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So schützen Sie sich effektiv vor Identitätsdiebstahl

Identitätsdiebstahl ist ein immer häufiger auftretendes Delikt weltweit – auch und vor allem in Europa. Das liegt sicher daran, dass die zunehmende Verlagerung klassischer Dienstleistungen wie Versicherungen, Banken, etc. aus der realen Welt in die Online-Wert verlagert werden. Wenn man Passwort, E-Mail Adresse und noch einige wenige weitere Daten von einer Person hat, ist Identitätsdiebstahl kein Problem mehr.

Die Risiken beim Identitätsdiebstahl sind dabei gewaltig. Von unerwünschten Zahlungen auf fremde Konten über Vertragsabschlüsse bis hin zu unautorisierten Geschäftsbeziehungen und knallhartem Betrug: Die eigene Identität sollte auch im Internet geschützt sein, um sich nicht zu einem all zu leichten Opfer für kriminelle Banden zu machen, die zum Teil auch extrem professionell und effizient vorgehen.

Egal ob Erwachsene oder Kinder: Im Internet ist man niemals zu 100 % sicher – vielmehr kommt es gerade darauf an, mögliche Risiken früh zu erkennen und identifizieren zu können, um dann maximalen Schutz gegen Bedrohungen einrichten zu können. In diesem Beitrag zeigen wir, wie Sie sich effektiv vor Identitätsdiebstahl schützen können und worauf Verbraucher unbedingt achten sollten, um im Internet sicher unterwegs zu sein.

Was ist Identitätsdiebstahl überhaupt?

Die Bezeichnung als „Identitätsdiebstahl“ wird zwar sehr gerne gebraucht, trifft aber die tatsächliche Lage nicht so gut wie „Identitätsmissbrauch, weil bei einem typischen Diebstahl dem Berechtigten etwas weggenommen wird, so dass er es anschließend selbst nicht mehr hat. Beim Identitätsdiebstahl kann der Berechtigte seine Identität aber weiter verwenden.

Oft wissen die Opfer dieser Straftaten auch gar nicht, dass sie Opfer eines Diebstahls der Identität geworden sind. Das führt dazu, dass oft gar nicht oder selbst wenn, nur viel zu spät reagiert wird. Im Endeffekt vergrößert das den entstandenen Schaden und verkompliziert das Reparieren des angerichteten Unheils. Wie bei vielen Straftaten gilt daher: Vorsicht ist besser als Nachsicht und Vorbeugung ist alles.

Identitätsdiebstahl: Die wichtigsten Zahlen im Überblick

Alle von 2019 auf 2020 hat sich der Schaden, der durch Identitätsdiebstahl weltweit ergibt, auf horrende 56 Mrd. US-Dollar summiert. Das bedeutet, dass viele Milliarden US-Dollar auf Grund von unsicherer Internetnutzung ergaunert oder erbeutet wurden. Nicht nur die Anzahl, sondern auch die Summe an verlorenem Geld wächst rapide: Von 2019 auf 2020 hat sich die Schadensumme mit einem Plus von rund 45 % fast um die Hälfte erhöht.

Als eine der Hauptursachen für den zuletzt noch stärker zu beobachtenden Anstieg wird die Corona-Pandemie gesehen. Sichere firmeninterne Netzwerke können bei der Pflicht zum Arbeiten von zu Hause nicht oder zumindest nicht lückenlos geschützt genutzt werden. Entsprechend ist es wichtig und wird auch künftig immer wichtiger werden, auch zu Hause eine sichere Infrastruktur für das Surfen im Internet – egal ob privat oder beruflich – aufzubauen und zu unterhalten.

Wer denkt, Identitätsdiebstahl ist nur ein Verbrechen für hochkriminelle Betrüger, der irrt: Die Preise für gestohlene Kreditkartendaten, mit denen man etwa Bestellungen im Internet aufgeben kann oder zum Teil sogar offizielle Dokumente beantragen kann, sind fast lächerlich gering. Im Darknet sollen angeblich Daten zu hundertausenden Kreditkarten inklusive Namen, Adressen und Kartennummern für nur rund 50 Cent pro Stück angeboten werden – der pure Albtraum für alle Betroffenen.

Wie schützt man sich vor Identitätsdiebstahl?

Der Schutz der eigenen Identität im Internet ist enorm wichtig und sollte weder für Unternehmen, noch für Privatleute unter den Tisch gekehrt werden. Der wichtigste Angriffspunkt ist dabei natürlich die eigene E-Mail-Adresse. Das Mail-Postfach fungiert als zentrales Nervensystem für das gesamte Tätigwerden im Internet – da kann ein gehacktes Passwort einen enormen Schaden anrichten. Die Überwachung, ob E-Mail Adressen in Datenleaks enthalten sind, kann ein Teil des Schutzkonzepts für die eigene Online-Identität sein.

Auch die Frage, ob Daten über die eigene Person im Dark Web veröffentlicht wurden, kann für viele Menschen wichtig sein. Datenpannen und andere Cyber-Bedrohungen machen es Kriminellen leicht, personenbezogene Daten im geheimen Teil des Internets zu veröffentlichen. Erschreckend dabei: Rund die Hälfte aller Datenpannen betreffen die Sozialversicherungsnummern von Personen, weiterhin enthalten rund ein Fünftel aller Datenpannen vertrauliche Finanz-Informationen.

Der Schutz vor Identitätsdiebstahl ist also keine leichte Aufgabe und sollte daher, gerade wenn man sich Sorgen macht und / oder aus diversen Gründen ein besonderes Risiko hat, einem Profi übergeben werden. Nur so kann langfristig gesichert bleiben, dass man kein zu hohes Risiko für den Verlust der eigenen Daten in Kauf nimmt oder eingeht.

Nur sichere Passwörter sind gute Passwörter

Immer wieder gibt es in Deutschland Umfragen, welche Passwörter die Menschen verwenden. Dabei staunen Sicherheitsexperten immer wieder, wie leichtfertig viele Menschen ihre Passwörter verraten und wie schlecht diese zum Teil gegen sogenannte „Brute-Force“ Angriffe geschützt sind. Ein einfaches Passwort wie „123456“ oder „abcdef“ ist nicht nur leicht zu hacken, sondern schützt auch nicht im Geringsten vor Identitätsdiebstahl oder anderen Gefahren, die im Internet lauern und zum Teil sensible Daten betreffen können.

Ein guter Passwort-Manager kann dabei helfen, dieses Risiko zudem zu reduzieren. Dabei werden alle Passwörter ganz einfach über den Passwort-Manager gespeichert, der dann wiederum ein eigenes Master Passwort erhält. Mit diesem Master Passwort werden alle anderen Passwörter gesichert, sodass Kriminelle kaum noch eine Chance haben, an diese Daten zu kommen – vorausgesetzt, das Master Passwort ist sicher. Der größte Risikofaktor ist natürlich auch hier immer noch der Mensch.

Fazit: Schutz vor Identitätsdiebstahl

Der Diebstahl der eigenen Identität ist für viele Betroffene ein Albtraum. Das gilt umso mehr, weil man es im Regelfall immer dann erst merkt, wenn es ohnehin schon zu spät ist. Umso wichtiger ist es, sich bereits frühzeitig über die Risiken, die für die eigenen Daten im Internet lauern, bewusst zu werden und schon prophylaktisch Vorkehrungen zu treffen, damit es gar nicht erst zu einer Datenpanne oder um Diebstahl vertraulicher Daten kommt.

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