

Link: https://arstechnica.com/tech-policy/2018/05/judge-orders-donald-trump-to-stop-blocking-people-on-twitter/

23. Mai 2018

AFD bietet Demogeld

Es ist eine Email aufgetaucht, aus der hervorgeht, dass die rechtsbraune AFD ihren Mitgliedern tatsächlich ein Demogeld anbietet, um ihre angemeldete Teilnehmerzahl für ihre Nazi-Show in Berlin… Gib mir den Rest, Baby!
19. Mai 2018

Reconquista Internet

Die Website zu Böhmermanns Aktion. Prinzipiell okay, im Detail aber wohl zumindest stellenweise eher so mitteldurchdacht und über das gesamte Dings muss ich mir noch eine abschließende Meinung bilden. Bis dahin: „Wir sind #ReconquistaInternet, eine digitale Bürgerrechtsbewegung für Liebe und Vernunft im Internet und eine Zivilisierung des gesellschaftlichen Diskurses in den sozialen Netzwerken.“

17. Mai 2018
16. Mai 2018

Das härteste Polizeigesetz seit 1945 [ist] in Bayern beschlossen

Die CSU hat gestern mal wieder bewiesen, was sie von Demokratie und Rechtsstaat halten, nämlich gar nichts, und schaffen die Unschuldvermutung einfach mal ab. Bravo, Bayern!

Heribert Prantl in der SZ: Bayern macht aus der Polizei eine Darf-fast-alles-Behörde

Das neue Polizeirecht nimmt diese Risiken in Kauf. Es macht die bloße Mutmaßung zur Maxime des polizeilichen Einschreitens. Das neue Polizeirecht schreitet damit in die Abgründe der Prävention. Die Prävention ist nun nicht mehr das mildere Mittel im Vergleich zur traditionellen reaktiven Repression; die Prävention nach dem neuen bayerischen Gesetz bedeutet die Entgrenzung des Polizeirechts; es löst sich auf in einem allgemeinen Sicherheitsrecht - das nicht mehr unterscheidet zwischen Schuldigen und Unschuldigen, das keine Verdächtigen und Unverdächtigen mehr kennt, sondern nur noch Gefahrpersonen, die zur Sicherheit überwacht werden. Zur Vorbeugung von Straftaten ist künftig mehr erlaubt als zur Verfolgung von Straftaten.

Netzpolitik:

Die bayerische PAG-Novelle sehe umfassende Befugnisse schon bei unspezifischem Verdacht vor. Hinzu komme, dass in erster Linie nicht nur auf besonders schützenswerte Rechtsgüter, sondern überwiegend auf Tatbestände wie erhebliche Sachbeschädigung gezielt werde. Bröckling stellt klar:

Die Polizei wird künftig eingreifen dürfen, lange bevor eine Straftat begangen wurde. Und eingreifen heißt in diesem Fall: Die Polizei darf der Person, von der sie vermutet, dass sie eine Straftat begehen wird, Aufenthaltsgebote und -verbote aussprechen, […] elektronische Fußfesseln anlegen, sie darf die Konten dieser Person sperren.

Die Polizei habe zwar bereits die Befugnis, bei hinreichendem Verdacht etwa den Rucksack eines vermeintlichen Sprayers zu kontrollieren. Wenn allerdings plötzlich Cloud-Daten nur aufgrund von Vermutungen abgefragt und sogar verändert werden dürfen, stünden dabei fast immer sensible Daten auf dem Spiel. Die Polizei werde schlicht zur Datensammelbehörde ausgebaut.

Der massive politische Protest richtete sich auch gegen die Forderung aus dem Gesetzesentwurf, DNA-Spuren im Strafverfahren auf sogenannte Merkmale „biogeographischer Herkunft“ zu untersuchen. Dies bringe ein hohes Diskriminierungspotenzial für Minderheiten mit sich und lege den Vorwurf des Racial Profiling nahe.

15. Mai 2018
14. Mai 2018

Tactical Memetics

In meinem Vortrag erwähne ich unter anderem ein altes Paper (hier das PDF) der Marine Corps University, in dem bereits über Memetik als Wachstumsindustrie des Militärs nachgedacht wird. Die… Gib mir den Rest, Baby!

