9. Oktober 2018

Wolfgang Schmitt Jr. über den Drachenlord

@Schmittjunior (Die Filmanalyse) mit einem klugen Kommentar über den Drachenlord.

Ich möchte ihm in mindestens einem Punkt widersprechen: Die „Drachenlord-Saga“ hat sehr wohl einen Autor in Form einer Sifftwitter-internen „Arbeitsgruppe“, die Videos akribisch archiviert und schneidet, sowie das Geschehen auf Websites wie dem Altschauerberg Anzeiger dokumentiert. Man kann diesen Personenkreis auch „Troll-Elite“ nennen, wenn man so will.

Deshalb kann man die Frage nach dem (ursprünglichen) „Who dunnit“ eben sehr wohl sehr klar beantworten. Die Täter allerdings unterliegen in Folge ihrer Handlungen – da behält Schmitt jr. dann eben doch Recht – doch dem netzwerkbedingten Kontrollverlust, woraufhin sich weitere Ereignisse memetisch, also psychologisch bedingt im Netzwerk formen. Die Ergebnisse ähneln dem, was auch Stochastischer Terrorismus genannt wird.