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Wie funktioniert ein Mikrofon?

Viele Nutzer im Homestudio fragen sich: Wie funktioniert ein Mikrofon? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten und hängt mit der Erfindung des Mikrofons, bzw. der Geschichte des Mikrofons zusammen. Auch die Bauweise stellt ein Kriterium für die Unterscheidung dar. Ein dynamisches Mikrofon funktioniert anders als ein Kondensatormikrofon. Auch Spezialmikrofone verfügen oftmals über ganz individuelle Funktionsweisen in der Praxis.

Grundsätzlich ist die Funktionsweise eines Mikrofons immer gleich. Schall ist Schwingung und diese Schwingungen in der Luft müssen in digitale Signale umgewandelt werden. Diese digitalen Signale können dann von einem Computer im Studio verarbeitet werden. Die Art und Weise, wie die Schwingungen in elektrische Spannung und im Anschluss daran in digitale Signale umgewandelt werden, ist von Mikrofon Art zu Mikrofon Art dann unterschiedlich.

Aber wie funktioniert ein Mikrofon in der Praxis? In diesem Beitrag zeigt unsere Redaktion die wichtigsten Infos und Hintergründe zur Funktionsweise eines Mikrofons im Detail. Das Wissen, wie ein Mikrofon funktioniert, kann unter Umständen dabei helfen, das perfekte Mikrofon für die eigenen Ansprüche zu finden und / oder mit schwierigen Situationen in der Aufnahmeumgebung umgehen zu können.

Wie funktioniert ein dynamisches Mikrofon?

Ein dynamisches Mikrofon ist die einfachste und gleichzeitig robusteste Möglichkeit, ein Mikrofon zu konzipieren. Diese Modelle eignen sich perfekt für die Aufnahme von Gesang im Homerecording Studio oder zum Performen auf der Bühne. Die meisten dieser Geräte sind dabei sogenannte Tauchspulen-Mikrofone.

Hierbei taucht ein Magnet in eine aus Kupferdraht bestehende Spule ein, an der die Membran befestigt ist. Je nachdem, wie intensiv der Schall ist, taucht der Magnet dann mehr oder weniger tief in die Spule ein und entsprechend variiert auch die entstehende Spannung. Diese wird dann vom Kabel weitergegeben und dann im Audio Interface zu digitalen Signalen verarbeitet.

Dynamische Mikrofone sind nicht nur robust und hochwertig, sondern auch noch vergleichsweise günstig. Die meisten dynamischen Mikros sind Bühnenmikrofone, wobei diese auch sehr gut im Homestudio verwendet werden können. Gerade die Geräte von Sennheiser oder Shure sind perfekt für die Aufnahme von Gesang in den eigenen vier Wänden geeignet.

Wie funktioniert ein Kondensatormikrofon?

Ein Kondensatormikrofon ist komplizierter aufgebaut als ein dynamisches Mikrofon. Die Spannungsmessung erfolgt hierbei nicht über einen Magneten, der in eine Kupferspule taucht, sondern über einen Kondensatorplatte. Die komplexere und empfindlichere Bauweise dieser Mikrofone sorgt dafür, dass der Schall viel genauer aufgenommen werden kann und entsprechend auch leisere Schallquellen perfekt abgebildet werden.

Kondensatormikrofone sind nur sehr selten für die Bühne konzipiert. Klassische Studiomikrofone sind Kondensatormikrofone mit großer Membran, etwa das Rode NT1-A oder das Audio Technica AT 2050. Kondensatormikrofone gibt es mit USB und XLR Anschluss, wobei die meisten Studiomikrofone aber natürlich über einen XLR Anschluss verfügen.

Bei diesen Mikrofonen wird die Membran über die Phantomspeisung unter Spannung gesetzt. Dahinter befindet sich eine Gegenelektrode, hinter der sich ein hochohmiger Widerstand befindet. Wenn nun Schallwellen auf die Membran treffen, ändert sich der Abstand zwischen Membran und Gegenelektrode. Dadurch verändert sich die Kapazität des Kondensators und die erzeugte elektrische Spannung variiert je nach Tonintensität und Klangfarbe.

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