Rant: Warum die DSGVO eine Datenschutz-Karikatur ist

Schöner Rant von Enno zur DatenSchutzGenitalVollzugsOrdnung:

Die DSGVO überzieht zahllose Menschen mit einem bürokratischen Irrsinn und treibt diejenigen, die das vermeiden wollen, zu den großen Plattformen, die sich unter dem Deckmantel der „Einwilligung“ dann allerlei erlauben können. Alternative Anbieter wie Diaspora oder Mastodon, die graswurzelartig von den Nutzern selbst betrieben werden, stehen vor kaum lösbaren Problemen: Wie etwa soll das in der DSGVO verankerte „Recht auf Vergessen“ auf derart verteilten Plattformen eigentlich umgesetzt werden? Einige sehen keine andere Wahl, als Nutzer aus der EU einfach auszusperren.

Ich selbst habe bislang: Eine Datenschutzbestimmung aus 'nem Generator kopiert, die IP-Adressen der Kommentatoren anonymisiert sowie die Kommentarpflichtfelder für Mailadressen gelöscht. Für die Newsletter-Anmeldung in der Sidebar bastel ich demnächst noch irgendein Häkchen hin, wie ich mit Embeds und oEmbeds umgehe, weiß ich noch nicht und soweit ich weiß, sind die einzigen Cookies, die meine WP-Installation noch setzt, irgendwas mit Emojis (weiß der Geier warum).

Mit anderen Worten: Ich hab' keinen blassen Dunst, wie ich die DSGVO hier umsetzen werde.

10. Mai 2018

AI will spell the end of capitalism

AI may eat superficial critiques of socialism, weil AI anscheinend das primäre Konzept der „Vorhersage“ technologisch ersetzen kann, in Ökonomen-Speak formuliert: AI kann „supplant the imperfections of 'the invisible hand'“.

Das Konzept der „Vorhersage von X“ geht natürlich weiter, als die „Unsichtbare Hand“ und ist grade im Kontext von Wahrnehmung und Psychologie grundlegend.

If AI remains under the control of market forces, it will inexorably result in a super-rich oligopoly of data billionaires who reap the wealth created by robots that displace human labor, leaving massive unemployment in their wake.

But China’s socialist market economy could provide a solution to this. If AI rationally allocates resources through big data analysis, and if robust feedback loops can supplant the imperfections of “the invisible hand” while fairly sharing the vast wealth it creates, a planned economy that actually works could at last be achievable. […]

Marx’s dictum, “From each according to their abilities, to each according to their needs,” needs an update for the 21st century: “From the inability of an AI economy to provide jobs and a living wage for all, to each according to their needs.”

9. Mai 2018
8. Mai 2018

Moderner Postmodernismus für Dummies

Großartiger Text von Kenneth Houston beim Areo Magazin, eine Verteidigung des Postmodernismus gegen die oberflächliche Kritik des von mir ansonsten sehr geschätzten Jordan Peterson: The… Gib mir den Rest, Baby!
4. Mai 2018
1. Mai 2018

Tag der Arbeit: Was ein bedingungsloses Grundeinkommen bringt

Nette Zusammenfassung der Argumente für und wieder des BGE: „Jobverluste durch Digitalisierung, ungerechtes Hartz IV: Viele bezweifeln, dass der Sozialstaat die großen Probleme noch lösen kann - und fordern ein bedingungsloses Grundeinkommen. Kann es diesem Anspruch gerecht werden?“

spOnline: Tag der Arbeit: Was ein bedingungsloses Grundeinkommen bringt

Und schön auch, dass sie den (meines Erachtens) Fehlschluss der Arbeitsplatz-Substitutions-Argumentation aufzeigt, wie sie sich in den Aussagen zum Beispiel von David Precht äußern: „'Ein Busfahrer, der seinen Beruf verliert, wird nicht anschließend Virtual-Reality-Designer.'“ Nice. Toll. Wenn es den VR-Designer überhaupt bräuchte.

Denn die AIs dürften schon bald in der Lage sein, ganze Welten auf Ansage des Kunden selbst zu erschaffen. Siri, bau mir eine Galaxis voller Käseplattenplaneten mit lilagelb-gepunkteten Einhörnern und violá, done. Den Designer braucht es da maximal in der Dev-Phase und diese Arbeitsplätze dürften in der Menge den Arbeitsplatzbedarf wohl kaum decken, grade da Digitalität ein Streben nach Monopolen fördert. Nochmal komplizierter: Die Arbeitsplatzvernichtung durch AI dürfte exponentielles Wachstum aufweisen, die von einer einfachen 1:1-Substitution nicht getragen werden kann.

Freilich ist diese totale Ausrechenbarkeit nicht auf alle Berufe anwendbar, aber ich glaube deshalb noch lange nicht an eine ausreichende Substitution durch neue Arbeitsplätze. Mit anderen Worten: Meiner Meinung ist ein BGE oder ein ähnliches Konzept zwingend notwendig, um ökonomische Strukturen der Zukunft überhaupt herzustellen – wenn man nicht sofort den StarTrek-Weg gehen will und Geld vollkommen abschafft.

30. April 2018

'We're doomed': Mayer Hillman on the climate reality no one else will dare mention

Wäre Hillman der einzige, der so apokalyptisch über den Klimawandel redet, ich würde es ignorieren. Leider ist er nicht der einzige und Miami säuft bereits ab. Yay Future!

Guardian: 'We're doomed': Mayer Hillman on the climate reality no one else will dare mention

Gib mir den Rest, Baby…

Electronics-recycling innovator is going to prison for trying to extend computers' lives

Eric Lundgren geht in den Knast, weil er freie Software, die jeder Runterladen kann, auf Discs brennt. Ein weiteres Beispiel dafür, wie sehr die Legislative des 20. Jahrhunderts mit der Realität des 21. Jahrhunderts kollidiert und massiven Schaden verursacht. Eine AI hätte möglicherweise das Gesetz geändert, aber soweit sind wir noch nicht.

LA Times: Electronics-recycling innovator is going to prison for trying to extend computers' lives

Gib mir den Rest, Baby…

Gewerkschaften lehnen bedingungsloses Grundeinkommen ab

Arbeit sei mehr als Broterwerb, sagte Hoffmann. Sie strukturiere den Alltag, sorge für Teilhabe und sozialen Zusammenhalt. Ob die Digitalisierung traditionelle Jobs vernichte, ohne dass in gleichem Maße andere entstehen würden, sei noch offen, sagte Hoffmann. "Schon in den Siebzigerjahren hieß es, Roboter und technologischer Fortschritt machen arbeitslos." Das sei jedoch kein Automatismus. Es sei zudem unklar, wie ein bedingungsloses Grundeinkommen finanziert werden könnte.

spOnline: Gewerkschaften lehnen bedingungsloses Grundeinkommen ab

Gib mir den Rest, Baby…

29. April 2018

Markus Söder wundert sich über Kirchenkritik an Kruzifix-Beschluss

Söder fickt sich mit seiner eigenen Aussage und entlarvt seinen Grundgesetzverstoß: „Und manchmal wundere ich mich sogar, dass dies aus kirchlichen Kreisen kommt. Denn da wär mir ehrlich lieber, man würde sich zum eigenen Kreuz bekennen, man würde sich zum Symbol der eigenen Religion dazustellen, anstatt es kritisch zu hinterfragen.“

spOnline: Markus Söder wundert sich über Kirchenkritik an Kruzifix-Beschluss

Zunächst ist das Kreuz also ein kulturelles Symbol und kein religiöses, denn dann würde es ja gegen das Neutralitätsgebot verstoßen. Sobald sich aber Kritik laut macht, grade auch aus Kirchenkreisen, wird es doch zum religiösen Symbol, dass doch grade die Religiösen bitte nicht im politischen Kontext hinterfragen sollen, in den es eben nicht gehört oder eben doch, so ganz ist mir Söders Linie hier nicht klar. Ihm selbst wohl auch nicht, denn der wollte nur ein bisschen Identitär spielen. Idiot.

28. April 2018

Abstimmung der EU-Staaten: Verbot für bienenschädliche Insektizide

Gut: „Die sogenannten Neonikotinoide gelten als eine Ursache für das Bienensterben. Drei dieser Insektengifte sollen in Europa nun nicht mehr im Freien eingesetzt werden dürfen. Der Einsatz in Gewächshäusern bleibt erlaubt.“

Die Pestizide werden auch für den Rückgang der Insektenpopulation um bis zu 80% verantwortlich gemacht, der Schritt ist also mehr als überfällig.

27. April 2018

Söders Kreuz: "Ein klarer Verfassungsbruch, den wir nicht klaglos hinnehmen werden!"

Seit Söders Gesetzesinitiative, Kreuze in den Eingängen bayerischer Amter aufzuhängen, bezeichne ich sein Vorhaben als Verstoß gegen das Grundgesetz. Die Giordano Bruno Stiftung gibt mir Recht und ich fürchte für den lieben Söder, dass er es bei Regenbogenpimmeln belassen muss. Good.

Link: "Ein klarer Verfassungsbruch, den wir nicht klaglos hinnehmen werden!"

"Der Beruf des Politikers ist bedauerlicherweise kein klassischer Ausbildungsberuf, der ein Mindestmaß an Know-how voraussetzt. Ansonsten müsste Markus Söder wissen, dass auch bayerische Politiker dem Gebot der weltanschaulichen Neutralität des Staates verpflichtet sind!" Mit diesen Worten kommentierte gbs-Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon den Entschluss des bayerischen Ministerpräsidenten, Kreuze in den öffentlichen Einrichtungen seines Landes aufzuhängen.

"Das Bundesverfassungsgericht hat bereits 1965 festgestellt, dass das Grundgesetz den deutschen Staat als 'Heimstatt aller Staatsbürger' zu 'weltanschaulich-religiöser Neutralität' verpflichtet", erklärte Schmidt-Salomon. "Söders Entscheidung, die dieses Gebot offen verletzt, stellt daher einen klaren Verfassungsbruch dar, den wir nicht klaglos hinnehmen werden! Offenbar will er sich bei PEGIDA und der AfD anbiedern und sich als 'Retter des christlichen Abendlandes' aufspielen. Aber das ist das denkbar schlechteste Mittel, um die offene Gesellschaft gegen ihre Feinde zu verteidigen. Wohin diese sonderbare Mixtur aus religiösen Werten und nationalem Chauvinismus führt, kann man an Trump, Putin oder Erdogan studieren."

Vorher auf NC:
Söders Regenbogenpimmel für Bayern
Bayern: CSU nennt Kruzifix-Kritiker "Religionsfeinde"

Trump Voters Driven by Fear of Losing Status, Not Economic Anxiety, Study Finds

Ich habe hier selbst die eher ökonomischen Faktoren als (einen) Grund für die Wahl Trumps genannt, dies ist aber bereits die zweite Studie, die diese Erkenntnis mindestens relativiert und eher Status-Verlustängste für das golden Desaster verantwortlich macht. Ich fürchte, sie haben Recht.

NYT: Trump Voters Driven by Fear of Losing Status, Not Economic Anxiety, Study Finds

A study published on Monday in the Proceedings of the National Academy of Sciences questions that explanation, the latest to suggest that Trump voters weren’t driven by anger over the past, but rather fear of what may come. White, Christian and male voters, the study suggests, turned to Mr. Trump because they felt their status was at risk.

“It’s much more of a symbolic threat that people feel,’’ said Diana C. Mutz, the author of the study and a political science and communications professor at the University of Pennsylvania, where she directs the Institute for the Study of Citizens and Politics. “It’s not a threat to their own economic well-being; it’s a threat to their group’s dominance in our country over all.”

26. April 2018

Bayern: CSU nennt Kruzifix-Kritiker "Religionsfeinde"

CSU: "Bei den Kritikern haben wir es mit einer unheiligen Allianz von Religionsfeinden und Selbstverleugnern zu tun", sagte Generalsekretär Markus Blume. "Wer ein Kreuz aufhängt, legt damit ein Bekenntnis ab und muss sich nicht rechtfertigen", wird Blume von den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) zitiert.

Link: Bayern: CSU nennt Kruzifix-Kritiker "Religionsfeinde"

„Wer ein Kreuz aufhängt, legt damit ein Bekenntnis ab“: Blume hat damit exakt Recht und exakt deshalb ist das Kreuz-Gesetz der Bayern verwerflich und meines Erachtens auch grundgesetzwidrig: Ein Amt hat kein Bekenntnis zur Kirche und zum Christentum abzulegen, sondern zum Grundgesetz. Darüberhinaus haben es ausgerechnet die jungen Katholiken und Evangelische Jugend verstanden (siehe Artikel), dass dieses Symbol ausgrenzt, was sich einem Amt aus bürgernähe alleine bereits verbietet. Die Aktion ist reiner Narzissmus der CSU.

Außerdem kann ich Herrn Blume gerne mal ein paar Theorien zu Mythologie, Fiktion und Religion vorstellen, die weit stichhaltiger sind, weit wissenschaftlicher begründet als sein ahnungsloses „Religionsfeind“-Geschwafel und die genau deshalb den Kritikern Recht geben würden.

Ich fürchte aber, Blume will tiefere Erkenntnisse zu Religion und Mythologie nicht verstehen, sondern er fühlt sich in seiner Ehre als Leser des ältesten Fantasy-Romans der Welt gekränkt. Ein dummer Fanboy einer uralten Meme, der Blume, mehr nicht. Leider hat er Macht.

25. April 2018

Söders Regenbogenpimmel für Bayern

Söders Kreuz-Verordnung macht seit gestern die Runde, in ganz Bayern sollen in den Eingangsbereichen der Ämter Kruzifixe aufgehängt werden.Lustig finde ich dabei, wie Söder dem… Gib mir den Rest, Baby!
24. April 2018
23. April 2018
20. April 2018
13. April 2018
11. April 2018
2. Februar 2018

For Your Interest: Browser-Plugin zeigt Zusatzinfos zu Politikern

Arne Semsrott und Moritz Klack haben die Erweiterung Kontext für Firefox und Chrome entwickelt, die Zusatzinformationen zu Politikern in Artikeln einblendet. Hier der Code auf Github (via… Gib mir den Rest, Baby!
28. Januar 2018

Buh-Rufe in Davos und die wunderlandschen Rabbitholes der Tagesschau

Gestern wurde Trump während einer Pressekonferenz auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos ausgebuht, die Tagesschau berichtete darüber inklusive (manipuliertem) Videomitschnitt und seitdem läuft… Gib mir den Rest, Baby!
24. Januar 2018

Gedicht-Übermalungen, Blumen, Alleen und Mad Max

Vor Weihnachten schrieb ich einen kurzen Text zu der Nummer um das Gedicht vom Gomringer, die AlleenBlumenBewunderinnen-Story. Jetzt wurde vom Akademischen Senat der Alice Solomon Hochschule… Gib mir den Rest, Baby!
23. Januar 2018

Frosch aus postmoderner Vorhölle debattiert Feminismus

Im Mai vergangenen Jahres hatte ich dem Netzfeminismus einen kleinen Liebesbrief geschrieben und ihnen erzählt, wenn sie sich nicht mit den Argumenten von Jordan Peterson auseinandersetzen, werden… Gib mir den Rest, Baby!
22. Januar 2018

Norwegen legalisiert Dope 🌿

Norwegen legalisiert entkriminalisiert jetzt ebenfalls Dope, nach Holland und Spanien das dritte europäische Land mit sort-of-legalisiertem Ganja. Wird Zeit. Wobei ich mit Dope vorsichtig geworden… Gib mir den Rest, Baby!
17. Januar 2018

Facebooks Family-Feed is cool, let them

Facebook hatte vor ein paar Tagen mal wieder Änderungen im Newsfeed angekündigt. Postings der Familie sollen weiter betont und sichtbarer gemacht werden, Postings von Unternehmen und… Gib mir den Rest, Baby!
16. Januar 2018

The Editors Letter from a Rookie

An Neujahr schrieb die Fashionbloggerin Tavi Gevinson auf ihrem Blog The Style Rookie den meines Erachtens besten Text zu den Outrage-Befindlichkeiten des Netzes, den ich dieses Jahr bislang lesen… Gib mir den Rest, Baby!
11. Januar 2018

China verbietet Bitcoin-Mining

China hat ein Verbot von Bitcoin-Mining angeordert, weil das mittlerweile die dortige Stromversorgung beeinträchtigt. China ist deshalb der Mining-Ort der Wahl, weil Energie dort vor allem aus… Gib mir den Rest, Baby!
10. Januar 2018

Kodak Bitcoin-Subscription-Miner

Bitcoin-Nonsense Level Up: Kodak is a Bullshit-Artist now. Snip von Chris Hoffman: „Kodak is selling a Bitcoin miner where you pay for a two year contract and 'make a profit'. (*at current prices,… Gib mir den Rest, Baby!
29. Dezember 2017

Michael Kreil: Social Bots, Fake News und Filterblasen

Ich habe mir bislang nur wenige Talks auf dem 34c3 komplett angesehen, einer davon war Michael Kreils Vortrag über „Social Bots, Fake News und Filterblasen“. Er kommt dabei auf einer empirischen… Gib mir den Rest, Baby!
23. Dezember 2017

Mein Weihnachts-Wunschzettel 2017 ?

Ich wünsche mir zu Weihnachten drei Geschichten: eine Pulp Fiction, eine Reportage über die Zukunft Europas und die Auflösung eines philosophischen Paradoxons.1. Ich wünsche mir zu Weihnachten,… Gib mir den Rest, Baby!
20. Dezember 2017

Es war einmal ein Googlememo…

Im weiten Land über der See, da war einmal ein Professor und ein Idiot. Eines Tages setzte sich der Idiot in sein Cubicle und schrieb in unter einem Tag ein Googlememo voller Zaubersprüche des… Gib mir den Rest, Baby!
18. Dezember 2017

Alleen und Blumen und Bewunderinnen und Mad Max

Vor einer Woche schrieb ich über das Phänomen „meToo“ und nahm es von einer grundsätzlichen Kritik aus, denn die Anzeige von Übergriffigkeit ist prinzipiell valide.Das aber heisst… Gib mir den Rest, Baby!